Verschiedene Konzepte – aber welches ist das passende?

Bei Pedelecs gibt es grundsätzlich drei Antriebsarten: Vorderrad-, Mittel- und Heckmotor. Dazu noch mehrere Arten von Motoren: Nabenmotoren mit und ohne Getriebe, angetriebene Tretlager und Antriebe, die in die Kette eingreifen. Da fällt die richtige Wahl schwer.

Für meinen Zweck bleiben aber eigentlich nur zwei Antriebsarten (Nabenmotor mit oder ohne Getriebe) und zwei Einbauorte (vorne oder hinten) übrig.

Auf Grund des Preises (rd. 1.400 €) und der Eigenschaften (bei mir soll der Fahrradbetrieb im Vordergrund stehen und weniger schwere Lasten geschleppt werden)  fallen die bekanntesten Nabenmotoren ohne Getriebe (die der Firma BionX) aus dem Raster heraus.

Also wird es ein Getriebenabenmotor werden.
Zunächst dachte ich an einen Einbau im Vorderrad, da dieser am einfachsten zu verbauen sein soll.  Jedoch wird der Motor, wegen des Mehrgewichts des Motors gegenüber einer normalen Nabe, in einer speziellen, stabileren Felge eingespeicht. Und die hat eine andere Optik als die vorhandene. Dann wären vorne unten hinten unterschiedliche Felgen montiert;  die Vorstellung gefällt mir rein optisch nicht. Außerdem ist die vordere Felge derzeit radial eingespeicht, das sieht schon schick aus.

Die einzige Lösung: Hinterradantrieb. Das ändert zwar an der Tatsache der zwei unterschiedlichen verbauten Felgen nichts, allerdings denke ich, dass es so weniger auffällt. Da die Felge stabiler als die derzeit verbaute sein soll, sollte das Mehrgewicht durch den Motor zzgl. der Last auf dem Gepäckträger hoffentlich kein Problem sein. Und, mal sehen, vielleicht verbaue ich hinten einen geringfügig breiteren Reifen, echte Sportwagen mit Hinterradantrieb haben ja auch hinten breitere Reifen als vorne 😉

Mindestens ein Problem  gibt es aber auch hier: Derzeit gibt es für Hinterradnabenmotoren keine Kassettenkränze sondern nur Schraubkränze. Und die sollen weniger lang haltbar sein. Mal sehen …

Übrigens: Zum Thema „Pedelec“ gibt es ein sehr reges Forum: Das Pedelec-Forum. Das Forum selbst und das angeschlossenen Wiki bieten Stoff  für nächtelanges Selbststudium. 🙂

Also dann bis später …

Fertig-Pedelec oder Umbau?

Fertig-Pedelec oder Umbau? Diese Frage habe ich mir recht schnell beantwortet: Bei mir wird es ein Umbau werden.

Warum?

  1. Die Preise für Fertig-Pedelecs erscheinen mir derzeit sehr ambitioniert, und damit meine ich nicht die offensichtlichen Billig-Teile für zum Teil unter 500 €. OK, die Entwicklung von ausreichend stabilen Rahmen kostet Geld und auch die Akkus sind nicht gerade billig. Aber trotzdem scheint mir gerade eine Art „Goldgräberstimmung“ zu herrschen; es wird oft der Eindruck vermittelt, wenn ein Pedelec nicht mindestens 2.500 € kostet, tauge es nichts. Aber natürlich kommt es auch auf den Preis der Basis und des verwendeten Motors an.
  2. Das Gewicht: Fertig-Pedelecs bringen meist ca. 25kg auf die Waage, ohne Akku sind`s dann immer um die 22 kg. Vor diesem Gewicht kapituliert nicht nur mein Fahrradträger …
  3. Noch ein Rad mehr im Keller? Dafür ist einfach zu wenig Platz da.
  4. Mich reizt der Umbau, also das Basteln, als solches.

Wenn ich mein Giant-Rad umbaue, könnte ich preislich weit unter 2.500 € und gewichtsmäßig unter 20 kg bleiben. Außerdem beansprucht im Keller kein weiteres Rad Platz für sich und für meinen Bastelspaß ist auch gesorgt.

Die Frage, ob der Rahmen des Giant die auftretenden Kräfte auf Dauer aushält, wird sich zeigen …

Warum überhaupt ein Pedelec?

Ja, warum überhaupt ein Pedelec? Gilt so etwas doch vielen als Hilfmittel für Alte und Kranke und als durch und durch unsportlich.

Mich reizt zum einen die Technik, und immerhin geht ohne Treten bei einem Pedelc auch nichts. Zumindest wenn man es konform zur STVZO betreiben möchte.

Ausserdem habe ich mir vorgenomme, dieses Jahr öfter mit dem Rad zur Arbeit (einfache Strecke 25km, ca. 180 hm) zu fahren. Da es mir schwer fällt, langsam zu fahren, wäre ein Pedelec eventuell eine prima Hilfe nicht komplett durchgeschwitzt anzukommen.

Hallo Welt!

Willkommen bei meinem Blog zum Thema „Vom einfachen Fahrrad zum Pedelec“.

Dies ist der erste Artikel, zukünftig werde ich hier in unregelmäßiger Folge den Umbau (oder auch nicht-Umbau) eines meiner Fahrräder zum Pedelec bloggen.

Warum überhaupt ein Blog? Hauptsächlich deshalb, weil ich für mich meine Gedankengänge und Erfahrungen zum Thema festhalten will.

Wenn das Blog darüber hinaus dem ein oder anderen weiter hilft freut mich das natürlich umso mehr.

Gruß

Alex