Pedelec & Auto-Transport

Will man das Pedelc mit dem Auto transportieren gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

1) AUF dem Auto:

Beim Transport auf dem Autodach ergeben sich wegen des Gewichts eines Pedelecs meist zwei Probleme: Zum einen muss das schwere Rad auf`s Dach gehoben werden und zum zweiten sind viele Fahrradträger nicht für das hohe Gewicht der meisten Pedelecs zugelassen.
Sowohl der Giant-Umbau als auch das umgebaute Centurion bleiben vom Gewicht bei entnommen Akku allerdings leicht genug, um zum Beispiel einen Dachträger von Thule zu benutzen.

2) HINTER dem Auto mit einem Träger auf der Anhängerkupplung

Beim Transport mitteles eines solchen Trägers ist das Thema „Gewicht“ zwar auch eines (was die Tragkraft des Trägers und die zulässige Stützlast des Autos angeht) aber zumindest muss das Rad nicht so hoch gehoben werden.
Will man aber mit dem Rad und z.B. einem Wohnwagen verreisen, scheidet diese Transportmöglichkeit aus. Einzige mir bekannte Ausnahme: Für Land Rover gibt es einen Fahrradträger, der auf der Hängerkupplung montiert wird und auch bei angehängtem Hänger montiert bleiben kann.

3) IM Auto

Der Transport im Auto beseitigt die Nachteile der beiden ersten Transportmöglichkeiten: Das Gewicht ist kein Problem und ein Wohnwagen kann auch angehängt werden. Allerdings muss der Innenraum des Autos genügend Platz bieten, und man sollte auch maximal nur zur zweit verreisen.

Nach eingehender Recherche habe ich mich für diese dritte Variante entschieden:

Fahrrad im Auto

Ich benutze einen Träger von Radstand.de. Der Träger ist preiswert, leicht (Material: Aluminium) gut verarbeitet und für eine Vielzahl von Fahrzeugen erhältlich. Durch das Konzept des Trägers kann er bei einem Fahrzeugwechsel auch meist weiterverwendet werden, denn er wird auf der umgelegten Rücksitzlehne z.B. in den Isofix-Befestigungen für Kindersitze, verschraubt. Bei diesem  Träger wird beim Rad das Vorderrad ausgebaut und mittels Schnellspannverschlüssen auf einer speziellen Gabelaufnahme fixiert. Das ausgebaute Vorderrad wird mittels beiliegendem Zurrband z.B. am Hinterrad verzurrt. Damit nichts scheuert und kratzt wird ein, ebenfalls im Lieferumfang enhaltenes, Schonkissen zwischen den Laufrädern fixiert.

Und wenn man auf die Option, die Rücksitzlehne geteilt umzuklappen, verzichten kann, kann der Träger, zumindest bei meinem Wagen, befestigt bleiben:

Montierter Träger bei hochgeklappter Rücksitzlehne

Auch demontiert nimmt der Träger im Keller durch die flache Bauart deutlich weniger Platz weg als Dach- oder Anhängerkupplungsträger. Die Montage oder Demontage des Trägers selbst ist innerhalb weniger Sekunden erledigt. Die Gabelaufnahme kann problemlos und vielfältig verstellt werden, so dass die ideale Montagestellung des Rads schnell gefunden werden kann. Der dafür notwendige Inbusschlüssel ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Für besondere Radaufnahmen (Steckachsen, Lefty) gibt es außedem spezielle Gabelaufnahmen als Zubehör.

Als Besonderheit kann man auf der Homepage von Radstand.de für viele Fahrzeugtypen, teilweise auch mit Bildern, nachschauen, ob das eigene Auto für den Transport von Fahrrädern im Innenraum geeignet ist.

Undokumentierte Funktion und „Feintuning“ am Elektrik-Trek

Heute ist mir zufällig beim Rumspielen am Taster eine nützliche Funktion aufgefallen, die ich nicht in der Dokumentation gefunden habe:

Drückt man bei aktiviertem System länger auf die „Pfeil-nach-unten-Taste“ wird die Schiebehilfe aktiviert! Und zwar so lange, wie man den Finger auf der Taste lässt. 🙂

Das finde ich hochpraktisch, denn so kann man sich den Schalter der Schiebhilfe sparen, der, im Falle des Trek wegen des konischen Lenkers, zu chronischem Platzmangel am Lenker führt!

Im letzten Beitrag habe ich ja geschrieben, dass ich nicht wirklich zufrieden mit dem Stecker am „Lenker-Controller“ bin.  Der ist übrigens eingefügt, damit man ohne große Probleme ein längeres Kabel (z.B. für ein Tandem) einbauen kann. Nachvollziehbar, aber trotzdem stört mich die Optik. Deshalb habe ich heute ein wenig „Feintuning“ betrieben:

Die Möglichkeit, den Stecker zu entfernen und einfach die losen Enden zusammenzulöten, schied auf Grund meiner mangelhaften Lötfähigkeiten aus. Also musste ich zusehen, das ich den Stecker irgendwie verstecke. 🙂

Deshalb habe ich eine kleine Tasche gekauft, die eigentlich zur Montage unter dem Sattel gedacht ist. Hier dient sie aber jetzt als Versteck für den Stecker und den dazu gehörenden Controller.

Dazu habe ich ein Loch für die Kabelzuführung von unten und jeweils ein Loch an den Seiten für die Kabelzuführung von den Bremsen bzw. dem LCD-Display eingeschnitten. Um die einzelnen Kabel des Controllers jetzt in die Tasche zu bekommen, habe ich den Controller aufgeschraubt:

Innenleben des Lenker-Controllers

Die Kabel sind dort mit kleinen Steckern auf der Platine eingesteckt, von rechts nach links stecken dort:

N1: Kabel zum Mikroschalter im linken Bremshebel
N2: Kabel zum LCD-Display
N3: Kabel zum Schalter der Schiebehilfe
N4: Kabel zum Mikroschalter in rechten Bremshebel

Am unteren Ende der Platine ist bei N5 der Stecker zum „Haupt-Controller“ aufgesteckt.

Die Stecker N1 bis N4 habe ich vorsichtig abgezogen, durch das passende Loch in der Tasche gefädelt und, bis auf den Stecker N3 (den für die Schiebehilfe, der jetzt ja nicht mehr gebraucht wird), wieder aufgesteckt und den Controller danach wieder zusammengeschraubt.

Das durch das Fehlen das Kabels zum Stecker N3 verursachte Loch im Controller habe ich mit Iso-Band verschlossen. Obwohl der Controller ja in Zukunft durch die Tasche geschützt ist, will ich einfach vermeiden, das vielleicht doch etwas Wasser durch die eingeschnittenn Löcher in der Tasche eindringt.

Die Tasche selbst habe ich dann am Lenker bzw. dem Vorbau befestigt, das Ergebnis sieht jetzt so aus:

Controller in der Tasche

Zum Vergleich die ursprüngliche Version:

Stecker am Lenkercontroller

Es geht bestimmt noch schicker, aber so ist es momentan mal ok.

Das „Elektrik-Trek“

Am Samstag kam der Umbausatz für das Trek meiner Freundin, das passte gerade gut, denn so konnte ich den Umbau noch vor Ostern in Angriff nehmen. 🙂

Angesichts der gerade beginnenden Radsaison war die Lieferung des Bausatzes wirklich sehr schnell. Kompliment an Elektrofahrrad-einfach.de!

Beim Auspacken wurde ich positiv überrascht: Statt der einfachen Bedieneinheit mit drei LEDS, wie noch bei meinem Umbausatz, ist neuerdings ein LCD-Display enthalten,

LCD-Display

das neben dem Ladestatus des Akkus die Uhrzeit, gewählte Unterstützungsstufe, gefahrene Geschwindigkeit, Gesamt- und Tageskilometer anzeigt. Außerdem kann das Display beleuchtet werden. Damit ersetzt die Anzeige einen Fahrradcomputer und schafft etwas Platz am Lenker.
Die Bedienung der Einheit erfolgt über einen Tastereinheit mit drei gummierten Tasten, die mit ca. 15 cm Kabel mit dem LCD-Display verbunden ist und damit griffgünstig am Lenker montiert werden kann:

Bedientaster für abgesetzte Montage

Dieser Umbausatz bietet fünf Unterstützungsstufen (meiner drei) und am Display kann zusätzlich programmiert werden, bis zu welcher Geschwindigkeit der Motor unterstützen soll. Interessant kann das für unerfahrene Benutzer sein oder falls Kinder mit dem Pedelec fahren sollen.

Der Preis hat sich gegenüber meinem Bausatz nicht verändert. Mehr Ausstattung für’s gleiche Geld, prima!

Der Umbau selbst ging diesmal flott von statten, nach knapp drei Stunden war ich fertig. Den Tretsensor habe ich auf der linken Seite des Rades montiert; diesmal wie vorgesehen zwischen Tretlagergehäuse und Lagerschale. Auch diesmal war es hilfreich, vor Montieren der Tretkurbel zu testen, ob der Motor richtig dreht: Die Magnete in der Scheibe sind falsch herum montiert; das Umdrehen der Scheibe beseitigte das Problem.
Am Tretsensor selbst ist neuerdings eine LED verbaut, die die Aktivität des Systems anzeigt.

Bei der weiteren Montage fiel mir auf, das die Kabel kürzer sind als noch bei meinem Bausatz. Außerdem ist, für mich unverständlich, ca. 10 cm nach dem BUS-Controller (der in der Nähe des Lenkers montiert wird) mit einem dicken, wasserdichten Stecker eine Trennungsmöglichkeit eingebaut:

Stecker am Lenkercontroller

Das ist aus zwei Gründen meiner Meinung nach unpraktisch:

Zum ersten ist eine Trennung via Stecker am Controller möglich, der wie zuvor an meinem Giant-Umbau in einer Rahmentasche Platz findet.

Zum zweiten stört die sehr dicke Steckverbindung den Versuch, die Kabelführung möglichst unauffällig zu gestalten. Auf Grund der Anzahl der nötigen Kabelverbindungen und meiner beschränkten Lötfähigkeiten werde ich den Stecker nicht entfernen und die Kabel zusammenlöten. Mal sehen, wie ich das löse.

Die Bedienung über die abgesetzt montierten Taster ist problemlos und einfach. Das fertig umgebaute Rad führte bei der Besitzerin zu einem breiten Dauergrinsen:    🙂

Das “Elektrik-Trek”

Auf Grund des miesen Wetters war eine ausgedehnte Probefahrt leider nicht möglich. Auf dem kurzen ersten Test scheint der Motor erheblich mehr anzuschieben als der in meinem Centurion. Bei maximaler Unterstützung (Stufe 5) ist das Rad auf sehr kurzer Strecke auf 25 km/h beschleunigt und auch am Berg ist die Unterstützung prima.

Ich bin gespannt auf eine ausgedehntere Vergleichsfahrt der beiden Räder.

Gruß

Alex

Voilá: Ein Pedelec-Fully – oder Fully-Pedelec? ;-)

Centurion nach dem Umbau von rechts

Nachdem der Motor von der 28er-Rigida-Felge in eine 26er-Rigida-Felge umgespeicht worden war (Kosten für Felge, Speichen & Arbeit: 80,80€) konnte ich letztes Wochenende mit den Umbaumaßnahmen beginnen.

Durch die Erfahrungen der ersten Umrüstung ging nun einiges etwas flinker von der Hand. Alles in allem war ich rund 3 Stunden beschäftigt.

Da am Centurion eine Hollowtech-Kurbel verbaut ist, konnte ich die beim Umbausatz mitgelieferte Magnetscheibe nicht verbauen. Beim Shop von „Elektrofahrrad-Einfach.de“ wurde ich jedoch fündig und habe mir vier kleine Magnete bestellt, die ich in die Kurbel  eingelassen habe.

Magnete in der Kurbelgarnitur

Die Kraftzwerge halten dort sehr fest, trotzdem überlege ich, sie vielleicht doch, z.B. mit Heißkleber oder Schraubensicherungslack zu fixieren. Mal sehen.

Den Trittsensor musste ich deshalb auch auf andere Weise befestigen. Letztendlich habe ich ihn mit Heißkleber am Tretlager verklebt.

Trittsensor

Das sieht, zugegebenermaßen, sehr rustikal aus, denn die Stelle ist extrem schlecht zu erreichen, wenn man die Kurbel nicht abbaut. Mal sehen, vielleicht bessere ich hier noch einmal nach.

Die beim Umbausatz mitgelieferten Bremsgriffe mit den Microschlaltern, die den Motor beim Bremsen abschalten, konnte ich nicht verbauen, da das Centurion hydraulischen Bremsscheiben hat. Allerdings schaltet der Motor sehr rasch ab, wenn man zu Treten aufhört (ich habe mal irgenwo was von 0,5 sek. gelesen) und das sollte allemal reichen.

Den Regler konnte ich in einer passenden Tasche unter dem Sattel unterbringen.

Regler in Tasche hinter Sattel

Zum Glück, denn für die Rahmentasche, die ich beim Giant benutzt habe, wäre am Centurion kein Platz mehr gewesen.

Wie man sieht, wird der Motor von links durch die Scheibenbremse völlig verdeckt,

Hinterrad von links

rechts gibt sich der Zahnkranz alle Mühe, den Motor nicht in Erscheinung treten zu lassen. Natürlich ist der Bafang von schräg hinten gut zu sehen,

Hinterrad von schräg hinten

und außerdem deutet die silberne „Thermosflasche“ am Rahmen schon recht deutlich darauf hin, das hier kein „normales“ Rad unterwegs ist. 🙂

Trotz allem ist es aber recht unauffällig, wie ich finde.

Bei einer ersten Probefahrt hatte ich den Eindruck, das der 28er-Motor in der 26er-Felge tatsächlich bergauf mehr drückt. Dagegen konnte ich auf einer kurze Strecke in der Ebene keinen signifikanten Unterschied feststellen. Aber das muss ich noch verifizieren.

Und die Gelegenheit dazu werde ich bald haben, denn eine Freundin bat mich, ihr Mountainbike (ein Trek6000)  zu elektrifizieren. Und dort wird ein 26er-Bafang seine Arbeit verrichten…

Den Umbausatz habe ich am Sonntag bestellt, mal sehen, wann er da ist.

Gruß

Alex