Ein bisschen Tuning…

Da am Centurion ein Shimano Hollowtech-Tretlager verbaut ist, konnte ich die im Bausatz enthaltene Magnetscheibe nicht verwenden und habe vier kleine Magnete verbaut (näheres hier).

In der Magnetscheibe sind sechs Magnete verbaut, also zwei mehr. Das führt dazu, dass zm einen die Unterstützung später einsetzt (was eigentlich nur im direkten Vergleich auffällt) und zum anderen die Unterstützung mit höherer Kadenz stärker wird.

Ein Blick ins Elfei- und ins Pedelec-Forum zeigt, das es nicht nur mir so geht. Natürlich ist das Problem nicht existentiell aber trotzdem…

Die Lösung ist eingentlich ganz einfach: Es müssen zwei Magnete mehr Dienst verrichten. Zunächst wollte ich noch zwei der Kraftzwerge am Kettenblatt unterbringen. Jedoch: Die ersten vier sind in den Nieten des Kettenblatts „versenkt“, die beiden weiteren müssten auf das Ketteblatt aber dazu sind sie zu lang: bei der Kurbeldrehung kollidierten sie mit dem Tretsensor. So geht`s also nicht.

Aber ich habe ja noch die Magnetscheibe und die dort verbauten Magnete sind erheblich dünner als die nachgekauften. 🙂

Der erste Versuch, einen der Magnete „mal eben so“ aus seiner Kunststoffumhüllung herauszudrücken scheiterte kläglich. Ich musste also doch zur finalen Sägelösung greifen: Zwei senkrecht vom Scheibenrand zum Magneten angebrachte Schnitte sorgten dafür, dass ein kleines Stück Kunststoff herausgebrochen werden kann und voilà: Der Magnet konnte herausgelöst werden. Das ganze nochmal und schon hatte ich meine zwei benötigten Magnete.

Die beiden habe ich dann an zwei beliebige Stellen zwischen die anderen Magnete platziert. Jetzt waren es zwar wieder sechs Stück, aber nicht gleichmäßig verteilt. Würde das irgendwelche Auswirkungen haben?

Die erste Probefahrt beseitigt diese Bedenken aber sehr schnell: Das Ansprechen ist wieder wie gehabt, und die Unterstüzung erfolgt gleichmäßig, unabhängig von der Kadenz. Prima!

Ob die Zusatzmagnete genauso gut auf dem Kettenblatt haften wie die nachgekauften (die ja immerhin etwas geschützt in den Nietlöchern sitzen) oder ob die Zentrifugal- letztlich doch stärker als die Magetkraft ist, werden die nächsten Fahrten zeigen. Sollte sich einer oder gar beide Magnete „verabschieden“ habe ich ja noch vier weitere aus der Magnetscheibe in Reserve, die dann mit Kleber fixiert werden.

Neuer Akku: Erster Reichweitentest bestanden!

Am mutmaßlich bisher heissesten Tag dieses Sommers habe ich bei Temperaturen um ca. 35 Grad beschlossen, den neuen Akku einem ersten Reichweitentest zu unterziehen.

Dazu habe ich einfach meinen normalen „nach-Hause-Weg“ von etwa 25 km auf gut 47 km verlängert. Mit den 25 km ins Büro von heute morgen, kamen heute insgesamt 72 km Strecke zusammen. Das meiste davon verlief auf ebenem Gelände, allerdings war auch die eine oder andere kräftigere, kurze Steigung und gegen Ende auch eine lange, steile Strecke (geschätzt 8% einen ruppigen Feldweg hinauf) dabei.

Auf ca. 24 km des Wegs fuhr ich in der 2ten von 3 Unterstützungsstufen, den Rest in der 3ten Stufe, wie immer ohne „pseudopedalieren“ (schließlich will ich ja auch meine Form verbessern), der Schnitt betrug auf der gesamten Strecke 22,65 km/h.

Am Ende des Tages war der Akku noch zu Hälfte gefüllt. Das Display am Lenker zeigte auf der letzten Steigung zwar nur noch eine LED, zeitweise blinkte diese sogar. Das gab sich aber, sobald die Steigung bezwungen war. Auf der folgenden Strecke hatte ich noch nicht den Eindruck, dass die Unterstützung vom Motor nachlassen würde.

Mit dem Ergebnis bin ich vollauf zufrieden!

Auch wenn ich einen Teil der Strecke nur mit 2/3 der möglichen Unterstützung gefahren bin, bestätigt das Ergebnis meine Einschätzung von der Saarland-Tour mit dem Stromer, dass ein Pedelec mit diesem Antrieb auch grundsätzlich reisetauglich ist.

Go Pedelec! Handbuch von ExtraEnergy

Der ExtraEnergy e.V.  hat sich die Verbreitung und nachhaltige Entwicklung von Pedelecs auf die Fahnen geschrieben.

Seit einiger Zeit schon verfolge ich mit Interesse die sehr ausführlichen Tests diverser Pedelecs und E-Bikes.

Der Verein hat jetzt ein Handbuch zum Thema Pedelec mit vielen Praxistipps und Informationen rund um elektrounterstützte Zweiräder veröffentlicht:

http://extraenergy.org/main.php?language=de&category=information&subcateg=&id=27585

 

Das interessante Handbuch kann, ebenso wie die Pedelec- und E-Bike-Tests, kostenlos heruntergeladen werden.

Ein Ampelsprint, mal anders ;-)

Auf dem Weg vom Büro nach Hause habe ich heute einen Ampelsprint der etwas anderen Art erlebt.

Der Ort: Radweg rechts bzw. links einer langen Steigungstrecke (ca. 6%).

Die Kontrahenten:
Auf der rechten Seite: Ich mit kurzen Hosen, Helm & meinem Centurio(n)-Pedelec mit Elfei-Hinterrad-Umbau, bereift mit schmalen Schwalbe Marathon Plus, hinten rechts mit Arbeitstasche am Gepäckträger. Offensichtlich auf dem Weg vom Büro nach Hause.

Auf der linken Seite: Ein älterer Herr, ca. 70 Jahre alt, lange Hose, langes Hemd und Baskenmütze, auf einem KTM Macina-Montainbike mit Bosch-Motor, offenbar mit Schwalbe Big-Apple bereift. Längs am Oberrohr ein mit Kordeln befestigter Rechen, auf dem Gepäckträger ein Korb mit weiteren Gartenuntensilien. Offensichtlich auf dem Weg zum Garten.

Beide Ampeln werden grün.

Dank meiner Anfahrhilfe erwische ich den besseren Start, nach wenigen Metern habe ich bereits meine ideale Kadenz erreicht, ich unterstütze den Motor ordentlich und wir sausen mit Unterstützungsstufe drei und 18 km/h den Berg hinauf. Ich will dem Herrn auf der anderen Seite scherzhaft zurufen, das ein Pedelec doch eine prima Sache sei.

Allerdings bleiben mir beim Blick nach links die Worte im Halse stecken: Der ältere Herr zieht auf der anderen Seite der Straße pfeifend und völlig enstpannt mit etwa der Hälfte meiner Drehzahl langsam aber unwiederstehlich an mir vorbei! Bis zur nächsten Ampel hat er meinen ursprünglichen Vorsprung pulverisiert und seinerseits rd. 20 Meter Vorprung herausgefahren! Und das alles ohne den leisesten Anschein von Anstrengung!

Ich  bin baff! Jetzt sind 250 Watt nun mal 250 Watt, es kann dann doch eigentlich nur am Drehmoment liegen, oder?

Den Rest des Weges (mein „Gegner“ ist schon abgebogen) frage ich mich, wieviel Drehmoment mein Bafang leistet und wieviel der Bosch. Vielleicht kann man das ja irgendwie ausrechnen…

Eines scheint mir jedoch offensichtlich: Das der Bosch-Antrieb einige Euro mehr kostet, ist berechtigt.

Mal sehen, ob ich den mal irgendwo testen kann…

Der Pedelec-Spass geht weiter – Dank an Elfei!

Nachdem der Akku ja nur noch zur Hälfte geladen wurde, habe ich mal bei Elfei angefragt, woran das liegen könnte.

Da eine Ferndiagnose in so einem Fall natürlich fast unmöglich ist, hat man mir angeboten, den Akku mal zur Überprüfung einzuschicken. Natürlich nicht ohne den berechtigten Hinweis, das für Akkus nur 12 Monate Gewährleistung gelten, da sie als Verbrauchsmaterial angesehen werden. Und natürlich ist mein Akku gerade 15 Monate alt…

Ohne große Hoffnungen habe ich also meinen Akku gut verpackt per Post auf den Weg nach Fürth geschickt und mich innerlich darauf vorbereitet, dass die Pedelec-Kostenbilanz durch den Neukauf eines Akkus um rd. 350 € getrübt wird.

Vier Tage später finde ich zwei Mails von Elfei in meinem Posteingang.

Inhalt der ersten Mail: Der Akku ist eingetroffen.

Inhalt der zweiten Mail: Man wird mir kostenlosen Ersatz zusenden, das gehe aber erst in der 27.KW, da dann erst die nächste Akku-Lieferung ankomme.

Die zweite Mail muss ich tatsächlich zweimal lesen, dann damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet! Und ich meine natürlich nicht die Lieferung erst ab der 27. KW! 🙂

Eine Nachfrage per Mail ergibt, das am alten Akku vermutlich ein Fehler an der Platine des Batterie-Management-Systems  vorlag.

Der Pedelec-Spaß kann jetzt also ohne Belastung meiner Kostenbilanz weitergehen Dank einer (unerwartet) kulanten Lösung seitens Elfei für mein Akku-Problem.

An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön nach Fürth!