Gedanken zum Thema „Ladeinfrastruktur“

Vor kurzem war ich in Wien. Die Radinfrastruktur dort hat mich sehr beeindruckt. Aber auch an die Pedelecfahrer wird gedacht. So habe ich z.B. in Klosterneuburg an den Fahrradparkplätzen am Stift diese Stromtankstelle entdeckt:

Stromtankstelle in Klosterneuburg
Stromtankstelle in Klosterneuburg

Die „Tanke“ verfügt über eine abschließbare Klappe hinter der Akku und/oder  Ladegerät geschützt aufbewahrt werden. Pedelecs, deren Akku nicht entnommen werden kann, können direkt an der Tankstelle angeschlossen, das Ladegerät hinter der abschließbaren Klappe platziert und das Ladekabel durch eine Öffnung zum Rad geführt werden.

Klappe der Stromtankstelle
Detailaufnahme der Stromtankstelle

Aber das Hauptproblem bleibt auch hier m.E. bestehen: Die Dauer des Ladevorgangs übersteigt bei weitem die Zeit, die ich für einen Kaffee oder auch zwei oder eine Besichtigung benötige.

Ich fahre meist Strecken um 50 km und dafür reicht meine Akkukapazität aus. Bei längeren Strecken (z.B. bin ich mal rund ums Saarland gefahren) setze ich den Motor möglichst sparsam ein und habe das Ladegerät dabei, um abends wieder Strom zu tanken. Insofern ist eine besondere Ladeinfrastruktur für mich verzichtbar.

Zumal die Schaffung der Infrastruktur erst einmal die Schaffung eines einheitlichen Ladesystems (einheitliche Stecker, Spannungsversorgung, Ladegerät, Ladeüberwachung) voraussetzt, was alle Beteiligten mit enormen Kosten belastet.

Die Probleme damit beschreibt der Verein ExtraEnergy e.V. (der sich um die Verbreitung und Akzeptanz von Pedelecs kümmert) hier ganz gut: Klick!

Gruß

Alex

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Vielleicht machen ZWEI Schwalben endlich einen Sommer…? ;-)

Heute habe ich am Centurion nach rd. 125 km die montierten Big Apple, gegen Schwalbe Marathon Plus im Format 26×1,75 getauscht.

Hauptsächlich deshalb, weil die an meinem Reiserad „Laubfrosch“ montierten Continental TourRide nach 3.119 km Risse in der Lauffläche hatten.

Seit der Montage der BigApple am Centurion hatte sich die Federgabel ständig über mangelnde Beschäftigung beschwert. Außerdem erschien das Handling etwas träger und ich musste größere Bögen als noch mit den SpeedKing fahren. Beides ist möglicherweise ein Ergebnis der höheren Kreiselkräfte (verursacht durch die doch recht schweren BigApple) im Vergleich zum SpeedKing.

Der Laubfrosch hat keinen Hinterradfederung und muss auf Reisen viel Gepäck tragen, also habe ich die ursprünglich für mein Reiserad vorgesehenen Schwalbe Marathon Plus an meinen Stromer und dessen BigApple auf den Laubfrosch montiert.

Wenn eine Schwalbe keinen Sommer macht, vielleicht machen jetzt die zwei Schwalben am Stromer endlich einen Sommer… 😉

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