Gestatten: Mein Name ist „Orca“…

Wie im Blogbeitrag von letzter Woche angekündigt stelle ich heute den Neuzugang im Radkeller vor.

Kurz nach dem Rahmenbruch der Leitra ergab sich eine günstige Gelegenheit an einen praktisch noch neuwertigen „Orca“ zu kommen: 🙂

Orca von der Seite
Orca von der Seite
Orca von vorne
Orca von vorne

Der Orca wird von Flevobike Technology im niederländischen Dronten hergestellt und von Flevelo in Lübeck in Deutschland vertrieben.  Anders als die Leitra, an deren Gitterrohrahmen die Verkleidungsteile angehängt werden, verfügt der Orca über eine selbsttragende Karosserie aus einem GFK-Polypropylen-Mix. Das Fahrwerk ist vollgefederten (McPherson-Federbeine) und der Antrieb komplett gekapselt, was, zusammen mit der 14-Gang-Rohloff-Nabe, die Wartung erheblich vermindern sollte. 🙂

Das nach oben geklappte Verkleidungsteil gibt den Einstieg und den Blick ins Innere des Orca frei:

Blick ins Innere
Blick ins Innere

Die Steuerung erfolgt über die sog. Panzerlenkung, auf den Griffen sind griffgünstig die Schalter für Blinker, Lichthupe und Hupe angeordnet, geschaltet wird am linken Hebel. Auf dem vorderen rechten Radkasten sitzt der Akku (6.6AH) zur Versorgung von Licht, Blinkern und Hupe.

Auf der Konsole auf der rechten Seite findet sich ein Schlüsselschalter für die Elektrik, eine Sicherung und eine USB-Schnittstelle (!), über die das Laden externer Geräte (z.B. Navi) möglich ist…

Konsole rechts
Konsole rechts

…die Konsole auf der linke Seite beherbergt die Schalter für Fahrt- und Fernlicht (!), sowie die LED-Kontrollanzeigen für Blinker links und rechts, außerdem gibt es noch eine akustische Blinkeranzeige.

Konsole links
Konsole links

Eine Besonderheit stellt der Pedelec-Antrieb dar: Der Motor ist direkt an die Rohloff-Nabe angebracht, wodurch der Antrieb die komplette Bandbreite der Schaltung mit nutzt.

Blick auf Motor und Akku
Blick auf Motor und Akku

Dabei erfolgt die Kraftbertragung nur über die relativ kurze Kette zwischen der Rohloff-Nabe und dem Endantrieb, was die Lebensdauer der Primärkette erheblich schont. Die Stromversorgung des Antriebs erfolgt über einen LiFePo4-Akku mit 507 Wh, meine bisher größte erziehlte Reichweite in der kleinsten von drei Unterstützungsstufen betrug respektable 108 km. Die Ladenzeit bei vollständig geleertem Akku beträgt mit dem mitglieferten Ladegerät nur ca. 1,5h, wobei der Lüfter des Ladegerätes ordentlich pustet.

Der Antrieb wird über ein Bedienteil mit integriertem Fahrradcomputer gesteuert, das griff- und blickgünstig unterhalb des „Süllrands“ montiert ist.

orca_bedienteil_motor
Blick ins „Cockpit“

Die Verarbeitungsqualität und Materialanmutung ist insgesamt auf einem fast schon automobilen Niveau.

So, das war es für heute erst einmal…

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Blog-Untertitel umbenannt: Zuwachs im Radkeller :-)

In letzter Zeit ist es etwas still geworden auf diesem Blog, 🙁 das wird sich in der nächsten Zeit aber ändern, denn seit dem Rahmenbruch der Leitra gab es Zuwachs im Radkeller. 🙂

Deshalb habe ich den Untertitel des Blog von „Meine (Langzeit-)Erfahrungen mit Pedelec-Umbauten“ in „Meine (Langzeit-)Erfahrungen mit Pedelecs“ geändert.

Es muss sich also um ein „Fertigpedelec“ handeln, aber um welches genau? Die Auflösung erfolgt nächste Woche… 🙂

Diese Woche soll es nochmal um die Leitra gehen: So wie es aussieht, werde ich die Leitra, bzw. nur deren Hauptrahmen, nach Dänemark zum Hersteller schicken. Der Konstrukteur Carl Georg Rasmussen ist zuversichtlich, das er den Rahmen haltbar reparieren kann.  🙂  Bevor das aber passieren kann, muss ich die Leitra soweit es geht zerlegen. Vor allem um meinen selbstgezogenen „Kabelbaum“ ist das schade. Wer weiß ob ich den nochmal so hinbekomme…

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