Mit dem Rad ins Büro, was bringt das eigentlich?

 

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Ja, was bringt denn das Radeln ins Büro?

Nun, zunächst einmal fühle ich mich besser, ich komme nach rd. 25 km Radfahren einfach entspannter im Büro oder zu Hause an.

Jetzt ist es aber recht schwierig, „Entspannung“ in Zahlen auszudrücken, man muss es einfach erleben. In Zahlen ausdrücken kann man aber z.B. das Körpergewicht. Und das hat sich in den letzten 10 Wochen bei mir um 6,5 kg reduziert ohne dass ich meine Ernährung umgestellt hätte! Das ist doch schon mal was, oder?

Aber über den reinen persönlichen Effekt hinaus bringt das Radeln noch etwas, jedoch muss ich dazu ein wenig ausholen:

Vor kurzem hat REWE einen Aktionstag veranstaltet:
Für jeden Kunden, der mit dem Rad in den Laden kam, wurde ein Baum gepflanzt. Natürlich nicht vom Marktleiter persönlich, sondern in Zusammenarbeit mit der Initiative „Plant-for-the-Planet“, die 2007 auf Initiative des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet wurde. Seit dem hat die Organisation in 193 Ländern übrigens bisher über 12,9 Milliarden Bäume gepflanzt!

Jeder radelnde REWE-Kunde konnte sich später eine Urkunde aus dem Web laden. So weiß ich nun, das „mein“ Baum in Campeche (Mexiko) stehen wird: 🙂

baumurkunde
„Mein“ Baum wird in Campeche stehen 🙂

OK, und was hat das jetzt mit dem Radfahren ins Büro zu tun?

Ganz einfach:

Wenn ich mit meinem Auto ins Büro fahre, erzeuge ich auf 50 km Wegstrecke ca. 9,7 kg CO2. Das ist jetzt erst einmal nur eine Zahl.

Wenn man aber berücksichtigt, das ein Baum etwa 10 kg CO2 pro Jahr (!!) aufnimmt (Quelle: plant-for-the-planet.org) , sehen diese 9,7 kg CO2 pro Fahrt schon ganz anders aus:
Rein rechnerisch müsste ich dann, um meinen CO2-Ausstoß für die Fahrten mit dem Wagen ins Büro auszugleichen, also praktisch jeden Tag einen Baum pflanzen!

Alleine durch meine Fahrten mit dem Rad bzw. Velomobil ins Büro habe ich in den letzten Wochen der Umwelt hingegen etwa 369 kg CO2 erspart! 🙂 Das ist ziemlich beeindruckend, oder?

Da ich meinen Pedelec-Akku mit zertifiziertem (CO2-neutralem) Ökostrom fülle, fällt die Tatsache, dass ich mit einem Pedelec pendele, nicht negativ ins Gewicht.

 

Fazit:
Das Pendeln mit dem Rad ins Büro bringt also sowohl mir selbst, als auch der Umwelt so einiges!

Übrigens: Eine besonders leckere Art, die beim Radeln verbrauchte Energie wieder aufzufüllen, ist „Die gute Schokolade“: Von jeder verkauften Tafel gehen 20 Cent an „Plant-for-the-Planet“, für 5 verkaufte Tafeln wird ein Baum gepflanzt. Ist das nicht eine leckere, großartige Idee? 🙂

 

English version:

What`s commuting with the bike good for?

At first I feel better and arrive more relaxed at work or at home instead of commuting by car. Well you can`t measure relaxation, you have to feel it. But you can measure weight:  In the last 10 weeks I lost 6,5 kg, without changing my diet!

But there`s even more what using the bike for commuting is good for:

Some days ago the german supermarket REWE started an event: For every customer, who drove to the market by bicycle, they planted a tree. In fact all these trees weren`t planted by the manager, but by „Plant-for-the-Planet“, an organisation foundet in 2007 by the initiative of the (at this time) 9 year old Felix Finkbeiner. Since 2007 „Plant-for-the-Planet“ planted more than 12,9 billion trees!

Because of a certificate, which I downloaded from the internet, I know, that „my“ tree will grow in Camepche/Mexico: 🙂

baumurkunde
„My “ tree will grow in Campeche/Mexico 🙂

Ok, but what`s about commuting by bike/velomobile? It`s simple, just look:

Every day I’m commuting by car, I produce approx. 9,7 kg of CO2.

A tree will reabsorb approx. 10 kg of CO2 every year (origin: plant-for-the-planet.org).

This means, that I have to plant every day 1 tree just for keeping my car-commuting CO2-neutral!

Commuting by bike/velomobile, I saved approx. 369 kg CO2 in the last weeks for the environment! 🙂 Isn`t that amazing impressive?

As I use CO2-neutral electricity to charge the battery of the pedelec this calculation works even for me.

Result:
Commuting using the bicycle instead of the car is good for both, health and environment!

By the way: There`s a delicious way to fill up the calories burned by cycling: The „good chocolate“! From every sold bar 20 cent are payed to „Plant-for-the-Planet“ and for every 5 sold bars a tree will be planted. Isnt`t that a tasty great idea?

 

Daumen hoch für die Stadtwerke Mainz!

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Meist liest und hört man über Stadtwerke, egal in welcher Stadt, wenig Gutes.

Deshalb breche ich hier einmal für die Stadtwerke Mainz zwei Lanzen, eine für das Umwelt- und eine für das Grünamt!

Warum?

Am 20.08.14 bin ich um kurz vor 8 Uhr mit dem Orca auf dem Weg ins Büro. Mitten auf einem Gefällestück, wo ich es sonst prima laufen lassen kann, bietet sich mir dieser Anblick:

Bauschutt auf dem Radweg
Bauschutt auf dem Radweg

Da hat doch tatsächlich einer seinen Bauschutt scheinbar einfach so entsorgt! Gut, dass noch genügend Platz ist, so kann ich einfach drumherum kurven.

Ein freundliches Telefonat und eine Mail meinerseits mit dem Foto und den Geo-Koordinaten später, und das Umweltamt der Stadt Mainz kümmerte sich drum.
Und das tat das Amt auch: Mittags ist der Schutt fast spurlos verschwunden! 🙂 Ich hoffe nur, dass der Übeltäter ermittelt werden kann!

Heute, am 27.08.14, auch wieder auf dem Weg ins Büro, kann ich nicht mehr weiter:

Baum über Radweg
Kein Durchkommen: Baum über Radweg

Die Nacht zuvor hat es, wie die letzten Tage auch, stark geregnet, deshalb kann (und will) ich den Baum nicht über den angrenzenden Acker umgehen und muss deshalb zurück und über die Landstrasse fahren. 🙁

Aber auch hier: Ein ebenso freundliches Telefonat und eine Mail mit Bild und Geo-Koordinaten später, und das Grünamt der Stadt Mainz nimmt sich der Sache an. Knapp zwei Stunden später erhalten ich die Info, dass der Baum vom Weg weggeräumt ist, prima!

An dieser Stelle ein dickes Lob an alle mit den Arbeiten betrauten MitarbeiterInnen von Umwelt- und Grünamt der Stadtwerke Mainz!

Link zu www.velovideo.de

 

 

English version:

Mostly you don`t here much good things of the municipal utilities, regardless of which city.

Because of that I`ve got to take up two cudgels for the municipal utilities of the city of Mainz. Why?

20.08.14: Cummuting to work I found some demolition waste upon the cycle path!

Bauschutt auf dem RadwegLuckily there was some space to drive round it. A friendly telephone call and a email (with photo an GPS-data) later the environment department of the city of Mainz took care of the waste! And commuting home in the evening I found nothing but some lite dust of it! 🙂

27.08.14: The night was rainy and stormy, and in the morning, commuting with the velomobile to work, I found the cycle-path beeing blocked by a tree!

Baum über RadwegNo chance to drive round it, because of the muddy field, I had to drive back and use the road. 🙁 Again, a friendliy telephone call an email later the department for plants attended to the tree, and about two hours later I received a note, that the cycle path is cleared! 🙂

A big acclamation to all, who where engaged with these two events!

 

Geschafft: 3.000 km mit dem Velomobil Orca!

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Nachdem ich am 27.06.2014 die 1.000 km-Marke passiert habe,

orca_1000km_2
1.000 km mit dem Orca (27.06.2014)

fiel heute, fast auf den Tag zwei Monate später, die 3.000er-Marke! 🙂

Ganz ehrlich, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, und auch auf den Orca!

Für diese Laufleistung bin ich u.a. 36 mal ins Büro gependelt, habe  Testfahrten für meine Velomobilreise ab- solviert und bin den Mainradweg von Bayreuth bis Mainz gefahren. Dazu addieren sich dann noch ein paar kurze Fahrten (z.B. zum Bäcker).

Bis auf zwei Reifenplatzer und drei weniger spektakuläre Platten (oh, davon habe ich ja noch gar nichts geschrieben, das hole ich noch nach, versprochen!) hat mich der Orca von Flevobike bisher,auch bei (teilweise starkem) Regenwetter, nicht im Stich gelassen.

3.000 km mit dem Orca (26.08.2014)
3.000 km mit dem Orca (26.08.2014)

Und den Pedelec-Antrieb möchte ich nicht missen! Gerade gestern, als es irgendwie nicht so gut lief, sorgte er dafür, dass ich auf dem Heimweg nur 5 Minuten langsamer war als sonst. Ich vermute, bei besserem Training wird die zeitliche Differenz zukünftig aber doch zunehmen. 🙂

Mal sehen, wie lange ich bis zur 5.000 km-Marke brauche 🙂

Link zu www.velovideo.de

 

 

English version:

After passing the 1.000 km-mark at 27.06.2014, today 3.000 km`s are done! 🙂

To tell the truth, I´m a bit proud of me and the velomobile Orca!

It needed 36 times commuting to work, two test-drives as a training to my velomobile-tour and finally the tour from Bayreuth to Mainz via the Main-Cycle-Path to reach that goal. Oh, well, several little errands (like to the baker`s shop), too.

Except in total five flat tires (oh, I didn`t mention that earlier, I`ll write about that, I promise!) the Orca didn`t deserted me, even if the weather was bad.

Surely I won`t miss the pedal-assist-system (PAS)! When the daily fitness won`t allow to ride fast (as happend yesterday…), the PAS assures that I need only 5 minutes longer for the way back home. I assume, beeing better trained, the difference will be more evident in the future. 🙂

Let`s see, how long it will take to reach 5.000 km 🙂

Geht ein Velomobil auf Reisen, Teil 2: Fotos

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Auf vielfachen Wunsch habe ich mal die Bilder der Velomobil-Reise entlang des Mainradwegs durchgeschaut und hier die besten zusammengestellt.

Lehnt euch einfach entspannt zurück, die Diashow (Dauer ca. 14min) startet automatisch. Viel Spaß!

 

English version:

Today I`ve got some pictures of my tour with the velomobile on the Main-Cylce-Path for you. Just lean back and relax, the slideshow (lenght: approx. 14min) will start automatically. Have fun!

 

Link zu www.velovideo.de

I`m driving in the rain…

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Am Mittwoch letzter Woche war es soweit: Morgens war noch schönes Wetter und Mittags begann es zunächst nur regnen um dann, als ich nach Hause fahren wollte, zu schütten wie aus Eimern. 🙁

Der Orca stand zu dem Zeitpunkt schon mehrere Stunden im teilweise heftigen Regen, wovon zwei kleine Pfützen rechts und links des Sitzes zeugten. Diese waren das Ergebnis des Regens, der sich auf den Seiten durch die Öffnung zwischen Dach und Karosserie „geschummelt“ hatte. Die Pfützen waren jedoch nicht weiter schlimm. Die Herausforderung bestand vielmehr darin, halbwegs trocken in den Orca einzusteigen und ihn dabei nicht durch die hochgeschwenkte Einstiegsluke vollaufen zu lassen. Für diese Übung gibt es noch Verbessungspotential, denn mit geöffnetem Regenschirm gelingt sie nicht ganz so gut. 😉

Als ich schließlich drin saß und die Klappe geschlossen hatte, tropfte es mir leicht auf die Brust. 🙁 Die Ursache dafür war schnell gefunden: An den Verbindungen zwischen Dachgewebe und Kunststoffscheibe drückt sich Wasser durch.

versatile_dach
Rund um die markierte Stelle sickert Wasser durch

Und eine dieser Verbindungen ist halt direkt in der Mitte über meiner Brust. 🙁 Da muss ich also mal nach einer Lösung suchen. Die erste Idee geht in Richtung Nahtdichter für Zelte…

Dem Wetter dagegen schien es überhaupt nicht zu passen, dass ich recht unbeeindruckt blieb und einfach wie gewohnt losradelte: Kurz nachdem ich losfuhr begann es dermaßen stark zu regnen, dass ich durch die Kunststoffscheibe nichts mehr sehen konnte. 🙁 Beim Versuch, zwischen Scheibe und Karosserie durchzuschauen, wurde meine Brille nass und beschlug fast augenblicklich. 🙁 Also erstmal rechts ranfahren…

Nach ein paar Momenten fuhr ich dann weiter, diesmal aber so, dass ich den Pedelec-Antrieb immer schön am laufen und meinen Puls (und damit meine körperliche Anstregnung) relativ niedrig hielt. Das Ergebnis: Kein Beschlagen der Brille mehr. 🙂 Ein etwas unerwarteter Vorteil des Pedelec-Antriebs. 🙂

So kam ich zwar etwas langsamer (4 Minuten reine Fahrtzeit mehr) als sonst, aber dafür sicher und erheblich trockener als alle anderen Radler, die ich unterwegs sah, zu Hause an.

Fazit:
Der Orca taugt auch für Regenfahrten. Der Wetterschutz ist zwar im Kopfbereich nicht so gut wie in der Leitra (deren Haube ja komplett geschlossen ist) und man muss daher mit Tropfen leben, die den Weg zwischen Dach und Karrosserie hindurch ins Innere finden.

Dafür kann man mit dem Orca, dessen Boden ja, bis auf die Fußlöcher, geschlossen ist, paktisch unbeeindruckt durch Pfützen fahren. 🙂

Bei beiden Velomobilen bleibt man erheblich trockener als jeder Radfahrer und braucht keine besondere Regenkleidung.

Die größte Herausforderung besteht darin, beim Ein- bzw. Aussteigen halbwegs trocken zu bleiben. Aber das ist bei PKW ja das Gleiche 🙂

Externer Link zu www.velovideo.de

 

 

English version:

Finalley it happend last wednesday: In the morning the weaher was beautiful, but at noon it began to rain. At first only light, later, when I wanted to go home, more heavy. 🙁

The Orca was at that time already standing several hours in the rain, of which two small puddles left and right of the seat testified. These were the result of the rain that had found it`s way on the sides through the opening between the roof and body. The puddles were not the problem. The challenge, rather, was to enter the Orca dry and not to leave him filled up with rain. In fact I was not that succesful as I hoped, because while entering I tried to cover myself with an umbrella…

Sitting in the velomobile I noticed was some dripping on my chest: The reason was water which found a way to enter round the mountings of the „window“ in the versatile-roof:

versatile_dach
Water drops from the mountings

These are only drops, but nevertheless I´m going to find a solution for this.

Shortly after I drove off it started to rain so strong that I could not see through the plastic window any more :-( So I tried to watch the street through the opening between the window and the body of the Orca. Because of that my glasses got wet and fogged up almost immediately… I had to stop and after a while my glasses became clear again. So I tried to let the pedal-assist do it`s work for the rest of the commuting back home, to prevent my glasses to get foggy again. As a result I was not that fast as in dry weather-conditions but came home much dryer that the other bicyclists 🙂

 

Conclusion:
The Orca`s good for rainy weather, too. The head is not that good covered as driving the Leitra (wich has a complete closed fairing) and you have to face some drops finding the way inside.

But because of the Orca`s nearly closed floor it`s possible to drive fast (and dry) through puddles 🙂

Driving in the rain with both, Orca or Leitra, you`ll get home dryer than every other bicyclist.

The challenge is to get in and out of the velomobile without getting too wet. But that`s the same with car`s 🙂

 

 

Es werde (und bleibe!) Licht…

Dank aktueller Rechtslage in Deutschland darf an einem Fahrrad das Licht jetzt auch über einen Akku (statt wie vorher nur über einen Dynamo) betrieben werden.

Die „Bordstromversorgung“ beim Orca besteht aus einem 12 V Li-Ion-Akku mit 6,6 AH, der die beiden Frontlampen, die Heckleuchte, die Blinker und das „Signalzwitschern“ mit Strom versorgt. Der Akku selbst besitzt eine Kapazitätsanzeige mit 5 LED, die nach Drücken eines Tasters die noch verbliebene Restladung anzeigt.

Alles gut und schön, nur: Wie lange hält denn nun der Akku?

Ich fahre, wegen der Signalwirkung, auch bei Tag mit Licht. Allerdings habe ich nur eine Lampe an, die zweite nutze ich, etwas höher gestellt, als Fernlicht. Daraus (und mit den genauen technischen Daten der Lampen) könnte man, mit ein wenig Hirnschmalz, grundsätzlich die theoretische „Laufzeit“ einer Akkuladung berechnen.

Aber: Wieviel Strom ziehen Blinker und ab und an der „Signalzwitscherer“ ?

Auf der der Mainradweg-Tour habe ich mich mit der Frage einfach mal experimentell beschäftigt 🙂

Das Ergebnis: Nach etwas mehr als 30 Betriebsstunden ist der Akku leer.

Ungünstig daran ist zweierlei:

1. Etwa 6h bevor der Akku leer war, zeigte die Kapazitätzanzeige noch 3 von 5 LED an 🙁 und

2. Eine komplette Ladung dieses Akkus dauert rd. 8h.

Auf der anderen Seite entsprechen, bei meinem Einsatz des Orca, 30 Betriebsstunden etwa 15 Pendelfahrten ins Büro und nach Hause, also im Normalfall 3 Wochen! Das ist also mehr als ausreichend.

Das einzige was ich also im Auge behalten sollte, ist die Zeit, die seit dem letzten Laden vergangen ist. Und das ist nun wirklich kein echtes Problem.

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Geht ein Velomobil auf Reisen…

Manchmal taucht die Frage auf, ob ein Velomobil auch zum Reisen taugt bzw. ob man überhaupt irgendwo Gepäck unterbringen kann. In der letzten Woche habe ich mich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt und zwar im Praxis-Selbstversuch mit Camping-Gepäck im Orca auf dem Main-Radweg. 🙂

Orca im Reisetrimm
Alles an Bord für einen Campingurlaub 🙂

Zelt, Gummihammer (!), Schlafsack, Inlet (für den Schlafsack), selbstaufblasbare Isomatte, Kleidung (natürlich zuviel davon…), Müsli (für’s Frühstück) und Trockennahrung (für`s Abendessen), Kocher, Ladegeräte (für den Antriebs-Akku und den Akku für den Bord-Strom), Trinkbeutel und 1,5l-PET-Flasche mit Wasser für unterwegs, Regenjacke, Regenschirm (!), 2tes Paar Schuhe, Schloss, Werkzeug, Hygieneartikel, Karte, Navi, Handy… insgesamt hatte ich rd. 14 Kilo Gepäck dabei und es passte alles rein! Hätte aber auch nicht mehr sein dürfen. 🙂

Da die Zugverladung eines Velomobils etwas aufwendig ist, hatte ich mich entschieden, den Orca und mich selbst mit PKW und Hänger zum Startort bringen zu lassen. Von Fichtelberg aus ging es dann über Bayreuth…

Orca vor Villa Wahnfried
Orca vor der Villa Wahnfried in Bayreuth

…zum Mainkilometer „0“ bei Kulmbach…

Orca am Mainkilometer 0
Orca am Zusammenfluss von rotem und weissem Main bei Kulmbach

… und von dort den gesamten Mainradweg entlang bis zur Mündung in Mainz:

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Orca an der Mainmündung bei Mainz

Ich bin, soweit es ging, auf dem Radweg gefahren, dessen Zustand insgesamt recht gut ist. Dadurch war ich zwar nicht super schnell (der Schnitt lag über die gesamte Strecke bei knapp über 20 km/h) unterwegs (auch wenn ich eine Weile mit einer Gruppe Rennradler mit fast 40 km/h unterwegs war 🙂 ) aber das war auch nicht das Ziel. Ich wollte vielmehr schauen, ob das Velomobil auch zum Reisen auf Radwegen taugt.Und das tut es! 🙂

Allerdings ist das Fahrverhalten (der Schwerpunkt wandert durch das Gepäck etwas nach oben) etwas anders als sonst, aber das ist beim Auto ja auch nicht anders und nichts, an das man sich nicht schnell gewöhnt.

Praktisch nebenbei habe ich die Erfahrung gemacht, das es praktisch unmöglich ist, mit einem Velomobil unauffällig unterwegs zu sein 🙂 So häufig wie bei dieser Tour bin ich noch nie fotografiert worden und bei jedem Halt, auf jedem Campingplatz sowieso, stand der Orca im Mittelpunkt des Interesses:

orca_im_mittelpunkt_des_interesses
Orca, hier in Schweinfurt, im Mittelpunkt des Interesses

Daraus ergaben sich aber in allen Fällen sehr interessante Gespräche, die in allen Fällen  positiv waren.

Ich hatte unterwegs keine Panne und das Aufladen des Akkus war niemals ein Problem, obwohl ich auf keinem Campingplatz Strom mit „gebucht“ hatte. Von Vorteil war aber, das sei hier erwähnt, dass der Akku nach knapp 1,5h Ladezeit wieder gefüllt war (s. auch dieser Blogbeitrag).

Meine Tagesetappen lagen zwischen 60 km und knapp 120 km, für die die Akkuladung, dank überwiegendem Einsatz im „Eco“-Modus, immer ausreichte. Die Streckenführung wartete aber auch nur mit einigen wenigen, kurzen steilen Anstiegen auf.

Mit dem Wetter hatte ich auch Glück: Entweder waren die Gewitter vor oder hinter mir. 🙂

Das Fazit:

Nach gut einer Woche und ca. 600 km würde ich am liebsten morgen wieder losfahren und bin mal gespannt, wie es sich morgen auf dem Weg ins Büro mit 14kg weniger Ballast an Bord anfühlt. 🙂