Mein persönlicher Pedelec-Jahresrückblick auf 2014

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Der letzte Blogbeitrag des Jahres ist bei mir „traditionell“ ein Rückblick auf das vergangenen Jahr. Hier kommt also mein

Rückblick auf 2014:

 

Im Januar habe ich die Leitra mit neuen Scheiben versorgt und in ein Feststoffkettenschmiersystem investiert, als erste Vorbereitung für die Velomobiltour Oslo-Berlin, für die ich mich angemeldet hatte. Zunächst wollte ich beim „Great Baltic Sea Ride“ mitfahren, aber mehr als 3.000 km in drei Wochen erschienen mir dann doch zu anspruchsvoll.

Weiterhin habe ich im Februar das Zwischengetriebe der Leitra gangbar gemacht, der Tourverlauf Oslo-Berlin versprach ja einige Höhenmeter.  Eines der beiden Röllchen des Feststoffketten-schmiersystems fiel bereits nach rd. 200 km aus, vom Hersteller bekam ich allerdings kostenfreien Ersatz.

So konnte ich im März die ersten Trainingstouren in Angriff nehmen. Ein weiterer Totalausfall des Feststoffkettenschmiersystems veranlasste mich zum Abbruch des Tests und reuiger Rückkehr zur Kettenschmierung nach Altväter-Sitte. 🙁

Im April ging es dann ernsthafter zur Sache, mein Trainingsplan sah einiges an Kilometern als Vorbereitung für Oslo-Berlin vor, und als Langstreckentraining hatte ich mir einen tollen Rundkurs ausgesucht. Heute weiss ich, das die geringen Geschwindigkeiten der Leitra wohl schon andeuteten, was kommen würde:

Im Mai wurden durch einen Rahmenbruch an der Leitra alle Ambitionen auf Berlin-Oslo schlagartig zunichte gemacht. 🙁  Die folgenden Wochen brachte ich mit der Recherche nach Reparaturmöglichkeiten zu, und es sah leider gar nicht gut aus. 🙁

Wie der Zufall so spielt ergab sich im Juli eine günstige Gelegenheit, an einen eOrca zu kommen. Unter uns: Mit dem Bild dieses Velomobils und einem langen Gespräch mit dem Deutschlandimporteur wurde ich im Jahr 2013 mit der „Velomobilitis“ infiziert.  😉

Mittlerweile war es August geworden, und es war klar, dass ich an der Tour Oslo-Berlin auf Grund meines Trainingsrückstands, trotz fleissigen Pendelns ins Büro, nicht teilnehmen konnte. 🙁 Deshalb machte ich mich mit dem eOrca von Fichtelberg aus über Bayreuth entlang des Main-Radwegs auf die Reise nach Mainz. Seitdem weiß ich, das man auch mit dem Velomobil reisen kann, allerdings auf gar keinen Fall unauffällig 🙂 Ebenfalls im August fiel die 3.000 km-Marke.

Im September baute ich beim Elektrik-Trek die „Magnetscheibe“ an den rechten Tretlagerarm um, trat den filmischen Beweis an, das man auch mit dem Velomobil Drängelgitter u.ä. meistern kann und habe dem Orca erfolgreich das „Reifenfressen“ abgewöhnt 🙂

Im Oktober schickte ich den Rahmen der Leitra zum Konstrukteur Carl Georg Rasmussen zur Reparatur nach Dänemark, liess die 4.000 km-Marke mit dem eOrca hinter mir und stellte fest, dass sich bei mir im Lauf der Zeit die Prioritäten zum Thema Pedelec verschoben haben.

Der November sah ein kleines Jubiläum, nämlich meinen 100. Blogbeitrag und es kam zu einer längeren Velomobilpause durch einen Gemüsehobel.

Durch die Erntearbeiten und das regnerische Wetter kamen im Dezember die Vorteile des gekapselten Antriebs voll zur Geltung. Das ein Velomobil auch bei schlechtem Wetter als Pendlerfahrzeug taugt beweist das Erreichen der 5.000-km-Marke im Dezember (die ich ohne das Eingreifen des Gemüsehobels wohl schon im November geschafft hätte…), und kurz vor Weihnachten hatte ich dann auch eine Lösung für kalte Füsse während der Fahrt gefunden.

Fazit:
Das Jahr 2104 war für mich velomobiltechnisch sehr ereignisreich und ich freue mich schon auf 2015!

Alle Jahre wieder: Kalte Füsse verhindern

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Alle Jahre wieder gibt’s im Herbst/Winter auch im Velomobil kalte Füße. Erstaunlicherweise verhindern auch die Winterschuhe Northwave Arctic das bei mir nicht komplett.

Im Velomobilforum fand ich den Tipp, die Fußlöcher des Orca zu verschliessen, nach ein bisschen Recherche habe ich mich für die Idee des Users „Tüfti“ entschieden: Er hat einen  Fahrradschlauch zerschnitten und daraus eine zweiteilige Abdeckung gebaut. Zweiteilig deshalb, da dann die Nutzung der Fußlöcher zum Rückwärtsfahren noch möglich ist. Das ganze hat er sehr pfiffig mit Schrauben befestigt: Stabil und schnell zu entfernen.

Da es mir sehr schwer fällt, am Orca rumzubohren, habe ich die Teile mit Klettband befestigt, das ich innen auf den Boden geklebt habe. Das sieht dann bei mir so aus:

fussloecher_zu
Fuslöcher geschlossen, von innen
fussloecher_zu_unten
Fuslöcher geschlossen, von unten

 

 

 

 

 

Die ersten Fahrten ins Büro waren sehr erfreulich: Es wurde fast zu warm innen! 🙂 Allerdings hielt der Kleber des Klettbands, vermutlich wegen der kühlen Temperaturen, nicht so gut. Also muss ich doch schrauben…

5.000 km mit dem eOrca!

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Ein Beitrag „außer der Reihe“ und aus gutem Grund:

Heute morgen auf dem Weg ins Büro habe ich die 5.000 km mit dem eOrca „voll“ gemacht! 🙂 🙂

5.000 Kilometer auf der Uhr
16.12.2014: 5.000 km sind geschafft!

Von den 4.000 km (13.10.14) hat es also etwas mehr als zwei Monate gedauert. Aber das lag nicht am Orca sondern an Terminen und Erkrankungen, die ein häufigeres Fahren verhindert haben.

Meine Fahrleistung von 5.000 km seit dem 20.07.2014 finde ich aber trotzdem ganz ordentlich. 🙂

Heute früh war es etwas regnerisch und mit ca. 6 Grad für den 16.12.  eigentlich zu warm. Ein übriges tat die Fußlochabdeckung „System Tüfti“, aber dazu mehr im nächsten Beitrag. 🙂

 

Des (e)Orca’s Masse

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Über die Maße und die Masse der Leitra habe ich ja bereits gepostet, und im Beitrag „Velomobil, Drängelgitter & Co.“ waren im Film ja kurz die Maße (Länge 2,43m, Breite 0,78 m, Höhe 0,94m) des Orca zu sehen. Nur das Gewicht meines eOrca war mir bisher nicht bekannt.

Also habe ich den Orca heute ausgeräumt (Luftpumpe, Werkzeug, Schloss usw.) und mit einer Personenwaage das Gewicht bestimmt, das auf jedem Rad lastet. Die Batterie für Licht und Blinker sowie das Versatile-Dach habe ich montiert gelassen. Um die Messung etwas genauer zu machen, habe ich unter die anderen Räder jeweils ein Stück Holz gelegt, das genauso hoch wie die Waage ist.

Das Ergebnis:

Hinten:                13,1 kg
vorne rechts:    16,6 kg
vorne links:        17,3 kg
Akku (Antrieb):  5,6 kg
Summe:                52,6 kg

Für den getrockneten Schlamm rund um Räder und Radhäuser verschlammtes Vorderradimage002_klein

 

 

 

ziehe ich mal großzügig 1 kg ab. Trotzdem gehört der eOrca damit eher zu den schweren Velomobilen, doch die Vorteile z.B. eines gekapselten und damit sehr wartungsarmen Antriebs oder des komfortablen Einstiegs (beides Dinge, die zum relativ hohen Gewicht beitragen) wiegen das alles für mich wieder auf. Und mit dem Pedelec-Antrieb merkt man vom hohen Gewicht recht wenig.

Sicherlich gibt es leichtere und schnellere Velomobile, aber ob die im täglichen Gebrauch ähnlich wartungsam sind? Und darauf liegt für mich der Fokus.

 

Vorteil des gekapselten Antriebsstrangs

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Etwa 1/3 meiner täglichen Pedelstrecke verläuft über Wirtschaftswege, die auch als Fahrradwege genutzt werden dürfen. Der Herbst war schön trocken,  und es sah fast so aus, als ob alle Zuckerrübenfelder bis zum Beginn des feuchten Winterwetters abgeerntet und, vor allem,  die am Feldrand gelagerten Rüben abtransportiert wären.

Leider ist es aber auch dieses Jahr so, dass einige wenige Felder jetzt erst „abgeräumt“ werden. Und das führt unterwegs zu einer wahren Schlammschlacht.

image002_klein
Verschlammtes Hinterrad
verschlammtes Vorderrad
Verschlammtes Vorderrad

 

 

 

Bei der Leitra musste ich deshalb (der Versuch mit dem selbschmierenden Karbon-Kettenröllchen ging ja schief) praktisch täglich Kette und Ritzelpaket säubern und fetten. Das war gerade bei niedrigen Temperaturen und Dunkelheit (mangels Garage) kein Spaß. Oftmals habe ich das auch vergessen, was der Lebensdauer der Kette sicher nicht zuträglich war.

Mit dem geschlossenen Antriebsstrang des Orca ist das alles kein Problem, und gerade zur Zeit wird dieser Vorteil sehr deutlich.