Archiv der Kategorie: Centurion Backfire LRS 1

Hier finden sich Beiträge zum umgebauten Centurion Backfire LRS 1

2014: Rückblick für Elektrik-Trek und Centurion-Pedelec

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Was machten denn 2014 das Elektrik-Trek und das Centurion-Pedelec?

Das Elektrik-Trek hatte etwas Probleme mit dem Tretlager, das kann man aber nicht dem Pedelec-Motor anlasten. Das Trek wird überwiegend zum Einkaufen genutzt und hat im letzten Jahr dabei knapp über 600 km zurückgelegt. Die Reichweite im Kurzstreckenverkehr mit häufigen Anfahren liegt mit dem 11,6Ah-Akku (418 WH) bei etwa 70 km.

Das Centurion muss gegenüber dem Orca etwas zurückstehen, wird aber im Urlaub häufig genutzt, denn es passt, im Gegensatz zum Orca, ins Auto 🙂

Mit dem Centurion bin ich etwa 628 km gefahren, die Reichweite liegt mit dem 9 AH-Akku (324 WH) bei mindestens 70 km. Heute habe ich eine neue Kette montiert. Das Centurion hatte ich gebraucht mit 1.ooo km „auf der Uhr“ gekauft, die alte Kette hat also etwa 3.200 km gehalten. Durch den Pedelec-Hinterradmotor hat die Kette m.E. keine größeren Kräfte zu übertragen, als wenn ich ohne Motor fahren würde.

Man kann also sagen, dass beide Pedelec im positiven Sinne unauffällig ihre“Arbeit“ gemacht habe, der Umbausatz von ElFei besteht also auch im Dauereinsatz.

„Mein“ 2014 in Zahlen

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Heute gibt es ein paar Zahlen zu meinem Pedelec-Jahr 2014:

Insgesamt habe ich  6.245 km mit dem Pedelec zurückgelegt. 🙂

Davon entfielen 628 km auf Radfahrten mit dem Centurion im Urlaub, 491 km auf Fahrten mit der Leitra und 5.126 km auf Fahrten mit dem Orca.

Darin enthalten sind 82 Fahrten mit den Velomobilen ins Büro, davon 4 mit der Leitra (wegen des Rahmenbruchs und einer langen Pause wegen gesundheitlicher Probleme)  und 78 Fahrten mit dem Orca.

Summiert war ich auf diesen 82 Fahrten insgesamt 166,12 Stunden oder 6,92 Tage mit den Velomobilen auf der Strasse, habe 3.961,14 km zurückgelegt und je Tag im Schnitt 1.066,39 kcal, insgesamt 87.444 kcal (!!) verbrannt 🙂 🙂

Der Umwelt habe ich mit der Nutzung des Velomobils statt des PKW für das Pendeln ins Büro  768,46 kg CO2 erspart,  🙂 auf die gesamte Fahrleistung von 6.245 km gerechnet sind es sogar rund 1.212 kg erspartes CO2, als mehr als eine Tonne! 🙂 🙂

Bedenkt man, das ein Baum etwa 10 kg CO2 pro Jahr (!!) aufnimmt (Quelle: plant-for-the-planet.org) entspricht das der „Jahresleistung“ von etwa 121 Bäumen! Das ist schon ein kleines Wäldchen. 😉

Alles in allem recht beeindruckende Zahlen, finde ich!

 

 

 

 

Energie-Speicher, zum Ersten…

Neben der Reichweite ist die „Akku-Technologie“  beim Pedelec auch ein großes Thema. Deshalb will ich hier mal verschiedenen Akkus vorstellen.

Den Anfang machen die beiden Akkus im eOrca:

Bild der Akkus des eOrca
Akkus des eOrca, links für den Antrieb, rechts für die Bordelektrik

Warum zwei Akkus?

Der kleinere Akku ist zur Versorgung der „Bordelektrik“, also im wesentlichen von Beleuchtung und Blinker verantwortlich. Es handelt sich hierbei um einen Li-Ionen-Akku mit 11,1 Volt / 73,2 Wh.
Auf meiner Tour entlang des Mainradwegs hielt eine Akku-Ladung rd. 30 Betriebsstunden. Zwischenzeitlich habe ich auch schon nach 36 Betriebsstunden noch Strom gehabt.

Jetzt, in der dunklen und kalten Jahreszeit, benötige ich den 2. Scheinwerfer am Orca öfter mal. Deshalb werde ich jeweils am Wochenende (also in der Regel nach 10 Betriebsstunden) den Akku aufladen, rein zur Vorsicht… 😉

Das Aufladen dauert mit dem mitglieferten Netzteil mehrere Stunden.

Der große Akku ist der Akku für den Pedelec-Antrieb. Er ist durch die Form und den Tragegriff sehr handlich, in Lithium-Eisen-phosphat-Technik aufgebaut und verfügt über 38,4 Volt / 507 WH.
Durch diese Technik gilt der Akku als sehr sicher, das sogenannte „thermische Durchgehen“ gilt als ausgeschlossen. Außerdem ist er dadurch für eine hohe Dauerstromentnahme geeignet, was für einen Pedelec-Antrieb ja geradzu ideal ist.  🙂 Meine höchste Reichweite in der „Eco“-Stufe betrug 108 km.

Dieser Akku kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladegerät innerhalb von kurzer Zeit (ca. 90 Minuten) aufgeladen werden.

Zum Vergleich hier ein Bild des Akkus des Antriebs, der im Centurion, dem Trek oder Leitra verbaut ist:

Flaschenakku des ElFei-Umbausatzes
Flaschenakku des ElFei-Umbausatzes

Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Li-Ionen-Akku mit 36V / 324 WH. Meine höchste Reichweite mit diesem Akku betrug bisher in  höchster Unterstützungsstufe 72 km (vgl. Blogbeitrag „Reichweitentest, 2ter Versuch“).

Der Akku ist durch eine Griffmulde am oberen Ende auch sehr handlich und gut zu tragen, die Ladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladegerät ca. 6-7 Stunden.

Bringt Pedelec-Fahren etwas für`s Herz-Kreislauf-System?

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Hin und wieder hört oder liest man die die Behauptung, Pedelec-Fahrer würden ja nichts für Ihre Herz-Kreislauf-System tun, weil sie sich ja nicht anstrengen müssten.

Sicherlich kommt das auf die Art an, wie man mit dem Pedelec fährt. Ich für meinen Teil fahre so, das ich noch merke, dass ich trete. Gerade mit dem Motor des eOrca, der drehmomentgesteuert ist, fällt das leichter als mit dem Motor des Centurion, der über die Kadenz gesteuert ist.

Zufälligerweise nehme ich seit 2009, also ca. 2 Jahre, bevor ich mit dem Pedelec-Fahren begann, an einer medizinischen Studie teil. Bei dieser Studie werden in regelmäßigen Abständen so ziemlich alle Parameter erfasst, die derzeit ohne großen Eingriff in den Körper erfasst werden können.

Die letzte Untersuchung war im Februar 2014, also bevor ich mit dem eOrca unterwegs war. Und die Werte dieser Untersuchung, verglichen mit der aus 2009, sprechen m.E. eine deutliche Sprache:

Ruhepuls 02/2009: 60 Schläge pro Minute
Ruhepuls 02/2014: 48 Schläge pro Minute

Volumen Herzkammer 02/2009: 49 ccm
Volumen Herzkammer 02/2014: 58 ccm

Gewicht 02/2009: 91,2 kg
Gewicht 02/2014: 84,3 kg

Für mich kann ich die Frage danach, ob das Pedelec-Fahren etwas für das Herz-Kreislauf-System bringt, mit einem deutlichen JA! beantworten. 🙂

 

English version:

Sometimes people talk about, that pedelec-driving/pedal-assisted-driving won`t train the cardiovascular system because they don`t have to make an effort while driving.

This depends surely on the type of driving. I`m driving the way that I feel my muscles work. Driving the eOrca this is easier (because of the torque-sensing drive) than driving the Centurion (with it`s cadence-sensing drive).

Since 2009, two years before I begun driving with a pedelecs, I`m participating in a study, where many parameters are captured, i.e. about the cardiovascular system. The last examination was in february 2014, months before I begun riding the eOrca. The results of this examination, compared with the results of 2009, talk for themselves:

Heartbeat, idle 02/2009: 60 beats per minute
Heartbeat, idle 02/2014: 48 beats per minute

Volume chamber of the heart 02/2009: 49 ccm
Volume cahmber of the heart 02/2014: 58 ccm

Weight 02/2009: 91,2 kg
Weight 02/2014: 84,3 kg

So, for myself I can answer the question if pedelec-driving trains the
cardiovascular system with a loud an clear: YES! 🙂

 

 

 

Vielleicht machen ZWEI Schwalben endlich einen Sommer…? ;-)

Heute habe ich am Centurion nach rd. 125 km die montierten Big Apple, gegen Schwalbe Marathon Plus im Format 26×1,75 getauscht.

Hauptsächlich deshalb, weil die an meinem Reiserad „Laubfrosch“ montierten Continental TourRide nach 3.119 km Risse in der Lauffläche hatten.

Seit der Montage der BigApple am Centurion hatte sich die Federgabel ständig über mangelnde Beschäftigung beschwert. Außerdem erschien das Handling etwas träger und ich musste größere Bögen als noch mit den SpeedKing fahren. Beides ist möglicherweise ein Ergebnis der höheren Kreiselkräfte (verursacht durch die doch recht schweren BigApple) im Vergleich zum SpeedKing.

Der Laubfrosch hat keinen Hinterradfederung und muss auf Reisen viel Gepäck tragen, also habe ich die ursprünglich für mein Reiserad vorgesehenen Schwalbe Marathon Plus an meinen Stromer und dessen BigApple auf den Laubfrosch montiert.

Wenn eine Schwalbe keinen Sommer macht, vielleicht machen jetzt die zwei Schwalben am Stromer endlich einen Sommer… 😉

Externer Link zu www.VeloVideo.de

Alles neu macht der …April: Big Apple statt SpeedKing

Heute habe ich die Conti Speed King gegen Schwalbe Big Apple getauscht, die eigentlich für mein Reiserad gedacht waren. Doch: Nach 666 fast ausschließlichen Asphalt-Kilometern ist das Negativ-Profil auf der Lauffläche der Speed King am Hinterrad fast komplett wegradiert. Da der Hinterreifen jetzt fast über die gesamte Reifenbreite kompletten Straßenkontakt hat, die Speed King keinen Pannenschutz haben und mir das Risiko einer Reifenpanne auf meiner Pendelstrecke zu hoch erscheint, habe ich vorsichtshalber die Big Apple montiert.

Gerade weil diese ja eine Federung überflüssig machen sollen bin ich mal gespannt, ob sich am Komfort signifikante Änderungen zeigen. Bei einer ersten Fahrt über etwa 25 Kilometer scheint mir an der Hinterhand tatsächlich mehr Eigendämpfung durch die Karkasse fühlbar zu sein, während vorne wenig davon zu spüren ist. Möglicherweise liegt das daran, dass die Reifen mit je ca. 4 bar an der oberen Grenze aufgepumpt sind: Durch die eher hecklastige Gewichtsverteilung und das Mehrgewicht des 8Fun-Hinterradmotors „sinkt“ dadurch der Hinterreifen mehr ein und kann besser dämpfen, während an der Vorderhand die Aufstandsfläche im Vergleich deutlich kleiner ist und durch den hohen Druck kaum Eigendämpfung aufgebaut werden kann. Mal sehen, wie es sich beim nächsten Mal mit weniger Luftdruck vorne fährt.

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Speiche gut, alles gut ;-)

Bei meiner Schneetour Anfang Dezember 2012 (vgl. „Wird`s dem Stromer zu heiß…“) kam es zu einem Speichenbruch im Hinterrad, den ich jetzt endlich reparieren konnte.

Natürlich ist eine Speiche auf der Antriebsseite betroffen, so dass der Schraubkranz runter muss. 🙁

Den nötigen Schraubkranzabzieher und die passende Speiche (vorsichtshalber habe ich insgesamt vier bestellt, man weiß ja nie…) habe ich bei Elektrofahrrad-einfach.de bestellt. Der Grund liegt auf der Hand: Dort werden die Hinterräder eingespeicht und die Zahnkränze montiert, also hat man dort auch passenden Speichen und Werkzeug vorrätig. 🙂

Bevor ich die Speiche montiert habe, habe ich sie mal gemessen:

speichenlaenge_26_zoll_hinterrad_mit_8fun_nabenmotor

In Zukunft weiß ich jetzt, das ich bei einem 26“-Rad mit 8fun-Hinterradnabenmotor im Fall der Fälle 230mm lange Speichen brauche. 🙂

Über die Demontage des Schraubkranz habe ich ein kurzes Video erstellt:

Das Einfädeln der Speiche kostet schon etwas Überwindung, da es ohne ein klein wenig biegen nicht klappt. Leider habe ich keinen Zentrierständer, so dass ich mir anders weiterhelfen musste:

An der linken Kettenstrebe habe ich einen passend gekürzten Kabelbinder befestigt, der sowohl an der Flanke der Felge (zur Bestimmung des Seitenschlags, vgl. Bild 1) als auch an deren Rand (zur Bestimmung des Höhenschlags, vgl. Bild 2) anliegen kann.

Bild 1:

kabelbinder_an_felgenflanke

Bild 2:

kabelbinder_am_felgenrand

Danach habe ich die Felge (ohne Schlauch & Reifen) montiert. Mit viel Geduld ist es mir dann gelungen, die Speiche so zu spannen, dass die Felge annehmbar rund läuft. Den Kabelbinder habe ich gerade da gelassen, wo er ist. Dort stört er nicht, ist aber bereit, sollte er mal auf großer Tour gebraucht werden.

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Alex

Saisonrückblick 2012, 5. Teil: Fazit

Am letzten Tag des Jahres kommt der letzte Teil meines Jahresrückblicks.

Im Februar habe ich den Pedelec-Umbausatz vom Giant zum Centurion umgebaut (vgl. „Frühlingszeit = Bastelzeit…“) weil mir die Fahrten auf den ruppigen Wegen bei den Pedelec-Geschwindigkeiten zu holprig waren.

Eine gute Entscheidung, alles in allem habe ich 1.665 km mit meinem vollgefederten Stromer „unter Strom“ zurückgelegt, 1.400 km davon im Pendelverkehr ins und vom Büro (vgl. Saisonrückblick Teil 1).

Die restlichen Kilometer gehen aufs Konto von kleineren Besorgungsfahrten und der ein oder anderen Tour. Denn irgendwie kann man sich an das Pedelecfahren so sehr gewöhnen, das es schwer fällt, ohne Unterstützung unterwegs zu sein. 🙂

Im Juni kam es zu einem Akkudefekt (vgl. „Der Pedelecspass geht weiter…“), der von Elfei sehr kulant geregelt wurde.

Im Juli habe ich einen Magnet am Kettenblatt hinzugefügt um das Ansprechverhalten des Motors zu verbessern (vgl. „Ein bisschen Tuning“); der Magnet hält bis heute ohne Klebstoff.

Ende August hatte ich dann 1.000 km in Pendelverkehr auf dem Weg ins Büro zurückgelegt (vgl. „Geschafft: 1.000 km Pendelverkehr mit dem Stromer“) und kurz danach musste ich das erste und einzige Mal in strömendem Regen nach Hause fahren (vgl. „Stromer macht Freischwimmer“), was sämtliche Komponenten des Pedelec-Nachrüstsatzes völlig unbeeindruckt lies.

Kurz vor Ende meiner Saison habe ich den Stromer auf andere Reifen gestellt (vgl. „Stromer auf Speed (King)“, die sich bisher bewährt haben und einen sicherlich erheblichen Anteil daran hatten, dass die kurze Schneetour (vgl. Beitrag „Wird’s dem Stromer zu heiss…“) so viel Spaß machte. An dem dabei aufgetretenen Speichenbruch am Hinterrad sind sie sicher nicht schuld:

Speichenbruch_klein

Wahrscheinlicher ist mangelnde Wartung meinerseits. Vielleicht erfordern die Belastungsspitzen des Fullys an den Speichen, bedingt durch die Bewegungen der hohen ungefederten Massen am Hinterrad, einen erhöhten Wartungsbedarf? Vielleicht liest ja ein Fahrwerksspezialist mit und kann was dazu sagen?

Natürlich ist eine Speiche auf der rechten Seite betroffen, d.h. der Zahnkranz muss runter.

Außerdem hat sich irgendwann eine Schraube am Freeload-Gepäckträger gelöst (vgl. „Saisonrückblick 2012, 2.Teil“), was sicherlich an den ständigen Bewegungen des Hinterbaus durch die Federung bedingt ist.

Das im April umgebaute Trek (vgl. „Das Elektrik-Trek“) hat im Laufe des Jahres 769, im positiven Sinn, sehr unauffällige Kilometer zurückgekelegt.

Alles in allem haben die Pedelecs über’s Jahr außerordentlich viel Spaß bereitet, die Umbauten haben sich auf jeden Fall bezahlt gemacht und ich freue mich schon auf die neue Saison!

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Wird`s dem Stromer zu heiß…

Gestern hat`s geschneit. Und die Gelegenheit, den Grip der Speed King zu testen wollte ich mir nicht entgehen lassen:

Centurio_im_Schnee

Ein kurzes Video (ca. 9 Minuten) dazu gibt’s hier:

Ich bin schon seit Jahren nicht mehr bei Schnee Rad gefahren (und war auch der einzige weit und breit…) und bin wirklich positiv überrascht über den Grip der Reifen. Mit vorausschauender Fahrweise und ohne hektische Fahrmanöver macht das sogar wirklich Spaß! An den Steigungen kam mir der eingebaute Rückenwind natürlich entgegen, vor allem, da er sehr sanft einsetzt. Wobei ich vorsichtshalber nur mit mittlerer Unterstützung gefahren bin…

Bei einem kurzen Fotostop bemerkte ich dann, das eine Speiche am Hinterrad gebrochen ist, gerade am Übergang vom Schraubnippel zur Speiche. 🙁

Speichenbruch_klein

Ob das jetzt durch das Fahren im Schnee passiert ist? Kann die Belastung da wirklich so groß sein? Ich denke eher, dass ich öfter mal die korrekte Spannung der Speichen hätte prüfen sollen…

Aber auch ohne den Speichenbruch werde ich mein Radtraining die nächsten Monate lieber nach drinnen verlegen:

Ergometer

Ein kurzes Video zu dem Ergometer ist hier zu finden.Anzeige_VeloVideo

Stromer auf Speed (King)

Heute habe ich meinen Stromer mal auf Conti Speed King-Reifen gestellt; vom Laubfroschumbau  (vgl. „Fahrradkeller“ auf meiner Homepage, bis „Carver Pure 150“ scollen) hatte ich noch einen Satz im Keller liegen. Ich wollte einfach mal testen, wie viel Dämpfung ein breiterer, nicht zu stark aufgepumpter Reifen mitbringt.

Jetzt ist so einen Radwechsel ja kein Hexenwerk, sollte man meinen. Nicht aber in diesem Fall:

Das Hinterrad war ruckzuck umgerüstet. Beim Entlüften des Vorderrads fiel mir wieder ein, das ich letztes Jahr im Herbst, als ich das Centurion auf Schwalbe Marathon Plus stellte, aus Mangel an Alternativen einen Baumarktschlauch mit Dichtmittel verwendete habe. Dieses Dichtmittel wird bei der Produktion in den Schlauch gefüllt und wartet darauf, dass sich ein spitzer Gegenstand erdreistet, den Schlauch in der Absicht zu durchdringen, die Luft entweichen zu lassen. Dann stürzt sich das Dichtmittel in das entstehende Loch und dichtet den Schlauch ab. Eine feine Sache, eigentlich.

Das Dichtmittel als solches ist aber leider nicht in der Lage, die Ursache des Druckabfalls im Schlauch zu beurteilen. Und ein Ventil, aus dem man Luft geplant ablässt, ist ja irgendwie auch ein Loch…

Also stürzt sich das Dichtmittel beim Luftablassen in das entstehende Loch und tut das, was es wirklich prima kann: Es dichtet das Loch, in dem Fall also das Ventil, ab. Mit dem Ergebnis, das man den Schlauch jetzt nicht mehr komplett entlüften kann…

Irgendwie habe ich dann doch den Reifen mit halb aufgepumpten Schlauch von der Felge bekommen. Beim neuen Reifen wollte ich einen neuen Schlauch verwenden, ich habe ja immer mindestens einen in Reserve.

Also den Schlauch (ein Markenprodukt der Firma Schwalbe, die mich noch NIE enttäuscht hat) ausgepackt und, wie man das halt so tut, ein bisschen aufgepumpt. Beim Absetzen der Pumpe dringt ein feines Zischen an mein Ohr! Nach kurzer Inspektion steht fest: Das Ventil ist undicht! 🙁

Also suche ich den nächsten Schlauch, finde aber nur noch eine 26er in Baumarktqualität mit einem Sclaverandventil. Die mag ich zwar nicht so, aber, nun denn. Der Einbau geht problemlos von statten, doch nach kurzem Pumpen gibt es einen kräftigen Knall: Der Schlauch ist bei ca. 2,5 bar geplatzt!

Geplatzter Schlauch

So etwas habe ich ja noch nie erlebt! Zunächst hatte ich ja einen Fremdkörper oder einen beim Einbau eingeklemmte Schlauch in Verdacht, aber nichts dergleichen konnte ich feststellen! Na ja, dann nehme ich halt den nächsten Schlauch. Dummerweise finde ich aber nur noch 28er Schläuche. Was jetzt?

Mein Blick fällt auf den halb aufgepumpten Schlauch mit dem Dichtmittel…

Mit ein bisschen Mühe montiere ich den halb gefüllte Schlauch und irgendwie scheint das Dichtmittel die Luft eher IN den Schlauch als aus selbigem heraus zu lassen, zumindest ist das Vorderrad recht schnell fahrbereit. Wie ich für den nächsten Radwechsel die Luft aber wieder aus dem Schlauch bekomme, ohne mit Messereinsatz auch noch den Speed King zu zerstören, weiß ich noch nicht so genau…

Mein Stromer steht also jetzt auf Mountainbike-adäquater Bereifung und sieht ziemlich martialisch aus:

Stromer mit Speedking

Vorder- und Hinterrad haben ca. 3 bar, die erhöhte Dämpfung ist deutlich zu spüren und das Abrollgeräusch gleicht dem eines Unimog 🙂

Allerdings habe ich das Gefühl, an der Hinterhand ist beim Pedalieren jetzt mehr Bewegung und in Kurven auf Asphalt scheinen beide Reifen zu walken. Das liegt, denke ich, an dem geringeren Luftdruck und den weniger steifen Seitenwänden im Vergleich zum bisher gefahrenen Schwalbe Marathon 26×1,75.

Mal sehe, wie lange ich die Reifen drauf lasse; vor allem das Thema Pannenschutz macht mir Sorgen. Wobei: Zumindest beim Vorderrad sind diese Sorgen ja eigentlich unbegründet… 🙂