Archiv der Kategorie: 6. Zubehör

Hier finden sich Beiträge, die sich mit Zubehör befassen.

Vom Zwitschern und Klingeln

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Gestern war habe ich , gemeinsam mit einigen anderen Velomobilisten, Trike- und Liegeradfahrern (sogar ein Ruderrad war mit dabei!), eine kleine Ausfahrt gemacht.

Gegen Ende der Tour war der Strom des Bordakkus (versorgt Licht, Blinker und „Hupe“) im Orca leer. 🙁 Da kann der Akku aber nix für, denn ich habe ihn einfach vergessen zu laden.

Bei der Fahrt nach Hause war es noch hell, so dass ich das Licht nicht unbedingt brauchte und statt zu blinken konnte ich auch Handzeichen geben. Was mir etwas Sorgen machte war  dass ich nicht hupen bzw. „zwitschern“ (die Hupe meines Orca macht ein zwitscherndes Geräusch) konnte um mir die Aufmerksamkeit von Fußgängern zu verschaffen.

Jetzt ist der Orca ja ein Fahrrad und ein Fahrrad braucht (zumindest in Deutschland) eine Klingel. Und natürlich habe ich die auch:

Foto der Klingel am Orca
Am rechten Hebel der Panzerlenkung ist die Backup-Klingel befestigt.

Konzeptbedingt ist sie aber nun mal im Innenraum des Orca untergebracht und von daher wohl kaum draußen zu hören – dachte ich.

Natürlich kam es auf der Heimfahrt, wie es kommen musste: Spaziergänger nutzen die gesamte Breite des gemeinsamen Wegs aus, was ja ok ist. Im vollen Bewusstsein, dass es eh nichts nutzen würde klingelte ich,  – und das Wunder geschah: Die Fußgänger schauten sich um und machten breit lächelnd Platz!

Hätte ich „gezwitschert“ hätten die meisten, meiner Erfahrung nach, erst einmal nach oben nach einem Vogel Ausschau gehalten. Offensichtlich dient der Orca als Resonanzkörper, und das im Innern nur dezent hörbare Klingeln dringt, gut hörbar, auch nach draußen.  Das werde ich in den nächsten Tagen mal öfter testen.

Und die Moral von der Geschicht:
Unterschätz‘ die Macht der kleinen Backup-Klingel nicht! 😉

Radfahrer fährst du mit Sparta…

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In den letzen beiden Wochen fiel mir gerade auf den Steigungen meines Heimwegs auf, dass sich die Sohlen meiner Radschuhe beim Druck auf das Pedal etwas durchbogen. Das fühlte sich unangenehm an und sicherlich litt auf die „Performance“, aber darauf liegt nicht mein Hauptaugenmerkt.

Einige Fahrten lang rang ich mit mir, denn die Red-Schuhe sind ja noch nicht sooo alt. Allerdings wollte ich die Fahrt auf die Spezi in Germersheim  mit neuen Schuhen antrete. Immerhin würde das meine erste lange Tour in die Jahr werden.

Am Dienstag letzter Woche war ich zufällig in einem Radladen in der Nähe und wollte eigentlich nur meine bestellen Schläuche abholen. Der Kunde vor mir hatte jedoch großen Beratungsbedarf und so schaute ich mich mal ein bisschen um. Mein Blick fiel auf ein paar sehr schicke Radschuhe in strahlendem weiß, aber das ist nichts für mich. Direkt daneben standen ein Paar Northwave Sparta in schwarz. Da meine Winterschuhe von Northwave sind und ich mit denen sehr zufrieden mit, hatte ich Northwave schon auf der Liste der möglichen Schuhe. Die Sparta waren sogar in der richtigen Größe, Zufälle gibt’s. Ich mache es kurz: Aus dem Laden ging ich nach Umschrauben der Cleats mit den Sparta, die bestellten Schläuche und die alten Radschuhe unter’m Arm.;-)

Foto von Radschuhen von Red und Northwave, Modell Sparta
Alt (Red-Schuhe, links) und neu (Northwave Sparta, rechts)

Die ersten Kilometer waren schon eine Art Offenbarung: Die Sohle der Sparta ist dermaßen steif, da biegt sich nichts durch! Und vor allem ist der gesamte Druck viel besser auf den Fuß verteilt. Was sicher auch die „Performance“ verbessert 🙂

Am nächsten Tag lernte ich das Airflow-System kennen, von dem ich bis zu dem Zeitpunkt eher dachte, es wäre „Marketing-Sprech“: Am Morgen war es etwas kühl und ich bekam plötzlich kalte Fersen, mehr noch, ich spürte, wie es praktisch durch den ganzen Schuh durchzog!

Foto des Auslass des Airflow-Systems an der Ferse des Northwave Sparta
Auslass des Airflow-System an der Ferse des Northwave Sparta

Nach den 273 km vom letzten Wochenende (Anfahrt  und Abfahrt zur und von der Spezi in Germersheim) hatte ich keine Probleme, ich schätzte, sie sind jetzt eingefahren. Bei Innentemperaturen im Orca von rd. 23 Grad herrschte am Fuß ein gutes Klima, das Airflow-System scheint also auch im Velomobil zu funktionieren. 🙂

Sechs kleine Helfer

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Heute möchte ich mal sechs meiner kleinen Helfer vorstellen, die ich unterwegs nicht mehr missen will:

Drei Montage-Hebel von Schwalbe, zwei von Sigma und Schwalbe-Montage-Fluid
Fünf meiner kleinen Helfer für unterwegs: Schwalbe Montage-Fluid, drei Schwalbe- und zwei Sigma-Montage-Hebel

 

Helfer Nummer eins: Montage-Fluid von Schwalbe

Ich habe ja hier schon  geschrieben, wie schwer sich die Marathons auf die Felge ziehen lassen. Zu Hause kann man da ja zur Not nach Altväter-Sitte mit Wasser und Spülmittel nachhelfen, aber das ist unterwegs selten zu Hand. Das Montage Fluid ist dafür perfekt: Eine kurzer Druck auf den Schwamm tränkt diesen mit der Flüssigkeit, die  man dann mit dem Schwamm auf der Felge und der Reifenflanke verteilt. Und schon geht die Montage wesentlich leichter von der Hand. 🙂

Helfer Nummer zwei und drei: Montage-Hebelchen von Sigma

Diese beiden Montage-Hebelchen sind Teil eines Multi-Tool von Sigma. Sie sind erstaunlich widerstandsfähig und haben unterschiedlich geformte Enden: Eines ist perfekt dazu geeignet, den Reifen von der Felge zu holen, das andere perfekt um die Reifenflanke ins Felgenbett zu „schieben“: In Zusammenarbeit mit Helfer eins fährt man mit Druck über den Reifen und selbiger flutscht ins Felgenbett. Bei beiden Helfern hatte ich schon mehrfach die Befürchtung, sie würden die Demontage des Reifens nicht überleben, aber, wie gesagt, sie sind sehr widerstandsfähig und ich möchte sie nicht mehr missen. 🙂

Helfer vier, fünf und sechs: Montage-Hebel von Schwalbe

Diese drei sind recht neu in meinem Werkzeugset. Es handelt sich um originale Montagehebel von Schwalbe. Ich habe sie gekauft, weil ich dachte, der Hersteller der Reifen wüsste wohl am besten, wie Montagehebel für die Reifen aus eigener Produktion gestaltet sein müssten. Nun, das weiß er wohl auch:  Zumindest die Demontage des Reifens geht leichter von der Hand. Bei der Montage des Reifens sind zwei und drei besser. Besonders pfiffig ist die „Unterbringung“ gelöst: Der Schwalbe-Schriftzug ist  auf der Oberfläche erhaben und unten versenkt. Dadurch kann man die Hebel einfach ineinander stecken. 🙂

Mehr Luft: Der Rennkompressor

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Nachdem ich mit einer billigen Standpumpe mehrere Reifenplatzer fabriziert habe (es stellte sich heraus, dass das Manometer viel zu wenig Druck anzeigte!) ist das nun vorbei:

Seit Weihnachten ziert der Rennkompressor von SKS meinen Keller 🙂

Die Standluftpumpe Rennkompressor von SKS
Macht schon optisch was her: Die Standluftpumpe „Rennkompressor“ von SKS

Und ich muss sagen: Nie ging das Aufpumpen leichter von der Hand als mit diesem Edel-Teil: Pumpenkopf ansetzen, Hebel umlegen, Pumpen, fertig! Bei meinen bisherigen Pumpen war schon alleine das richtige Aufsetzen des Pumpenkopfs eine Geduldsprobe. 🙁

Die 20“-Räder von Orca und Leitra sind mit dem Rennkompressor ruckzuck aufgepumpt,  bei den 26-Zöllern des Centurion und Elektrik-Trek dauert es unwesentlich länger.

Alles an dieser Standluftpumpe macht einen überaus soliden Eindruck: Der Zylinder ist aus Stahl, alle Teile sind einzeln erhältlich und im Fall der Fälle austauschbar. Da sie in vielen Profi-Rennställen Verwendung findet (wenn man dem Herstelleraufdruck auf der Verpackung Glauben schenken darf) sollte dieses Teil bei mir eigenlich das ewige Leben haben. 🙂

Auf der Verpackung wird stolz verkündet, dass diese die einzige Pumpe sei, die in die „Hall of fame“ des Radsports aufgenommen wurde.  Mein bisheriger Eindruck: Völlig zu recht! 🙂

Saisonrückblick 2012, 4. Teil: Radbrille für Brillenradler

Der vierte Teil meines Saisonrückblicks beschäftigt sich mit meiner Radbrille.

Als Brillenträger schien es für mich lange Zeit völlig unnötig eine Radbrille zu tragen, ich habe selbsttönende Gläser, eine Sonnenbrille ist daher für mich unnötig. Zu Beginn der diesjährigen Radsaison passierte ich auf meinem Weg zur Arbeit jedoch fast jeden Tag drei bis vier Schwärme kleiner Mücken, die direkt über dem Weg in Augenhöhe schwebten. Nach Durchfahren des Schwarms hatte ich dutzende der kleinen Insekten zwischen Auge und Brille und teilweise mehrere im Auge. Das machte nun wirklich keinen Spaß! 🙁

Nachdem auch Tricks wie „Augen zu und durch“ nicht wirklich Hilfe brachten (da warteten die Viecher halt, bis ich die Augen wieder auf hatte um sich rein zustürzen) war klar: Abhilfe würde nur eine Radbrille schaffen.

Da ich, wie gesagt Brillenträger bin, kam nur ein Modell in Frage, in das man optische Gläser einsetzen kann. Die Auswahl ist zwar recht überschaubar, die Preise allerdings meist sehr gesalzen. Denn zu der eigentlichen Brille kommen ja noch zwei optische Gläser samt der Kosten für das Einschleifen hinzu. Außerdem wollte ich selbsttönende Gläser; das bin ich von meinen „normalen“Brillen gewohnt und finde es sehr praktisch.

Nach vielem hin und her entschied ich mich für eine Brille von Rose, die PS01 zum Preis von 59€ zzgl. 9,95€ für den Optikadapter RBS10, in den die optischen Gläser eingefasst werden. Im Lieferumfang enthalten ist ein sehr stabiles Brillenetui sowie eine Hülle aus Microfaser, außerdem werden Nackenschnüre mitgeliefert, die ich allerdings nicht verwende und die deshalb im folgenden Bild fehlen:

Radbrille_komplett

Nach gewohnt kurzer Zeit war die Bestellung da, der Optiker meines Vertrauens braucht etwas länger um den Adapter mit den passenden optischen Gläsern  zu bestücken.

Der Optikadapter selbst wird mit Hilfe des Nasenstegs einfach in die Nasenaussparung der Brille eingeclipst. Das klappt reibungslos und hält auch nach mehrmaligem heraus- und hereinclipsen noch bombenfest.

Auf dem folgenden Bild sieht man schön, dass der Optik-Adapter das Sichtfeld der Brille nicht komplett ausfüllt:

Radbrille_mit_Adapter

Das führt bei mir bei jedem Wechsel zwischen normaler Brille und Radbrille zu Irritationen. Diese kennt wohl jeder Brillenträger, denn sie sind vergleichbar mit denen, die bei Erhalt einer neuen Brille auftreten. Diese Irritationen sind jedoch nur von kurzer Dauer, nach wenigen Momenten weiß das Hirn mit dem geänderten Sichtfeld umzugehen. Bei mir hat es sich bewährt, den Kopf mehr mitzudrehen um den Übergang zwischen optische korrigiertem und nicht korrigiertem Sehbereich zu vermeiden.

Die erste Fahrt mitten durch einen Fliegenschwarm war eine Offenbarung, das hätte ich wirklich schon früher haben können! Die Brille schützt durch die Form auch den seitlichen Augenbereich, von oben hat kein Insekt eine Chance am abnehmbaren Stirn-Schweißpolster vorbeizukommen, prima!

Trotzdem ist die Belüftung der Brille so gut, dass die Gläser auch bei Regenfahrten nur beschlagen, wenn man, z.B. an einer Ampel, stehen bleibt.

Der Selbsttöneffekt ist unauffällig und effektiv und auch bei schweißtreibenden Fahrten rutscht die Brille danke einer rutschhemmenden Beschichtung an Bügeln und Nasensteg nicht vom Kopf.

Das mitgelieferte Etui schützt die Brille (Kunststoffgläser sind recht kratzempfindlich) zuverlässig, wenn sie z.B. im Rucksack transportiert wird.

Fazit:

Ich bin mit dieser Brille hochzufrieden, das Preis-Leistungsverhältnis ist prima und ich frage mich, warum ich mir sowas nicht schon früher zugelegt habe.

Fortsetzung folgt…

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Saisonrückblick 2012, 3. Teil: Ein Rucksack für den Stromer

Wie angekündigt geht es im dritten Teil meines Saisonrückblicks 2012 um den Radrucksack Vaude „Cycle 28“.

Obwohl ich auf meinen Pendlerfahrten ins Büro im Jahr 2012 nur einmal im Regen heimfahren musste (vgl. Blogeintrag „Stromer macht Freischwimmer“) gehören Regensachen immer ins Gepäck. Dazu noch zwei 1,5l PET-Flaschen mit Wasser etwas Verpflegung, damit ich den Bürotag „überstehe“ und Montags bzw. Freitags Hose und Schuhe zum Wechseln.  Da wurde es schnell eng in meiner bisher benutzen Tasche. Meine Ortliebs haben jedoch das Problem, dass sie keine Taschen für Kleinteile wie Handy, Geldbörse, Schlüssel usw. habe, und so musste ich nach einer anderen Lösung schauen.

Ein Rucksack wäre ideal, jedoch beginnt mein Rücken schon bei der bloßen Erwähnung des Wortes zu schwitzen und mein Ziel ist es ja, gerade nicht verschwitzt im Büro anzukommen. Fahrradtaschen sind aber auf dem Weg vom Radparkplatz zum Büro meist recht unbequem zu tragen. Ideal wäre also eine Mischung aus beidem.

Zufällig stieß ich im Urlaub auf genau diese Mischung: Der Radrucksack Vaude „Cycle 28“ lässt sich in wenigen Sekunden vom Rucksack

Cycle_28_als_Rucksack in eine Packtasche verwandeln Cycle_28_als_Packtasche .

Die Rückseite mit dem Abspanngummi und dem „Quick Mount und Release-Befestigungssystem“ (QMR-System) ist mit einem umlaufenden Reißverschluss an der Tasche befestigt und lässt sich einfach in der Bodenklappe des Rucksacks verstauen. Der Vorgang selbst benötigt etwas Übung und gelingt nach meiner Erfahrung am besten, wenn der Rucksack auf dem Boden liegt. Deshalb habe ich meist eine Zwischenlösung gewählt: Öffnet man den Reißverschluss nur etwa zur Hälft kann man einen Trageriemen herausnehmen und den Rucksack relativ bequem über der rechten Schulter tragen:

Cycle_28_Tragriemen_rechts

Dabei stört das QMR-System zwar ein wenig, für kurze Strecken ist es jedoch ok.

Apropos Tragekomfort: Zwar sind am Rücken des Rucksacks gepolsterte „Abstandshalter“ vorgesehen, jedoch ist der Tragekomfort für längere Strecken, auch mit beiden Riehmen, auf Grund der geringen Polsterung derselben eher gering. Auch wäre ein abhehmbarer Hüfttragegurt hilfreich, jedoch muss man immer bedenken, dass dieser Rucksack ein Kompromiss darstellt und nicht für längere Wanderungen gedacht ist. Die Eigenschaften als Fahrradtasche standen wohl höher im Lastenheft der Entwickler.

Das QMR-System (im Lieferumfang sind mehere Einsätze zum Anpassen an verschiedene Rohrdurchmesser am Gepäckträger enthalten) hält die Tasche, in Verbindung mit dem Abspanngummi mit Haken, sehr stabil am Gepäckträger des Rades. Zumindest wenn die Rändelschraube der Hakenverstellung weit genug in die Widerlagerplatte am Verstellmechanismus greift:

rucksack_haken

Mein Exemplar ist mir zweimal während der Fahrt einseitig vom Träger gefallen. Und es ist eine üble Frickelei, bis das Gewinde des Hakens wieder greift. Letztendlich hat ein wenig Schraubensicherungslack das Problem für den Rest der Saison behoben.

Auch wenn ich zu Beginn etwas Zweifel an der Haltbarkeit der vernieteten Befestigung des QMR-Systems am Rucksack selbst hatte, wurden diese bisher nicht bestätigt; auch mit ca. sechs Kilo Gepäck hält es die Tasche sicher.

Der Rucksack selbst ist in zwei große Haupt- und zwei etwas kleinere Nebenfächer aufgeteilt. Das hintere Hauptfach ist als gepolsterte Laptoptasche ausgeformt, die beiden Zipperenden lassen sich per Druckknopfverschluss verbinden.

Das vordere, geräumigere Hauptfach verfügt über eine mit einem Gummizug abgeteilte Innentasche, die über die gesamte Breite und etwas mehr die Hälfte der Höhe reicht. Im oberen Bereich des gleichen Hauptfachs befindet sich eine weitere mit einem Zipper abgeteilte Tasche.

Außen auf die Haupttasche aufgesetzt befinden sich zwei weitere kleinere Taschen, die jeweils mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Die obere Tasche ohne Unterteilung ist ideal für Kleinkram, die untere Tasche mit zwei Abteilungen und einem Schlüsselring gut als Aufbewahrungsort für Geldbörse und Schlüssel geeignet. Außerdem befindet sich in dieser Tasche noch eine weitere, im Futter eingearbeitete Tasche, die ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen wird. In dieser Tasche hatte ich zunächst mein Mini-Werkzeugset verstaut. Allerdings zeigten sich schon bald erste Scheuerstellen,

rucksack_scheuerstellen

so dass sich diese Tasche wohl eher für weichere Gegenstände eignet.

An den Seiten des Rucksacks finden sich zwei praxisgerecht befestigte Kompressionsriemen, darunter jeweils ein oben offenens Einsteckfach. Zwischen Haupt- und Laptopfach ist ein stabiler Tragegriff vernäht.

Die im Lieferumfang enthaltene Regenhülle hat meine Tasche erfolgreich vor drohender Überflutung bewahrt, wobei Stoff (210 D Baby Ripstop Polyamid PU-beschichtet/ 600 D Polyester PU-beschichtet) und Verarbeitung der Zipper den Inhalt der Tasche sicher auch bei einem kleinen Regenschauer trocken halten.

Für Fahrten bei Dunkelheit wünsche ich mir etwas mehr Reflexmaterial am Rucksack, die Verteilung an der unteren rechten und linken Ecke sowie in der Mitte unten erscheint mir zwar praxisgerecht, aber etwas sparsam:

rucksack_reflex

Das Gesamtvolumen des Rucksacks ist mit angegebenen 28 Litern für meine Zwecke voll und ganz ausreichend, eine Version mit 22 Litern Volumen ist auch noch erhältlich.

Vorteile:

– Fahrradtasche und Rucksack in einem
– viele geräumige Taschen
– insgesamt vertrauenserweckende Verarbeitung
– praxigerechtes im Lieferumfang enthaltenes Zubehör (Regenhülle, div. Einsätze zum Anpassen des QMR-Systems)
– stabile Reißverschlüsse

Nachteile:

– Befestigungsschrauben der QMR-Haken etwas zu kurz
– Außengewebe scheuert schnell durch (ggf. Anwenderfehler)
– eingeschränkter Tragekomfort als Rucksack (Konzeptbedingt)

Fazit:

Ich kann den Radrucksack Vaude Cycle 28 jederzeit weiterempfehlen. Als Symbiose zwischen Rucksack und Fahrradtasche ist er ideal für alle, die ungern mit Rucksack auf dem Rad unterwegs sind und trotzdem ihre Untensilien über kürzere Strecken zu Fuß relativ bequem transportieren wollen.

Fortsetzung folgt…

Saisonrückblick 2012, 2. Teil: Freeload & Erhöhung der ungefederten Massen ;-)

Beim  zweiten Teil meines Saisonrückblicks 2012 geht es um ein Zubehörteil, nämlich den Freeload-Träger:

Den Träger hatte ich mir seinerzeit auf Grund der Erfahrungen auf der Froschradweg-Tour gekauft, um an der Federgabel des „Laubfrosch“ Carver Pure 150 Gepäck transportieren zu können.

Ich hatte mich aus Kostengründen für die preiswertere Variante mit dem Sportsdeck entschieden, da man auch dort die Ortliebs prima einhängen kann.

Durch das flexible Befestigungssystem mittels Spannbändern und Ratschenverschlüssen sowie die im Lieferumfang

Lieferumfang_Freeload enthaltenen Distanzstreben kann man den Träger entweder

an der Federgabel Freeload_an_Gabel_montiert oder an der Schwinge Freeload_Montagepunkt_Centurion eines Fullys befestigen.

Der Träger hat sich auf zig Kilometern bisher prima bewährt, die Ratschebefestigung Freeload_Montagepunkt_Gabel hält bombenfest und die „Um-Montage“ ist jeweils in wenigen Minuten erledigt.

Natürlich sollte das Gepäck nach Möglichkeit zu den gefederten Massen gehören,  aber, nun ja… 😉

Im Laufe der Saison wurde mir meine Büro-Packtasche für die Fahren ins Büro dann doch zu klein, und so habe ich mir den Fahrradrucksack „Cylce28“ von Vaude (dem widme ich mich im dritten Teil des Saisonrückblicks)  zugelegt.

Doch jetzt trat ein Problem auf, das ich so nicht bedacht hatte: Durch den kurzen Hinterbau des Centurion muss ich den Rucksack recht weit hinten positionieren, so dass dieser z.B. bei Bodenwellen unkontrolliert zu schwingen begann und damit Unruhe in die Fuhre brachte. Dabei kam er manchmal noch mit den Speichen in Berührung, was am Rucksack auch schnell Spuren hinter- rucksack_und_speiche und mich auf Abhilfe sinnen ließ.

Nach einigen Experimenten mit selbstgebastelten Abstandshaltern, die nicht wirklich was brachten, legte ich mit die sog. „Pannier-Frames“ von Freeload zu. Es handelt sich dabei um zwei Bügel, die, rechts und links amTräger montiert, Gepäck auf Abstand zum Laufrad halten. Leider können diese Bügel nicht an das Sportsdeck montiert werden, so dass ich mir also doch noch das Touringdeckzulegen musste…

Montiert sieht das so aus: pannier_frame_montiert

Die Montage ist selbsterklärend und schnell erledigt, und auch hier ist das Konzept so flexibel, dass die Frames wohl auch an alle denkbaren Montagepunkte angepasst werden können. Die mitgelieferten Schrauben sind aus Edelstahl, die Frames selbst aus Kunststoff, der einen sehr soliden und stabilen Eindruck macht. Die Passgenauigkeit ist hervorragend, alles macht einen sehr wertigen Eindruck.

Der Rucksack (oder auch andere Taschen) kann jetzt nicht mehr mit den Speichen in Berührung kommen, was bei Holperstrecken sowohl Fahrzeug als auch Fahrer enorm beruhigt 🙂

Zum Vergleich hier noch einmal

vorher…
rucksack_ohne_pannier

…und nachher:
rucksack_mit_pannier

Während aller seit der Montage gefahrenen Kilometer kam es nur zu einer Panne: Wohl auf Grund der ständigen Bewegungen des Trägers (immerhin ist er ja an einem schwingenden Bauteil montiert) löste sich eine der Schrauben und machte sich irgendwo unterwegs auf und davon. Die hier war’s:

schraube-vermisst Falls irgendwer also unterwegs von einer einsamen 6er-VA-Schraube nach dem Weg nach Haus gefragt wird… 🙂

Zum Glück hielt der Träger trotzdem, so dass es zu keinem Unfall kam und ich das Malheur erst am Ziel bemerkte. Danach habe ich alle Schrauben mit Sicherungslack montiert und seit dem blieben sie alle dort, wo sie hingehören.

Trotz dieses „Systemfehlers“, der jedoch schnell und preiswert behoben werden kann, bin ich hochzufrieden mit dem Freeload-Träger.

Fortsetzung folgt…

Pedelec & Auto-Transport

Will man das Pedelc mit dem Auto transportieren gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

1) AUF dem Auto:

Beim Transport auf dem Autodach ergeben sich wegen des Gewichts eines Pedelecs meist zwei Probleme: Zum einen muss das schwere Rad auf`s Dach gehoben werden und zum zweiten sind viele Fahrradträger nicht für das hohe Gewicht der meisten Pedelecs zugelassen.
Sowohl der Giant-Umbau als auch das umgebaute Centurion bleiben vom Gewicht bei entnommen Akku allerdings leicht genug, um zum Beispiel einen Dachträger von Thule zu benutzen.

2) HINTER dem Auto mit einem Träger auf der Anhängerkupplung

Beim Transport mitteles eines solchen Trägers ist das Thema „Gewicht“ zwar auch eines (was die Tragkraft des Trägers und die zulässige Stützlast des Autos angeht) aber zumindest muss das Rad nicht so hoch gehoben werden.
Will man aber mit dem Rad und z.B. einem Wohnwagen verreisen, scheidet diese Transportmöglichkeit aus. Einzige mir bekannte Ausnahme: Für Land Rover gibt es einen Fahrradträger, der auf der Hängerkupplung montiert wird und auch bei angehängtem Hänger montiert bleiben kann.

3) IM Auto

Der Transport im Auto beseitigt die Nachteile der beiden ersten Transportmöglichkeiten: Das Gewicht ist kein Problem und ein Wohnwagen kann auch angehängt werden. Allerdings muss der Innenraum des Autos genügend Platz bieten, und man sollte auch maximal nur zur zweit verreisen.

Nach eingehender Recherche habe ich mich für diese dritte Variante entschieden:

Fahrrad im Auto

Ich benutze einen Träger von Radstand.de. Der Träger ist preiswert, leicht (Material: Aluminium) gut verarbeitet und für eine Vielzahl von Fahrzeugen erhältlich. Durch das Konzept des Trägers kann er bei einem Fahrzeugwechsel auch meist weiterverwendet werden, denn er wird auf der umgelegten Rücksitzlehne z.B. in den Isofix-Befestigungen für Kindersitze, verschraubt. Bei diesem  Träger wird beim Rad das Vorderrad ausgebaut und mittels Schnellspannverschlüssen auf einer speziellen Gabelaufnahme fixiert. Das ausgebaute Vorderrad wird mittels beiliegendem Zurrband z.B. am Hinterrad verzurrt. Damit nichts scheuert und kratzt wird ein, ebenfalls im Lieferumfang enhaltenes, Schonkissen zwischen den Laufrädern fixiert.

Und wenn man auf die Option, die Rücksitzlehne geteilt umzuklappen, verzichten kann, kann der Träger, zumindest bei meinem Wagen, befestigt bleiben:

Montierter Träger bei hochgeklappter Rücksitzlehne

Auch demontiert nimmt der Träger im Keller durch die flache Bauart deutlich weniger Platz weg als Dach- oder Anhängerkupplungsträger. Die Montage oder Demontage des Trägers selbst ist innerhalb weniger Sekunden erledigt. Die Gabelaufnahme kann problemlos und vielfältig verstellt werden, so dass die ideale Montagestellung des Rads schnell gefunden werden kann. Der dafür notwendige Inbusschlüssel ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Für besondere Radaufnahmen (Steckachsen, Lefty) gibt es außedem spezielle Gabelaufnahmen als Zubehör.

Als Besonderheit kann man auf der Homepage von Radstand.de für viele Fahrzeugtypen, teilweise auch mit Bildern, nachschauen, ob das eigene Auto für den Transport von Fahrrädern im Innenraum geeignet ist.