Saisonrückblick 2011

Jetzt komme ich endlich mal dazu, meinen Saisonrückblick für 2011 zu schreiben.

Zu Beginn des Jahres hatte ich ja eines meiner Räder zum Pedelec umgebaut. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, möglichst oft mit dem Rad die 25 km (einfache Strecke) zum Büro zu fahren.

Es stellen sich jetzt also für mich folgende Fragen:

1. Hat sich der Umbau technisch, elektronisch und elektrisch bewährt? Gab es Probleme, wenn ja welche?

2. Hat sich der Umbau im ersten Jahr „gerechnet“?

Zunächst zum ersten Punkt:

Im Verlauf der Saison 2011 habe ich das Pedelec zum Brötchenholen, zu Fahrten ins Büro und auf einer Radreise „Rund um das Saarland“ eingesetzt. Dabei kamen 1.266 km gefahren Strecke zusammen, hätte mich der Krankenhausaufenthalt Ende September nicht für Monate außer Gefecht gesetzt, wären im herrlichen Spätherbst sicher noch ein paar Kilometer dazu gekommen.

Während der gesamten Zeit gab es weder mechanische noch elektrische und elektronische Probleme. Und das sogar trotz einer stundenlangen Dusche im nächtlichen Gewitter auf der Reise rund ums Saarland! Der Umbau hat sich für mich bisher bewährt.

Den einzigen Kritikpunkt hat nicht der Umbausatz zu vertreten: Durch die doch recht hohen Geschwindigkeiten ist man auf dem Rad auf den ruppigen Radwegen in unserer Gegend nicht unbedingt komfortabel unterwegs (vgl. Blogeintrag vom 02.08.2011). Aber Abhilfe ist schon in Sicht: Im Keller wartet ein Fully-MTB (Centurion Backfire LRS 1) auf den Umbau… 🙂

Centurion Backfire LRS1

Zum zweiten Punkt „hat sich der Umbau gerechnet“?

Im letzten Jahr bin ich an 13 Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Das ergibt eine Strecke von 650 km. Bei einem Verbrauch von rd. 8 l/100 km mit dem Wagen habe ich ca. 52 Liter Benzin erspart. Bei einem Literpreis von ca. 1,50 Euro für Superbenzin ergibt das eine Ersparnis von etwa 78 Euro. Die Kosten für den sonstigen Unterhalt des Autos (Steuer, Versicherung, usw.) habe ich bewusst nicht einbezogen, da ich das Auto ja auch für anderweitige Fahrten nutze.

Nach jeder der 13 Fahrten habe ich den Akku komplett über Nacht wieder aufgeladen. Je Akkuladung kostet das rd. 0,40 Euro. Insgesamt verursachte das Pedelec auf der Strecke von 650 km also ca. (13 x 0,40 €=) 5,20 Euro an Stromkosten.

Die Anschaffungskosten für den Umbausatz betrugen 749 Euro, da ich ihn selbst montiert habe (vgl. Blogeintrag vom 13.03.2011), berechne ich meine Kosten dafür einfach mal nicht 😉

Natürlich ist mir bewusst, das die Berechnung sehr vereinfacht ist und z.B. sowohl Gesamtanschaffung von Pedelec und Auto, dessen Folgekosten (Werkstatt, Steuer, Versicherung, Verschleiß) sowie das Auffüllen der verbrauchten „Humanenergie“ für den Betrieb des Pedelecs (sprich: Nahrungskosten) nicht einschließt.

Das Ergebnis ist trotzdem eindeutig: Der Umbau hat sich (noch) nicht gerechnet.

Gelohnt hat er sich aber schon: Denn zum einen macht es Spaß mit dem Pedelec zu fahren und zum zweiten wäre ich ohne Pedelec nicht so oft mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Und das wiederum tut meiner Gesundheit gut.

GrußAlex

3 Gedanken zu „Saisonrückblick 2011“

  1. Hallo,
    so kannst du – trotz bewusster VEreinfachung – nicht rechnen. Kilometerunabhängige Fixkosten sind z.B. Versicherung, Steuer, Wertverlust pro Zeit etc. Aber die variablen Kosten wie Reparatur, Reifen, Öl, Wertverlust pro Zeit etc. müssen unbedingt neben Treibstoff in die Kalkulation. Bei einem Golf 6 2.0 tdi, der per ADAC Kilometerkosten von ca. 0,39 EURO hat, sind das ca. 0,21 Euro. Diesen Satz kann man als Vergelich mit dem Pedelec ansetzen…erst dann wird es fair – und somit rechnet sich das Pedelec doch recht schnell (bei mir amortisiert es sich nach knapp 5000 km – Verschleiß pedelec natürlich ebenfalls berücksichtigt)
    Grüße

  2. Hallo Sebastian,

    danke für deinen Kommentar!
    Sicher ist meine Berechnung stark vereinfacht, das habe ich aber, wie gesagt auch bewußt gemacht.
    Gruß
    Alex

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.