Saisonrückblick 2012, 4. Teil: Radbrille für Brillenradler

Der vierte Teil meines Saisonrückblicks beschäftigt sich mit meiner Radbrille.

Als Brillenträger schien es für mich lange Zeit völlig unnötig eine Radbrille zu tragen, ich habe selbsttönende Gläser, eine Sonnenbrille ist daher für mich unnötig. Zu Beginn der diesjährigen Radsaison passierte ich auf meinem Weg zur Arbeit jedoch fast jeden Tag drei bis vier Schwärme kleiner Mücken, die direkt über dem Weg in Augenhöhe schwebten. Nach Durchfahren des Schwarms hatte ich dutzende der kleinen Insekten zwischen Auge und Brille und teilweise mehrere im Auge. Das machte nun wirklich keinen Spaß! 🙁

Nachdem auch Tricks wie „Augen zu und durch“ nicht wirklich Hilfe brachten (da warteten die Viecher halt, bis ich die Augen wieder auf hatte um sich rein zustürzen) war klar: Abhilfe würde nur eine Radbrille schaffen.

Da ich, wie gesagt Brillenträger bin, kam nur ein Modell in Frage, in das man optische Gläser einsetzen kann. Die Auswahl ist zwar recht überschaubar, die Preise allerdings meist sehr gesalzen. Denn zu der eigentlichen Brille kommen ja noch zwei optische Gläser samt der Kosten für das Einschleifen hinzu. Außerdem wollte ich selbsttönende Gläser; das bin ich von meinen „normalen“Brillen gewohnt und finde es sehr praktisch.

Nach vielem hin und her entschied ich mich für eine Brille von Rose, die PS01 zum Preis von 59€ zzgl. 9,95€ für den Optikadapter RBS10, in den die optischen Gläser eingefasst werden. Im Lieferumfang enthalten ist ein sehr stabiles Brillenetui sowie eine Hülle aus Microfaser, außerdem werden Nackenschnüre mitgeliefert, die ich allerdings nicht verwende und die deshalb im folgenden Bild fehlen:

Radbrille_komplett

Nach gewohnt kurzer Zeit war die Bestellung da, der Optiker meines Vertrauens braucht etwas länger um den Adapter mit den passenden optischen Gläsern  zu bestücken.

Der Optikadapter selbst wird mit Hilfe des Nasenstegs einfach in die Nasenaussparung der Brille eingeclipst. Das klappt reibungslos und hält auch nach mehrmaligem heraus- und hereinclipsen noch bombenfest.

Auf dem folgenden Bild sieht man schön, dass der Optik-Adapter das Sichtfeld der Brille nicht komplett ausfüllt:

Radbrille_mit_Adapter

Das führt bei mir bei jedem Wechsel zwischen normaler Brille und Radbrille zu Irritationen. Diese kennt wohl jeder Brillenträger, denn sie sind vergleichbar mit denen, die bei Erhalt einer neuen Brille auftreten. Diese Irritationen sind jedoch nur von kurzer Dauer, nach wenigen Momenten weiß das Hirn mit dem geänderten Sichtfeld umzugehen. Bei mir hat es sich bewährt, den Kopf mehr mitzudrehen um den Übergang zwischen optische korrigiertem und nicht korrigiertem Sehbereich zu vermeiden.

Die erste Fahrt mitten durch einen Fliegenschwarm war eine Offenbarung, das hätte ich wirklich schon früher haben können! Die Brille schützt durch die Form auch den seitlichen Augenbereich, von oben hat kein Insekt eine Chance am abnehmbaren Stirn-Schweißpolster vorbeizukommen, prima!

Trotzdem ist die Belüftung der Brille so gut, dass die Gläser auch bei Regenfahrten nur beschlagen, wenn man, z.B. an einer Ampel, stehen bleibt.

Der Selbsttöneffekt ist unauffällig und effektiv und auch bei schweißtreibenden Fahrten rutscht die Brille danke einer rutschhemmenden Beschichtung an Bügeln und Nasensteg nicht vom Kopf.

Das mitgelieferte Etui schützt die Brille (Kunststoffgläser sind recht kratzempfindlich) zuverlässig, wenn sie z.B. im Rucksack transportiert wird.

Fazit:

Ich bin mit dieser Brille hochzufrieden, das Preis-Leistungsverhältnis ist prima und ich frage mich, warum ich mir sowas nicht schon früher zugelegt habe.

Fortsetzung folgt…

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