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The Orca is stranded, Part III: Happy end!

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Das wichtigste ganz zu Beginn: Was lange währt wird endlich gut, der Orca läuft wieder!

Was bisher geschah könnt ihr hier im ersten Teil und hier im zweiten Teil nachlesen.

Bei Rohloff war die Reaktion vorbildlich und super kundenorientiert: Kurz nachdem die Getriebenabe im Werk eingegangen war, erhielt ich einen Telefonanruf von einem Ingenieur. Im Verlauf des des freundlichen Telefonats habe ich das Problem nochmal eindringlich geschildert. Am Ende des Telefonats erhielt ich die Zusage, man werde sich kurzfristig der Sache annehmen.

Am nächsten Tag klingelte erneut das Telefon, man habe zwar keinen offensichtlichen Fehler gefunden, vorsichtshaber aber die gesamten Innereien der Nabe ausgetauscht und selbige bereits auf den Weg zu mir gebracht.  Einen Tag später war sie da! Perfekter Service, besser geht’s nicht!

Der Einbau der Rohloff gestaltete sich jedoch erheblich fummeliger als der Ausbau: Die beiden Ketten (die vom Kettenblatt vorne und die vom Motor zur Rohloff) aufzulegen stellte eine Herausforderung dar. Aber schließlich war das auch geschafft und ich konnte die erste Probefahrt machen!

Allein, ich kam nicht weit: Nach wenigen hundert Metern trat ich wieder ins Leere!

Die Enttäuschung war natürlich groß und wirklich erklären konnte ich mir die Sache zunächst nicht. Da ich den Motor noch nicht wieder draufgeschraubt hatte war schnell geklärt, dass die Ketten nicht die Ursache waren. Und auch die Kette von der Rohloff zum hinteren Ritzel war ok. Es stellte sich schließlich heraus, das der Freilauf des hinteren Ritzels offensichtlich jetzt den Geist aufgegeben hatte!

Von Matthias Erz von Flevobike erhielt ich dann nütliche Tipps zum Ausbau des Ritzels: Der Kettenkasten muss aufgeschraubt werden, dann die zentrale Mutter auf der Radseite des Hinterrades fast ganz ausdrehen und mit sanften Schlägen mit dem Gummihammer lässt sich das Ritzel samt Achse und Lager aus dem Sitz lösen.

Hier ein kurzes Video zur Demonstration des Schadensbildes:

Nach einem kurzen Mailverkehr mit Matthias Erz war klar: Es ist einfach für mich das gesamte Teil zu ihm zum Tausch zu schicken, da ich nicht über die notwendigen Abzieher verfüge. Nach ein paar Tagen hatte ich dann die Sachen wieder zurück; Matthias hatte vorsichtshalber neben dem Freilauf auch das Lager getauscht, sicher ist sicher.

Auch diesemal gestaltete sich der Einbau fummelig: Zwar ist das Ritzel samt Achse wirklich schnell eingebaut, am längsten dauerte, wegen der vielen Schrauben, das Festschrauben des Kettenkastens. Aber bei der ersten Funktionsprüfung sprang die Kette des E-Antriebs ab am oberen Ritzel ab,  weil ich offensichtlich den Kettenspanner nicht korrekt montiert hatte. Und diese kurze Kette wollte sich einfach nicht mehr über das obere Ritzel bugsieren lassen.

In meiner Verzweiflung war ich fast soweit, die Ketten am Kettenschloß zu trennen, doch bei einem letzten Versuch klappte es dann endlich! Eine erste Probefahrt zeigte: Die Kraft der Beine kam wieder am Hinterrad an, super!

Bevor ich jetzt den Motor wieder draufschraubte schmierte ich die Ketten vorsichtshalber ordentlich. Denn immerhin hatte sich im Verlauf der Schraubereien ein ordentlicher Teil der vorhandenen Schmierung auf meinen Fingern wiedergefunden. 🙂

Wenn sich jemand fragt, warum das ganze so lange dauerte: Es lag weder an Rohloff noch an Matthias Erz bzw. Flevelo oder DHL. Die Ursache für die lange Dauer liegt vielmehr darin, dass ich viel andere Termine, teils auch an den Wochenende hatte, so dass ich nicht permantent dabei bleiben konnte.

Einen dickes Dankeschön an alle Beteiligten, besonders aber an die Firma Rohloff für den super-schnellen Support!

 

The Orca is stranded, Part II

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Was bisher geschah könnt ihr hier im ersten Teil nachlesen.

Heute habe ich mich an den Ausbau der Rohloff gemacht. Zunächst habe ich den Motor abgebaut, was an und für sich kein Problem darstellt.

motorgehaeuse_eorca

Allerdings sind zwei der sechs Schrauben sehr schlecht zu erreichen, was die Prozedur etwas in die Länge zieht.

motorgehaeuse_schrauben
Die zwei unteren Schrauben sind sehr schlecht zu erreichen, da sie nahe am Boden des Orca platziert sind.

 

So sieht die Rückseite des abgebauten Motors aus:

e-motor_orca_von_hinten Danach hat mich das Kunststoff-Antriebsrad des E-Antriebs vor eine Herausforderungs gestellt. Nach übereinstimmenden Angaben von Matthias Erz (Flevelo) und Jan Goddemaer kann das Rad mit sanfter Gewalt und etwas rütteln von der Welle gelöst werden. Das wollte mir aber nicht gelingen. Deshalb habe ich schließlich die Kette vom Kettenrad abgehoben, damit ich die Rohloff ausbauen konnte.

antriebsrad_motor_e_orcaDanach habe ich den Orca auf die Seite gelegt und den kompletten sekundären Kettenkasten sowie die untere Abdeckung des primären Kettenstrangs geöffnet. Die Herausforderung war nun, die Kette des Primärtriebs von der Rohloff herunterzubekommen, um die Nabe dann nach oben rausziehen zu können.

orca_ohne_rohloffMit Hilfe zweier weiterer Hände gelang das schließlich auch.  Ich bin gespannt, wie ich die Kette wieder draufbekomme… So sieht die ausgebaute Rohloff eines eOrca aus:

rohloff_eorca_ausgebautIch konnte der Versuchung doch nicht widerstehen, Rohloff und Motor mal zu wiegen; die beeindruckenden Ergebnisse seht ihr unten:

gewicht_rohloffgewicht_motor

Alles in allem war ich rund 3 Stunden beschäftigt.

Die Rohloff macht sich nun morgen auf den Postweg zum Ort ihrer Entstehung. Ich bin gespannt, was da herauskommt…

 

The Orca is stranded…

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Seit rund zwei Wochen ist der Orca gestrandet, was ist passiert?

Auf der Fahrt nach Hause musste ich unterwegs an einer nicht allzu steilen Stelle halten, da ich einem Autofahrer die Vorfahrt gewähren musste. Als ich danach wieder anfuhr, fühlte es sich an, als dreht das Rad kurz durch. Die Straße war jedoch brottrocken und ich hatte gerade neuen Marathon Plus montiert.  Ein paar dutzend Meter weiter passierte es nochmal, diesmal jedoch während der Fahrt. Ich dachte mir zunächst nichts dabei.

Am nächsten Morgen fuhr ich wieder wie gewohnt los; die ersten paar hundert Meter kann ich fast ohne treten fahren, da es permanent bergab geht. Nach einem Halt an einer Kreuzung wollte ich wieder antreten und trat ins Leere! Auch die Gänge der Rohloff durchschalten brachte nichts, es fühlte sich an, als würde ich rückwärts im Freilauf treten. Also schob ich den Orca wieder nach Hause und machte mich zähneknirschend mit dem Auto auf den Weg ins Büro.

Per Email nahm ich Kontakt mit Michael Erz von Flevelo in Lübeck auf, der mir den Tipp gab, es könne vielleicht an den Kettenspannern liegen. Bei nächster Gelegenheit machte ich mich ans Schrauben.

Orca Blick auf Umlenkrolle
So sieht die Umlenkrolle mit Kettenspanner des eOrca aus…

 

Um es kurz zu machen: Die Kettenspanner sind soweit erkennbar völlig ok, die Kette des Primär- und Sekundärtriebs sehen nach gut 12.000 km aus wie neu!

Orca Blick auf die geöffnete Schwinge
…und so die geöffnete Schwinge.

 

Wenn ich aber das Hinterrad festhalte und die Kurbel drehe ist klar erkennbar, dass sich Primärkette und Rohloff drehen, aber die Kraft nicht auf die Sekundärkette übertragen wird. Halte ich das Hinterrad nicht fest, dreht sich die Sekundärkette und das Rad leicht mit.

Flevelo tippt auf ein Problem mit der Rohloff, nach einem Telefonat mit Rohloff erbat man sich dort Fotos des Orca um das Problem eventuell eingrenzen zu können. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

Update vom 02.12.15:

Zwischenzeitlich habe ich mit Rohloff telefoniert. Dort ist man nach einer ersten Einschätzung der Meinung, das irgendwelche Teile abgeschert sind. Das würden normalerweise nur Tandemfahrer hinbekommen und für die hätte man dann die entsprechenden Teile in Alu eingebaut. Felix‘ Vermutung scheint also zutreffend zu sein.

Ich werde jetzt also das gute Stück mal ausbauen (und den Ausbau dokumentieren) und sie zu Rohloff nach Fuldatal einschicken. Es wird aber leider ein wenig dauern bis ich dazu komme. 🙁

 

Geschafft: 10.000 km mit dem eOrca

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Heute war es soweit: Die 10.000 km-Marke ist gefallen!

Tacho des Orca zeigt 10.000 km

Obwohl es weder einen Tusch noch Blitz und Donner gab, bin ich doch ein wenig stolz drauf.  Ein bisschen Eitelkeit muss auch mal sein. 🙂

Richtig klasse finde ich, dass mir mittlerweile wirklich was fehlt, wenn ich mal ausnahmsweise mit dem Auto ins Büro fahren muss.

Auf geht’s zur 20.000er Marke 🙂

9.000 km und 1.745 kg

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In der letzten Woche habe ich die 9.000 km-Marke hinter mir gelassen;  es schüttete gerade wie aus Kübeln, doch ich saß im trockenen Velomobil und konnte in aller Ruhe den Tacho fotografieren:orca_9000kmZu Hause fiel mir dann bei der Durchsicht der Unterlagen auf, dass ich tatsächlich die 8.000er Marke verpasst hatte. ..

Im Juni 2014 fuhr ich das erste Mal mit dem Orca ins Büro, in einem Jahr bin ich also 9.000 km mit dem Velomobil gefahren. Das meiste davon auf Pendelstrecken ins Büro, einige davon auf meiner Reise entlang des Mainradwegs im August 2014 und einige auch auf anderen Touren und Ausflügen.

Vor einiger Zeit hatte ich in diesem Beitrag schon einmal über die CO2-Bilanz geschrieben. Diese Zahlen zu Grunde gelegt, habe ich der Natur im vergangenen Jahr 1.746 kg CO2 erspart!

Ziemlich beeindruckend, finde ich.

Und, ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, dass ich solche Jahres-Kilometerleistungen mal mit dem Fahrrad erreiche. 🙂

Schöne Überraschungen

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Die letzte Woche hielt zwei schöne Überraschungen bereit:

Zunächste wunderte ich mich am Dienstag auf dem Heimweg über eine Walze, die verlassen an einer Weggabelung stand. Beim Näherkommen konnte ich dann sehen, das ein Teil des Wirtschaftsweges neu asphaltiert war. Leider aber nicht meine Strecke. Sollte vielleicht…?

Der nächste Morgen gab meiner Hoffnung Auftrieb: Auf dem Weg ins Büro stand ein Strassenarbeiter auf dem holprigsten Teil meines Pendelweges und ebnete ein großes Schlagloch ein. Und auf dem Heimweg war es dann tatsächlich soweit:

Foto vom neuen Asphalt vor dem Velomobil Foto vom neuen Asphalt hinter dem Velomobil

 

 

 

 

 

 

 

Die bei weitem schlechteste Wegstrecke meiner Route war mit einer dünnen Schicht schwarz glänzendem Aspahlt überzogen! Ich strahlte mit dem Asphalt um die Wette 🙂

Vielen Dank an dieser Stelle an die Stadt Mainz! So macht das Pendeln mit dem Pedelec noch mehr Spaß und wird sicher noch den ein oder anderen motivieren, ebenfalls auf’s Rad zu steigen.

Die zweite Überraschung der Woche war zwar unvermeidlich, aber trotzdem schön: Es scheint so, das jetzt tatsächlich der Frühling da ist: Es sind solche Anblicke und vor allem Düfte, die das Radfahren dem Auto gegenüber attraktiver machen. 🙂

Foto eines Velomobils unter einem blühenden Baum
Der Frühling ist da! 🙂

Im Wendekreis des Orca :-)

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Laut den technischen Daten auf der Website von Flevelo hat der Orca einen Wendekreis von 6 Metern.

Letzte Woche hatte ich ein paar Regenfahrten und dabei ergab sich ein interessanter Schnappschuss. Für alle, die sich 6 Meter nicht vorstellen können, hier also eine kleine Visualisierung:

Bild von Reifenspuren des Orca mit einem Durchmesser von 6 Metern
Die nassen Spuren des Orca auf dem trockenen Boden machen den Wendekreis des Orca deutlich (Klicken zum Vergrössern)

Neben diesem Video zeigt das schön, dass der Orca handlich genug auch für verschlungenere Kurse ist.

Vom Winde verweht: 7.000 km

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Heute war es so windig, wie ich es selten in Rheinhessen erlebt habe. Solange der Wind von hinten oder seitlich hinten kam war alles bestens: Der Wind schob ordentlich an.

Kam der Wind aber von der Seite blähte er das Versatile-Dach so stark auf, dass es zwei- oder dreimal sogar die Einstiegsluke anhob!

Gut, dass man den Orca auch ganz gut mit einer Hand lenken kann.

Vor lauter Spass am „Windsurfen“ (auf der Rückfahrt kam der Wind meist von schräg hinten) hätte ich fast das Ereignis des Tages verpasst nämlich die Vollendung von 7.000 km mit dem Orca. 🙂

Foto des Orca-Tacho: Stand 7.000 km
7.000 km mit dem Orca geschafft!

 

Vom Unterschied zwischen „Strom oder nicht Strom“

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Letzte Woche habe ich einmal ein bisschen in meinen Aufzeichnungen gebättert. Grund dafür war die Frage, wieviel Zeit der Pedelec Antrieb beim eOrca spart.

Deshalb habe ich mal die Zeiten  einer Fahrt jeweils mit und ohne Strom verglichen. Das Ergebnis sieht so aus:

Hinweg ohne Strom: 55 Minuten reine Fahrtzeit
Hinweg mit Strom: 53 Minuten reine Fahrtzeit

Heimweg ohne Strom: 75 Minuten reine Fahrtzeit
Heimweg mit Strom: 61 Minuten reine Fahrtzeit

Da mein Heimweg tendenziell mehr Steigungen hat ist auch an den Zahlen zu sehen, dass sich der E-Antrieb besonders an Steigungsstrecken deutlich in der Fahrtzeit auswirkt. Eigentlich auch logisch…

Ich fahre übrigens weit überwiegend (rumpelige) Rad- und Wirtschaftswege (sonst würde ich mich bei den Autos im Stau anstellen müssen), auf denen man teilweise andere Radler nicht überholen kann. Alleine schon deshalb fahre ich auf meiner Pendelstrecke selten Rennen (habe aber auch schon auf einem Teilstück zwei Mokick-Roller in Schach gehalten:), manchmal sticht einen halt doch der Hafer…)

Jetzt ist das natürlich kein streng wissenschaftlicher Vergleich da die Umgebungsfaktoren (z.B. Wind, Temperaturen…) nicht 100% gleich sind, und auf „Sahneasphalt“ (der auch auf Autostrassen bei uns eher selten ist) wären die Fahrtzeiten insgesamt vielleicht auch kürzer. Jedoch wird die Tendenz m.E. aber gleich sein.

Mein Fazit:
Orca geht auch ohne Strom, macht aber mit erheblich mehr Spass!(y) 🙂

Geschafft: 6.000 km mit dem eOrca!

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Letzten Freitag (27.02.15) war es soweit: Im strömenden Regen habe ich auf der Fahrt ins Büro die 6.000 km-Marke geknackt! 🙂 🙂

Bild des Tachos mit 6.000 km
Geschafft: 6.000 km!

Die 5.000er fiel am 16.12.14, dazwischen lagen die Weihnachtstage,  Urlaub und der ein oder andere Tag, an dem ich nicht mit dem Orca pendeln konnte. Die Schneegefahr scheint für dieses Jahr gebannt, und so denke ich, dass die 7.000er Schwelle nicht über zwei Monate auf sich warten lässt.

Seit zwei Wochen ist die Schiersteiner Brücke, eine Hauptverkehrsverbindung im Rhein-Main-Gebiet gesperrt, was morgens und abends zu kilometerlangen Staus auf dem Mainzer Ring (A60) . Wie gut, dass ich mit dem Orca wetterunabhängig pendeln kann! 🙂

Demnächst ist  der Ölwechsel bei der Rohloff fällig, mal sehen, vielleicht fahre ich ja mit dem Orca nach Dronten und  lasse den machen. Warum nicht selbst machen: Der Pedelec-Antrieb sitzt direkt auf der Rohloff und muss zum Ölwechsel runter.