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Feststoffkettenschmiersystem: Enttäuschung auf ganzer Linie

Was bisher geschah:

19.01.2014:
Mit diesem Blogbeitrag beginnt der Dauertest des Kettenröllchenschmiersystems. Da meine Leitra ein Zwischengetriebe hat, benötige ich zwei Röllchen zu je 19,90 €.

Graphit-Kettenröllchen montiert
Graphit-Kettenröllchen montiert

Auf der Webseite des Herstellers „Carbon for Bikes“ ist von einer Standzeit von ca. 2.000 km die Rede. (Quelle: www.carbonforbikes.com, Stand: 11.05.2014)

13.02.2014:
Nach nur rund 200 km (!) Fahrtstrecke kommt es zum ersten Totalausfall: Das hintere Kettenrädchen ist nicht mehr vorhanden: Es hat sich komplett aufgelöst!

kettenroellchen_weg
Das hintere Kettenröllchen ist weg!

Zum Glück (ein Velomobil schiebt sich nicht so gut) kann ich trotzdem, zwar langsam, aber immerhin, nach Hause fahren. Auf Grund der Diskrepanz zur Werbeaussage (200 gefahrene Kilometer vs. 2.000 km Standzeit) vermute ich einen Fertigungsfehler und schreibe den Hersteller an.

09.03.2014:
Nachdem vom Hersteller „Carbon for Bikes“ auf meine Email vom 13.02. keine Reaktion erfolgte, frage ich nochmal, diesmal aber per Fax, nach. Zwei Tage später erfolgt eine Reaktion: Ein neues Kettenröllchen und ein kurzes Entschuldigungsschreiben. Der Test kann also weitergehen. Nachzulesen in diesem Blogpost.

23.03.2014:
Nach insgesamt nur 250 km kommt es zum zweiten Totalausfall: Das Kettenröllchen im Zwischengetriebe ist zerbröselt! Da mir die Geräusche vom ersten mal noch bekannt vorkommen, kann ich dieses mal noch die kläglichen Reste ausfindig machen:

kettenroellchen_zwischengetriebe_klaegliche_reste_02
Der klägliche Rest des Kettenröllchens aus dem Zwischengetriebe.

Auf Grund der Erfahrungen der ersten Reklamation schicke ich dieses mal gleich ein Fax mit der Bitte um Stellungnahme an den Hersteller. Auf eine Reaktion warte ich bis heute (11.05.2014) vergeblich…

Am Velomobil sind jetzt wieder konventionelle Kettenröllchen montiert, die Kette wird mit Kettenöl gepflegt. Das ist zwar mehr Aufwand, aber dafür erheblich preiswerter.

Das als Ersatz für das erste zerstörte Kettenröllchen gelieferte Teil habe ich, auf Grund der gemachten Erfahrungen, am Centurion montiert. Mal sehen wie lange es da hält…

Fazit:

Kosten in Höhe von 19,90 € je Röllchen und einer, vom Hersteller angegebene Standzeit von „typischerweise“ 2.000 km stehen bei mir reale Standzeiten von 200 km bzw. 250 km gegenüber. Zumindest die von mir gekauften Kettenröllchen halten also bei weitem nicht so lange wie „typischerweise“ zu erwarten ist.

Feststoffkettenschmiersystem: Abbruch Dauertest nach nur ca. 250 km :-(

Nachdem ich die letzten Wochen aus gesundheitlichen Gründen nicht mit der Leitra fahren konnte, war ich heute erstmals wieder Brötchen holen. Kurz bevor ich wieder zu Hause ankam hörte ich ähnliche Geräusche wie seinerzeit, als kurz darauf das erste Kettenröllchen zerbröselte (s. Blogbeitrag vom 13.02.2014).

Diesmal war das Kettenröllchen vom Zwischengetriebe betroffen: Der Blick zum Umwerfer zeigte eine leere Montagestelle! Dieses mal konnte ich jedoch die kläglichen Reste des Kettenröllchens etwa einen Meter hinter der Leitra ausfindig machen und zusammensetzen:

kettenroellchen_zwischengetriebe_klaegliche_reste_02
Die kläglichen Reste des Kettenröllchens aus dem Zwischengetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Detailaufnahme erinnert mich irgendwie an ein Stück Holzkohle, zumindest ist der Zustand nach nur rund 250 km Laufleistung erschreckend:

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Detailaufnahme des zerbrochenen Kettenröllchens

 

Sollte ich zweimal ein Montagsprodukt“ erhalten haben, dass nur einen Bruchteil der auf der Website von „Carbon for Bikes“ (Stand: 23.03.2014) versprochenen Standzeit von ca. 1.500 – 2.500 km hält?

 

Auch wenn die Kette sauber und trotz der rund fünfwöchigen abgedeckten Standzeit der Leitra im Freien ohne einen Anflug von Rost sehr gut ausschaut, erscheint mir das Gebotene für einen Preis von 19,90 € pro Kettenröllchen entschieden zu wenig!

Das vom Hersteller für das defekte Röllchen des Sekundärantriebs (s. Blogbeitrag vom 09.03.2014) kostenfrei ersetzte Kettenröllchen werde ich vorerst nicht an der Leitra verbauen und wieder wie bisher die Kette regelmäßig schmieren. Zumindest bis zu einer Reaktion des Herstellers.

Der am 19.01.2014 begonnenen Dauertest des Feststoffkettenschmiersystems (s. Blogbeitrag) endet nach nur 250 km mit dem enttäuschenden Fazit, dass dieses System der Fahrradkettenschmierung (noch?) nicht für den alltäglichen Gebrauch geeignet zu sein scheint. 🙁Externer Link zu www.VeloVideo.de

Feststoffkettenschmiersystem: Reaktion Hersteller

Im letzten Blogbeitrag hatte ich berichtet, dass ein Röllchen des Feststoffkettenschmier-systems nach nur ca. 200 km „zerbröselt“ war.

Nachdem der Hersteller “Carbon for Bikes” auf meine Mail vom 13.02. nicht reagiert hatte, habe ich die Reklamation letzte Woche noch einmal verschickt, dies mal allerdings per Fax.

Zwei Tage danach klingelte ein freundlicher DHL-Fahrer an der Tür und überreichte mir ein Päckchen, in dem ich ein Entschuldigungsschreiben und, zu meiner Freude, ein neues Kettenschmierröllchen als Ersatz fand. 🙂 Jetzt kann der Dauertest also weitergehen.

Manchmal hilft ein, heute fast altertümlich wirkendes, Fax offensichtlich besser als eine Email… 🙂Externer Link zu www.VeloVideo.de

Feststoffkettenschmiersystem: Erster Totalausfall nach nur ca. 200 km! :-(

In diesem Blogbeitrag hatte ich ja den Beginn des Dauertests eines Feststoffketten-schmiersystems angekündigt. Schneller als erwartet muss ich heute nach nur ca. 200 gefahrenen Kilometern den ersten Totalausfall verzeichnen 🙁 :

Heute nachmittag beim Start Richtung Heimat begleitete mich die ersten Kilometer im strömenden Regen ein recht lautes Klappern aus Richtung Hinterrad, es klang nach einem losen Kabelbinder, der an die Speichen kommt. Allerdings nur beim Treten, nicht beim Rollen. Das machte mich schon stutzig. Kurz bevor ich einen Möglichkeit fand, mich unterszustellen, war das Geräusch plötzlich weg und die Schaltpräzision verschlechterte sich schlagartig und dramatisch. Jetzt musste ich dringend schauen was da los sein könnte. Beim prüfenden Blick auf das Schaltwerk wollte ich erst meinen Augen nicht trauen: Das komplette, erst vor kurzem montierte Kettenröllchen des Schmiersystems war verschwunden!

kettenroellchen_weg
Wie man sieht, sieht man nichts: Das Kettenröllchen hat`s zerbröselt 🙁

Was nun?

Da sich ein Velomobil schlecht schieben lässt und ich noch rund 15 Kilometer bis nach Hause zu fahren hatte, entschloss ich mich, langsam weiterzufahren. Immer in der Hoffnung, das ich irgendwie zu Hause ankommen würde und das klappte zum Glück auch. Das ich die vorher montierten Kettenröllchen aufgehoben hatte, kam mir jetzt zu Gute, denn so konnte ich das verschwundene Röllchen ersetzen. Bei der Demontage stiess ich dann auf die kläglichen Reste:

kettenroellchen_klaegliche_reste
Was vom Graphit-Kettenröllchen übrigblieb 🙁

Den Hersteller „Carbon for Bikes“ habe ich mal angeschrieben, mal sehen, welche Reaktion von dort kommt. Externer Link zu www.VeloVideo.de

Schutzbleche für vorne und hinten

Bei der Montage der vorderen Schutzbleche

Neues Schutzblech
Neues Schutzblech mit selbstgebogenen Alu- Halterungen

ist mir jeweils im rechten und linken Rad ein regelrechte Krater im Profil der Reifen aufgefallen; aus dem Loch im linken Reifen habe ich sogar noch ein Splittsteinchen herausgezogen.

Loch im rechten Reifen
Loch im rechten Reifen
Loch im linken Reifen
Loch im linken Reifen, hier war noch ein Stück Splitt drin

Und dabei wurde bisher auf meinen Wegen noch nicht wirklich gesplittet! Was wird das erst wenn der Winter wirklich da ist? 🙁
Auch wenn die beiden Löcher in den Profilblöcken der Reifen sind, bin ich doch froh um den Pannenschutz der Big Apple und etwas erstaunt, das der hintere Reifen völlig ok ist.

Beim hinteren Rad sieht das neue Schutzblech übrigens so aus:

Schutzblech hinten
Schutzblech hinten mit originaler Halterung

Sowohl vorne als auch hinten konnte ich nicht auf die Originallösungen zurückgreifen: Die vorderen Schutzbleche waren wohl durch die lange Lagerung verzogen und für das hintere ist der Durchlauf der Big Apple einfach zu knapp: Es bleiben ohne Schutzblech nur wenige Zentimeter Luft an zwei Stellen des Rahmens. Jedoch konnte ich hinten die Originalhalterung verwenden.

Ich bin mal gespannt, ob die Seitenverkleidungen jetzt trocken und sauber bleiben, wenn ich den „Radkasten“ wieder montiere.

Aber bis zur Probefahrt dauert es noch ein wenig: Ich will die Seitenteile sowie die Seitenscheiben noch erneuert und zusätzlich eine spezielle Kettenschmierung montieren. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag.

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