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„Mein“ 2014 in Zahlen

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Heute gibt es ein paar Zahlen zu meinem Pedelec-Jahr 2014:

Insgesamt habe ich  6.245 km mit dem Pedelec zurückgelegt. 🙂

Davon entfielen 628 km auf Radfahrten mit dem Centurion im Urlaub, 491 km auf Fahrten mit der Leitra und 5.126 km auf Fahrten mit dem Orca.

Darin enthalten sind 82 Fahrten mit den Velomobilen ins Büro, davon 4 mit der Leitra (wegen des Rahmenbruchs und einer langen Pause wegen gesundheitlicher Probleme)  und 78 Fahrten mit dem Orca.

Summiert war ich auf diesen 82 Fahrten insgesamt 166,12 Stunden oder 6,92 Tage mit den Velomobilen auf der Strasse, habe 3.961,14 km zurückgelegt und je Tag im Schnitt 1.066,39 kcal, insgesamt 87.444 kcal (!!) verbrannt 🙂 🙂

Der Umwelt habe ich mit der Nutzung des Velomobils statt des PKW für das Pendeln ins Büro  768,46 kg CO2 erspart,  🙂 auf die gesamte Fahrleistung von 6.245 km gerechnet sind es sogar rund 1.212 kg erspartes CO2, als mehr als eine Tonne! 🙂 🙂

Bedenkt man, das ein Baum etwa 10 kg CO2 pro Jahr (!!) aufnimmt (Quelle: plant-for-the-planet.org) entspricht das der „Jahresleistung“ von etwa 121 Bäumen! Das ist schon ein kleines Wäldchen. 😉

Alles in allem recht beeindruckende Zahlen, finde ich!

 

 

 

 

Mein persönlicher Pedelec-Jahresrückblick auf 2014

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Der letzte Blogbeitrag des Jahres ist bei mir „traditionell“ ein Rückblick auf das vergangenen Jahr. Hier kommt also mein

Rückblick auf 2014:

 

Im Januar habe ich die Leitra mit neuen Scheiben versorgt und in ein Feststoffkettenschmiersystem investiert, als erste Vorbereitung für die Velomobiltour Oslo-Berlin, für die ich mich angemeldet hatte. Zunächst wollte ich beim „Great Baltic Sea Ride“ mitfahren, aber mehr als 3.000 km in drei Wochen erschienen mir dann doch zu anspruchsvoll.

Weiterhin habe ich im Februar das Zwischengetriebe der Leitra gangbar gemacht, der Tourverlauf Oslo-Berlin versprach ja einige Höhenmeter.  Eines der beiden Röllchen des Feststoffketten-schmiersystems fiel bereits nach rd. 200 km aus, vom Hersteller bekam ich allerdings kostenfreien Ersatz.

So konnte ich im März die ersten Trainingstouren in Angriff nehmen. Ein weiterer Totalausfall des Feststoffkettenschmiersystems veranlasste mich zum Abbruch des Tests und reuiger Rückkehr zur Kettenschmierung nach Altväter-Sitte. 🙁

Im April ging es dann ernsthafter zur Sache, mein Trainingsplan sah einiges an Kilometern als Vorbereitung für Oslo-Berlin vor, und als Langstreckentraining hatte ich mir einen tollen Rundkurs ausgesucht. Heute weiss ich, das die geringen Geschwindigkeiten der Leitra wohl schon andeuteten, was kommen würde:

Im Mai wurden durch einen Rahmenbruch an der Leitra alle Ambitionen auf Berlin-Oslo schlagartig zunichte gemacht. 🙁  Die folgenden Wochen brachte ich mit der Recherche nach Reparaturmöglichkeiten zu, und es sah leider gar nicht gut aus. 🙁

Wie der Zufall so spielt ergab sich im Juli eine günstige Gelegenheit, an einen eOrca zu kommen. Unter uns: Mit dem Bild dieses Velomobils und einem langen Gespräch mit dem Deutschlandimporteur wurde ich im Jahr 2013 mit der „Velomobilitis“ infiziert.  😉

Mittlerweile war es August geworden, und es war klar, dass ich an der Tour Oslo-Berlin auf Grund meines Trainingsrückstands, trotz fleissigen Pendelns ins Büro, nicht teilnehmen konnte. 🙁 Deshalb machte ich mich mit dem eOrca von Fichtelberg aus über Bayreuth entlang des Main-Radwegs auf die Reise nach Mainz. Seitdem weiß ich, das man auch mit dem Velomobil reisen kann, allerdings auf gar keinen Fall unauffällig 🙂 Ebenfalls im August fiel die 3.000 km-Marke.

Im September baute ich beim Elektrik-Trek die „Magnetscheibe“ an den rechten Tretlagerarm um, trat den filmischen Beweis an, das man auch mit dem Velomobil Drängelgitter u.ä. meistern kann und habe dem Orca erfolgreich das „Reifenfressen“ abgewöhnt 🙂

Im Oktober schickte ich den Rahmen der Leitra zum Konstrukteur Carl Georg Rasmussen zur Reparatur nach Dänemark, liess die 4.000 km-Marke mit dem eOrca hinter mir und stellte fest, dass sich bei mir im Lauf der Zeit die Prioritäten zum Thema Pedelec verschoben haben.

Der November sah ein kleines Jubiläum, nämlich meinen 100. Blogbeitrag und es kam zu einer längeren Velomobilpause durch einen Gemüsehobel.

Durch die Erntearbeiten und das regnerische Wetter kamen im Dezember die Vorteile des gekapselten Antriebs voll zur Geltung. Das ein Velomobil auch bei schlechtem Wetter als Pendlerfahrzeug taugt beweist das Erreichen der 5.000-km-Marke im Dezember (die ich ohne das Eingreifen des Gemüsehobels wohl schon im November geschafft hätte…), und kurz vor Weihnachten hatte ich dann auch eine Lösung für kalte Füsse während der Fahrt gefunden.

Fazit:
Das Jahr 2104 war für mich velomobiltechnisch sehr ereignisreich und ich freue mich schon auf 2015!

Vorteil des gekapselten Antriebsstrangs

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Etwa 1/3 meiner täglichen Pedelstrecke verläuft über Wirtschaftswege, die auch als Fahrradwege genutzt werden dürfen. Der Herbst war schön trocken,  und es sah fast so aus, als ob alle Zuckerrübenfelder bis zum Beginn des feuchten Winterwetters abgeerntet und, vor allem,  die am Feldrand gelagerten Rüben abtransportiert wären.

Leider ist es aber auch dieses Jahr so, dass einige wenige Felder jetzt erst „abgeräumt“ werden. Und das führt unterwegs zu einer wahren Schlammschlacht.

image002_klein
Verschlammtes Hinterrad
verschlammtes Vorderrad
Verschlammtes Vorderrad

 

 

 

Bei der Leitra musste ich deshalb (der Versuch mit dem selbschmierenden Karbon-Kettenröllchen ging ja schief) praktisch täglich Kette und Ritzelpaket säubern und fetten. Das war gerade bei niedrigen Temperaturen und Dunkelheit (mangels Garage) kein Spaß. Oftmals habe ich das auch vergessen, was der Lebensdauer der Kette sicher nicht zuträglich war.

Mit dem geschlossenen Antriebsstrang des Orca ist das alles kein Problem, und gerade zur Zeit wird dieser Vorteil sehr deutlich.

100ster Blogbeitrag: Leitra, willkommen zu Hause!

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Heute gibt`s hier ein kleines Jubiläum:
Das hier ist der 100ste Blogebeitrag! 🙂

Nachdem ich den Rahmen der Leitra nach Dänemark zur Reparatur zum Hersteller geschickt habe, ist er letzte Woche wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. 🙂

Die Verpackung des Rahmens sah schon deutlich professioneller aus als meine, zum Vergleich:

Rahmen der Leitra, verpackt
Rahmen der Leitra, von mir zum Versand verpackt

 

Von Leitra.dk verpackter Rahmen
Rahmen der Leitra, von Leitra.dk zum Versand verpackt

Ausgepackt sieht der Rahmen dann so aus:

Rahmen, gestrippt und repariert
Rahmen, gestrippt & repariert

Die von Carl Georg Rasmussen reparierte Stelle ist deutlich zu sehen,  hier eine Nahaufnahme:

Reparierter Rahmen, Nahaufnahme
Reparierter Rahmen, Nahaufnahme

Zum Vergleich die gleiche Stelle vor der Reparatur:

Rahmen, vor Reparatur, Nahaufnahme
Rahmen vor der Reparatur, Nahaufnahme

Das Ganze macht einen sehr guten Eindruck, bei dem eingesetzten Zwischenstück handelt es sich um ein Vierkantrohr und bei näherer Betrachtung habe ich noch eine Kleinigkeit entdeckt:

Rahmentraverse mit Bohrung
Rahmentraverse mit Bohrung

Die eingefügte Rahmentraverse verfügt über eine Bohrung, pfiffigerweise entgegen der Fahrtrichtung! Damit könnte das Thema „Rost von innen“ der Vergangenheit angehören.

Demnächst steht dann der Wiederaufbau der Leitra an. 🙂

 

English version:

There`s a little anniversary today: This is blogpost no. 100! 🙂

After sending the Leitra`s frame to Denmark to get it repaired by the manufacturer, the frame returned last week. 🙂

The packing looked much more professional than mine, here`s a comparision:

Rahmen der Leitra, verpackt
Package, done by me
Von Leitra.dk verpackter Rahmen
Package, done by Leitra.dk

Unpacked, the frame looked like this:

Rahmen, gestrippt und repariert
Frame, unpacked and repaired

A closeup of the part of it, which has been repaired by Carl Georg Rasmussen:

Reparierter Rahmen, Nahaufnahme
Closeup of the repaired part of the frame

Here`s a picture of the damaged frame, for comparison:

Rahmen, vor Reparatur, Nahaufnahme
Closeup of the damaged frame

The repaired part of the frame looks quite well! And by checking it in detail I found another interesting „feature“:

Rahmentraverse mit Bohrung
Repaired frame with a „ventilation-hole“

There`s a smartish „ventilation-hole“ against the driving direction, that hopefully prevents rust in the interior of the frame!

The reassembly of the Leitra will follow soon! 🙂

Energie-Speicher, zum Ersten…

Neben der Reichweite ist die „Akku-Technologie“  beim Pedelec auch ein großes Thema. Deshalb will ich hier mal verschiedenen Akkus vorstellen.

Den Anfang machen die beiden Akkus im eOrca:

Bild der Akkus des eOrca
Akkus des eOrca, links für den Antrieb, rechts für die Bordelektrik

Warum zwei Akkus?

Der kleinere Akku ist zur Versorgung der „Bordelektrik“, also im wesentlichen von Beleuchtung und Blinker verantwortlich. Es handelt sich hierbei um einen Li-Ionen-Akku mit 11,1 Volt / 73,2 Wh.
Auf meiner Tour entlang des Mainradwegs hielt eine Akku-Ladung rd. 30 Betriebsstunden. Zwischenzeitlich habe ich auch schon nach 36 Betriebsstunden noch Strom gehabt.

Jetzt, in der dunklen und kalten Jahreszeit, benötige ich den 2. Scheinwerfer am Orca öfter mal. Deshalb werde ich jeweils am Wochenende (also in der Regel nach 10 Betriebsstunden) den Akku aufladen, rein zur Vorsicht… 😉

Das Aufladen dauert mit dem mitglieferten Netzteil mehrere Stunden.

Der große Akku ist der Akku für den Pedelec-Antrieb. Er ist durch die Form und den Tragegriff sehr handlich, in Lithium-Eisen-phosphat-Technik aufgebaut und verfügt über 38,4 Volt / 507 WH.
Durch diese Technik gilt der Akku als sehr sicher, das sogenannte „thermische Durchgehen“ gilt als ausgeschlossen. Außerdem ist er dadurch für eine hohe Dauerstromentnahme geeignet, was für einen Pedelec-Antrieb ja geradzu ideal ist.  🙂 Meine höchste Reichweite in der „Eco“-Stufe betrug 108 km.

Dieser Akku kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladegerät innerhalb von kurzer Zeit (ca. 90 Minuten) aufgeladen werden.

Zum Vergleich hier ein Bild des Akkus des Antriebs, der im Centurion, dem Trek oder Leitra verbaut ist:

Flaschenakku des ElFei-Umbausatzes
Flaschenakku des ElFei-Umbausatzes

Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Li-Ionen-Akku mit 36V / 324 WH. Meine höchste Reichweite mit diesem Akku betrug bisher in  höchster Unterstützungsstufe 72 km (vgl. Blogbeitrag „Reichweitentest, 2ter Versuch“).

Der Akku ist durch eine Griffmulde am oberen Ende auch sehr handlich und gut zu tragen, die Ladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladegerät ca. 6-7 Stunden.

Nebel, Nebel, weiße Wand…

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Spätestens heute nach der Zeitumstellung  ist es klar:  Der Sommer ist vorbei! 🙁

Letzte Woche war es zweimal morgens soweit, dass ich im Nebel mit dem Orca ins Büro fahren musste. Und natürlich gilt beim Velomobil das Gleiche wie beim Auto: Die Fahrweise muss der Witterung angepasst werden!

Allerdings bin ich, vermutlich auch wegen der kühlen Witterung etwas langsamer unterwegs, wovon die täglichen Aufzeichnungen künden. Das sind zwar nur 2-3 Minuten pro Strecke, aber die Zeit für neue „Strecken-Rekorde“ scheint vorerst vorbei zu sein.

Die Sicht bei Nebel ist etwas besser als im Auto, denn ich kann zwischen dem Süllrand um dem Versatile-Dach (bzw.des Fensters, das natürlich auch mit Nebelfeuchte benetzt ist) durchschauen

Sicht aus dem Cockpit nach draussen
Der Spalt zwischem Süllrand und dem „Fenster“ reicht um auch bei Nebel ausreichende Sicht zu haben.

und habe vor allem praktisch keinen Gegenverkehr und habe die Radwege fast für mich alleine! 🙂

Im Vergleich zur im Kopfbereich komplett geschlossenen Leitra…

Leitra von vorne
Die Leitra ist im Kopfbereich komplett geschlossen.

…zieht es aber bei Seitenwind teilweise empfindlich rein. Dagegen hilft mein Wärmekragen, den ich mir mal für`s Motorradfahren gekauft habe. Erstaunlicherweise wird`s damit nicht zu warm.

Langsam scheint auch die Zeit des kurzen Funktionsshirts und der Armlingen wirklich rum zu sein. 🙁 Vorgestern habe ich sogar für die ersten 3-4 km die Softshelljacke drüber getragen. Als Beinbe-kleidung genügt noch eine lange Zip-Hose, allerdings bekomme ich auf den letzten paar Kilometern langsam kalte Füße….

Dem Antriebsakku scheinen die kühleren Temperaturen noch nichts auszumachen, eine außergewöhnlich schnell nachlassende Kapazität kann ich noch nicht feststellen. Sobald es aber auch tagsüber kaum über fünf Grad warm wird, werde ich den Akku vorsichtshalber mit ins warme Büro nehmen. Aber das wird hoffentlich noch eine Weile dauern…

English version:

Now, after the time changed to the winter-mode it’s obvious: Summer is gone… 🙁

Last week I had to ride in foggy weather-conditions to work. And it`s the same like drinving a car: You have to drive more carefull when the view isn’t good.

Maybe it’s  well because of the cool temperatures that I’m slower than usual, about 2-3 minutes each way. Seems that the time for new „records“ is over for this year.

Driving in fog the sight is better than in the car because of the opening beetween the versatile-roof and the body….

Sicht aus dem Cockpit nach draussen
Looking beetween the versatile-roof and the body the sight is relatively good even in fog.

..and there are nearly no other cylists on the cycling-path. 🙂

Having wind from the side it is getting cooler than in the Leitra, which is closed round the head,

Leitra von vorne
Leitra`s completely closed round the head

but with a special neck-warmer (normally used for motorcycling) this is good to manage.

The season for driving with short-armed t-shirts is gone now, last week I had to wear even a softshell for the first kilometers in the morning. For the legs a long hiking-trouser fit`s the needs, but I´m getting cold feet on the last few kilometers of the commuting.

The battery of the pedelec-motor seems not to have any problems with the cooler temperatures yet. But as soon as the temperature will not rise above 5 degrees Celsius in the daytime, I will take the battery with me in the warm office. But this will last some time hopefully…

 

Die Leitra geht auf Reisen…

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Nach dem Rahmenbruch an der Leitra war zunächst guter Rat teuer, jedoch ist Carl Georg Rasmussen (Hersteller der Leitra) der Meinung, den Rahmenbruch dauerhaft reparieren zu können.

Irgendwie müssen Leitra und Carl Georg aber zusammen kommen; und da Dänemark, von Mainz aus gesehen, nicht „mal eben um die Ecke“ liegt, muss der Versand auf dem Postweg erfolgen. Und um den Preis widerrum erträglich zu halten, wird nur der Hauptrahmen auf die Reise gehen.

Nach ca. 2,5h hatte ich die Leitra komplett bis auf den Hauptrahmen demontiert…

Rahmen der Leitra, gestrippt
Rahmen der Leitra, gestrippt.

 

…das Verpacken dauerte dann nochmal fast genauso lange 🙂

Rahmen der Leitra, verpackt
Rahmen der Leitra, versandfertig verpackt

…so dass ich das Paket heute (ein Kiosk in der Nähe ist GLS-Station und hat auch Sonntags geöffnet :-))per GLS auf den Weg schicken.

 

English version:

The Leitra`s frame is broken, and Carl Georg Rasmussen (constructor of the Leitra) says, that he can fix it durable.

Because of Denmark isn`t just „round the corner“ (seen from Mainz), the Leitra must be sent via GLS (a parcel-service) to Denmark.

To keep the costs low, only the mainframe is taking it`s way to the north, ans so I had to disassemble the velomobile. This took only approx. 2,5 hours…

Rahmen der Leitra, gestrippt
The Leitra`s maniframe

…and wrapping the frame took nearly as long. 🙂

Rahmen der Leitra, verpackt
Mainframe packed, ready to start the journey 🙂

Finally I took the parcel today to a kiosk nearby (which is both, a GLS-Station and opened on sundays 🙂 ) and the frame startet it`s journey to Carl Georg Rasmussen.

I`m driving in the rain…

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Am Mittwoch letzter Woche war es soweit: Morgens war noch schönes Wetter und Mittags begann es zunächst nur regnen um dann, als ich nach Hause fahren wollte, zu schütten wie aus Eimern. 🙁

Der Orca stand zu dem Zeitpunkt schon mehrere Stunden im teilweise heftigen Regen, wovon zwei kleine Pfützen rechts und links des Sitzes zeugten. Diese waren das Ergebnis des Regens, der sich auf den Seiten durch die Öffnung zwischen Dach und Karosserie „geschummelt“ hatte. Die Pfützen waren jedoch nicht weiter schlimm. Die Herausforderung bestand vielmehr darin, halbwegs trocken in den Orca einzusteigen und ihn dabei nicht durch die hochgeschwenkte Einstiegsluke vollaufen zu lassen. Für diese Übung gibt es noch Verbessungspotential, denn mit geöffnetem Regenschirm gelingt sie nicht ganz so gut. 😉

Als ich schließlich drin saß und die Klappe geschlossen hatte, tropfte es mir leicht auf die Brust. 🙁 Die Ursache dafür war schnell gefunden: An den Verbindungen zwischen Dachgewebe und Kunststoffscheibe drückt sich Wasser durch.

versatile_dach
Rund um die markierte Stelle sickert Wasser durch

Und eine dieser Verbindungen ist halt direkt in der Mitte über meiner Brust. 🙁 Da muss ich also mal nach einer Lösung suchen. Die erste Idee geht in Richtung Nahtdichter für Zelte…

Dem Wetter dagegen schien es überhaupt nicht zu passen, dass ich recht unbeeindruckt blieb und einfach wie gewohnt losradelte: Kurz nachdem ich losfuhr begann es dermaßen stark zu regnen, dass ich durch die Kunststoffscheibe nichts mehr sehen konnte. 🙁 Beim Versuch, zwischen Scheibe und Karosserie durchzuschauen, wurde meine Brille nass und beschlug fast augenblicklich. 🙁 Also erstmal rechts ranfahren…

Nach ein paar Momenten fuhr ich dann weiter, diesmal aber so, dass ich den Pedelec-Antrieb immer schön am laufen und meinen Puls (und damit meine körperliche Anstregnung) relativ niedrig hielt. Das Ergebnis: Kein Beschlagen der Brille mehr. 🙂 Ein etwas unerwarteter Vorteil des Pedelec-Antriebs. 🙂

So kam ich zwar etwas langsamer (4 Minuten reine Fahrtzeit mehr) als sonst, aber dafür sicher und erheblich trockener als alle anderen Radler, die ich unterwegs sah, zu Hause an.

Fazit:
Der Orca taugt auch für Regenfahrten. Der Wetterschutz ist zwar im Kopfbereich nicht so gut wie in der Leitra (deren Haube ja komplett geschlossen ist) und man muss daher mit Tropfen leben, die den Weg zwischen Dach und Karrosserie hindurch ins Innere finden.

Dafür kann man mit dem Orca, dessen Boden ja, bis auf die Fußlöcher, geschlossen ist, paktisch unbeeindruckt durch Pfützen fahren. 🙂

Bei beiden Velomobilen bleibt man erheblich trockener als jeder Radfahrer und braucht keine besondere Regenkleidung.

Die größte Herausforderung besteht darin, beim Ein- bzw. Aussteigen halbwegs trocken zu bleiben. Aber das ist bei PKW ja das Gleiche 🙂

Externer Link zu www.velovideo.de

 

 

English version:

Finalley it happend last wednesday: In the morning the weaher was beautiful, but at noon it began to rain. At first only light, later, when I wanted to go home, more heavy. 🙁

The Orca was at that time already standing several hours in the rain, of which two small puddles left and right of the seat testified. These were the result of the rain that had found it`s way on the sides through the opening between the roof and body. The puddles were not the problem. The challenge, rather, was to enter the Orca dry and not to leave him filled up with rain. In fact I was not that succesful as I hoped, because while entering I tried to cover myself with an umbrella…

Sitting in the velomobile I noticed was some dripping on my chest: The reason was water which found a way to enter round the mountings of the „window“ in the versatile-roof:

versatile_dach
Water drops from the mountings

These are only drops, but nevertheless I´m going to find a solution for this.

Shortly after I drove off it started to rain so strong that I could not see through the plastic window any more :-( So I tried to watch the street through the opening between the window and the body of the Orca. Because of that my glasses got wet and fogged up almost immediately… I had to stop and after a while my glasses became clear again. So I tried to let the pedal-assist do it`s work for the rest of the commuting back home, to prevent my glasses to get foggy again. As a result I was not that fast as in dry weather-conditions but came home much dryer that the other bicyclists 🙂

 

Conclusion:
The Orca`s good for rainy weather, too. The head is not that good covered as driving the Leitra (wich has a complete closed fairing) and you have to face some drops finding the way inside.

But because of the Orca`s nearly closed floor it`s possible to drive fast (and dry) through puddles 🙂

Driving in the rain with both, Orca or Leitra, you`ll get home dryer than every other bicyclist.

The challenge is to get in and out of the velomobile without getting too wet. But that`s the same with car`s 🙂

 

 

Gestatten: Mein Name ist „Orca“…

Wie im Blogbeitrag von letzter Woche angekündigt stelle ich heute den Neuzugang im Radkeller vor.

Kurz nach dem Rahmenbruch der Leitra ergab sich eine günstige Gelegenheit an einen praktisch noch neuwertigen „Orca“ zu kommen: 🙂

Orca von der Seite
Orca von der Seite
Orca von vorne
Orca von vorne

Der Orca wird von Flevobike Technology im niederländischen Dronten hergestellt und von Flevelo in Lübeck in Deutschland vertrieben.  Anders als die Leitra, an deren Gitterrohrahmen die Verkleidungsteile angehängt werden, verfügt der Orca über eine selbsttragende Karosserie aus einem GFK-Polypropylen-Mix. Das Fahrwerk ist vollgefederten (McPherson-Federbeine) und der Antrieb komplett gekapselt, was, zusammen mit der 14-Gang-Rohloff-Nabe, die Wartung erheblich vermindern sollte. 🙂

Das nach oben geklappte Verkleidungsteil gibt den Einstieg und den Blick ins Innere des Orca frei:

Blick ins Innere
Blick ins Innere

Die Steuerung erfolgt über die sog. Panzerlenkung, auf den Griffen sind griffgünstig die Schalter für Blinker, Lichthupe und Hupe angeordnet, geschaltet wird am linken Hebel. Auf dem vorderen rechten Radkasten sitzt der Akku (6.6AH) zur Versorgung von Licht, Blinkern und Hupe.

Auf der Konsole auf der rechten Seite findet sich ein Schlüsselschalter für die Elektrik, eine Sicherung und eine USB-Schnittstelle (!), über die das Laden externer Geräte (z.B. Navi) möglich ist…

Konsole rechts
Konsole rechts

…die Konsole auf der linke Seite beherbergt die Schalter für Fahrt- und Fernlicht (!), sowie die LED-Kontrollanzeigen für Blinker links und rechts, außerdem gibt es noch eine akustische Blinkeranzeige.

Konsole links
Konsole links

Eine Besonderheit stellt der Pedelec-Antrieb dar: Der Motor ist direkt an die Rohloff-Nabe angebracht, wodurch der Antrieb die komplette Bandbreite der Schaltung mit nutzt.

Blick auf Motor und Akku
Blick auf Motor und Akku

Dabei erfolgt die Kraftbertragung nur über die relativ kurze Kette zwischen der Rohloff-Nabe und dem Endantrieb, was die Lebensdauer der Primärkette erheblich schont. Die Stromversorgung des Antriebs erfolgt über einen LiFePo4-Akku mit 507 Wh, meine bisher größte erziehlte Reichweite in der kleinsten von drei Unterstützungsstufen betrug respektable 108 km. Die Ladenzeit bei vollständig geleertem Akku beträgt mit dem mitglieferten Ladegerät nur ca. 1,5h, wobei der Lüfter des Ladegerätes ordentlich pustet.

Der Antrieb wird über ein Bedienteil mit integriertem Fahrradcomputer gesteuert, das griff- und blickgünstig unterhalb des „Süllrands“ montiert ist.

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Blick ins „Cockpit“

Die Verarbeitungsqualität und Materialanmutung ist insgesamt auf einem fast schon automobilen Niveau.

So, das war es für heute erst einmal…

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Blog-Untertitel umbenannt: Zuwachs im Radkeller :-)

In letzter Zeit ist es etwas still geworden auf diesem Blog, 🙁 das wird sich in der nächsten Zeit aber ändern, denn seit dem Rahmenbruch der Leitra gab es Zuwachs im Radkeller. 🙂

Deshalb habe ich den Untertitel des Blog von „Meine (Langzeit-)Erfahrungen mit Pedelec-Umbauten“ in „Meine (Langzeit-)Erfahrungen mit Pedelecs“ geändert.

Es muss sich also um ein „Fertigpedelec“ handeln, aber um welches genau? Die Auflösung erfolgt nächste Woche… 🙂

Diese Woche soll es nochmal um die Leitra gehen: So wie es aussieht, werde ich die Leitra, bzw. nur deren Hauptrahmen, nach Dänemark zum Hersteller schicken. Der Konstrukteur Carl Georg Rasmussen ist zuversichtlich, das er den Rahmen haltbar reparieren kann.  🙂  Bevor das aber passieren kann, muss ich die Leitra soweit es geht zerlegen. Vor allem um meinen selbstgezogenen „Kabelbaum“ ist das schade. Wer weiß ob ich den nochmal so hinbekomme…

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