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Jahresückblick 2013: Erfahrungen mit Pedelec-Fully & Pedelec-Leitra

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und es ist Zeit für einen Jahresrückblick.

Zu Beginn ein wenig Statistik:

Im Jahr 2013 bin ich 2.148 km (2012: 1.665 km) mit eingebautem Rückenwind gefahren, davon entfallen 1.070 km auf Fahrten mit dem umgebauten Fully, meinem „Centurion-Stromer„, und 1.078 km mit dem elektrifizierten Velomobil, meiner Leitra. Besonders interessant finde ich den Zeitraum der Fahrten: Die Fahren mit dem Centurion fanden überwiegend in der Zeit von März bis August, die Fahrten mit der Leitra dagegen von September bis Dezember statt. Das bedeutet, dass die Leitra den Zweck erfüllt, für den ich sie gekauft habe: Mir das wettergeschützte Radfahren zu ermöglichen. 🙂

In beiden Fahrrädern ist ein Nachrüstsatz von Elektrofahrrad-Einfach.de verbaut, ich verwende jedoch nur einen Flaschenakku, der somit, nach einem Garantietausch 2011, zwischenzeitlich 3.665 km und 77 Ladezyklen „auf dem Buckel“ hat. Davon ist jedoch nichts zu merken, er wirkt frisch wie am ersten Tage und seine Kapazität reicht locker auch für die Hin- und Rückfahrt ins Büro mit Leitra, die mit rd. 42 kg etwa doppelt so schwer ist wie mein „Centurion-Stromer“.

Bei beiden Motoren ist bisher keinerlei Verschleiß zu bemerken, beide funktionieren klaglos, und auch unter teils widrigen Umständen (z.B. Gewicht der Leitra, schlammige Wege im Herbst) zuverlässig.

Beim Velomobil ergibt sich allerdings ein (noch) etwas erhöhter Wartungs- und Bastelaufwand, verursacht durch losgerrüttelte Schrauben und Muttern und auch durch das Alter (19 Jahre) bzw. nicht (mehr) vorhandenen oder passende Teile.

Mit dem SQlab-Sattel „610 active“ habe ich rd. 1.300 km zurückgelegt (ca. 300 auf dem Ergometer, den Rest auf dem Stromer) und bereue den Kauf nicht. Auch wenn es eine geraume Zeit dauerte, bis sich meine Sitzhöcker an die ungewohnte Belastung gewöhnt hatten, kann ich ohne Taubheitsgefühle Rad fahren. Nachvollziehbarer Weise treten diese Beschwerden bei Fahrten mit der Leitra nicht auf 🙂

Schwalbes „Big Apple“, die auf dem Centurion keinen so guten Eindruck hinterlassen haben, bewähren sich auf der Leitra als „Luftfederung“ umso mehr. Ob sich die Fahrtzeiten bzw. -leistungen noch verbessern lassen wird die Zukunft zeigen.

Momentan steht die Leitra zur „1.000km-Inspektion“ im Keller; und wenn sie schonmal unten ist, will ich noch das ein oder andere Problem lösen. So hat sie seit gestern dann doch Kotflügel an den Vorderrädern, um solche Schlammpackungen

leitra_nach_testfahrt_wischer
Leitra nach einer normalen Fahrt

in Zukunft zu verringern. 🙂 Zu meiner Überraschung wurde ich bisher noch nicht von der Polizei zu Kontrollzwecken angehalten. Der „Hinguck-Faktor“ ist nach wie vor enorm. Bei fast jedem Halt ergeben sich praktisch von selbst Gespräche und, bis auf eine Ausnahme, zaubert das Velomobil wie von selbst ein Lächeln auf das Gesicht von Passanten, sobald wir irgendwo auftauchen. 🙂

Zu guter letzt noch ein Wort zum „Elektrik-Trek“: Es hat im letzten Jahr 528 km, meist auf Kurzstrecken für Einkaufsfahrten, zurückgelegt. Dabei kam es weder an der der Elektrik noch an der Mechanik (der Rahmen hat zwischenzeitlich auch schon mehr als 13.000 km gesehen) zu Defekten oder Problemen, also im besten Sinne unauffällig.

Externer Link zu www.VeloVideo.deAlle Fahrten mit den umgebauten Rädern machen nach wie vor viel Spaß und ich freue mich auf jeden weiteren Kilometer!

 

Saisonrückblick 2012, 5. Teil: Fazit

Am letzten Tag des Jahres kommt der letzte Teil meines Jahresrückblicks.

Im Februar habe ich den Pedelec-Umbausatz vom Giant zum Centurion umgebaut (vgl. „Frühlingszeit = Bastelzeit…“) weil mir die Fahrten auf den ruppigen Wegen bei den Pedelec-Geschwindigkeiten zu holprig waren.

Eine gute Entscheidung, alles in allem habe ich 1.665 km mit meinem vollgefederten Stromer „unter Strom“ zurückgelegt, 1.400 km davon im Pendelverkehr ins und vom Büro (vgl. Saisonrückblick Teil 1).

Die restlichen Kilometer gehen aufs Konto von kleineren Besorgungsfahrten und der ein oder anderen Tour. Denn irgendwie kann man sich an das Pedelecfahren so sehr gewöhnen, das es schwer fällt, ohne Unterstützung unterwegs zu sein. 🙂

Im Juni kam es zu einem Akkudefekt (vgl. „Der Pedelecspass geht weiter…“), der von Elfei sehr kulant geregelt wurde.

Im Juli habe ich einen Magnet am Kettenblatt hinzugefügt um das Ansprechverhalten des Motors zu verbessern (vgl. „Ein bisschen Tuning“); der Magnet hält bis heute ohne Klebstoff.

Ende August hatte ich dann 1.000 km in Pendelverkehr auf dem Weg ins Büro zurückgelegt (vgl. „Geschafft: 1.000 km Pendelverkehr mit dem Stromer“) und kurz danach musste ich das erste und einzige Mal in strömendem Regen nach Hause fahren (vgl. „Stromer macht Freischwimmer“), was sämtliche Komponenten des Pedelec-Nachrüstsatzes völlig unbeeindruckt lies.

Kurz vor Ende meiner Saison habe ich den Stromer auf andere Reifen gestellt (vgl. „Stromer auf Speed (King)“, die sich bisher bewährt haben und einen sicherlich erheblichen Anteil daran hatten, dass die kurze Schneetour (vgl. Beitrag „Wird’s dem Stromer zu heiss…“) so viel Spaß machte. An dem dabei aufgetretenen Speichenbruch am Hinterrad sind sie sicher nicht schuld:

Speichenbruch_klein

Wahrscheinlicher ist mangelnde Wartung meinerseits. Vielleicht erfordern die Belastungsspitzen des Fullys an den Speichen, bedingt durch die Bewegungen der hohen ungefederten Massen am Hinterrad, einen erhöhten Wartungsbedarf? Vielleicht liest ja ein Fahrwerksspezialist mit und kann was dazu sagen?

Natürlich ist eine Speiche auf der rechten Seite betroffen, d.h. der Zahnkranz muss runter.

Außerdem hat sich irgendwann eine Schraube am Freeload-Gepäckträger gelöst (vgl. „Saisonrückblick 2012, 2.Teil“), was sicherlich an den ständigen Bewegungen des Hinterbaus durch die Federung bedingt ist.

Das im April umgebaute Trek (vgl. „Das Elektrik-Trek“) hat im Laufe des Jahres 769, im positiven Sinn, sehr unauffällige Kilometer zurückgekelegt.

Alles in allem haben die Pedelecs über’s Jahr außerordentlich viel Spaß bereitet, die Umbauten haben sich auf jeden Fall bezahlt gemacht und ich freue mich schon auf die neue Saison!

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Saisonrückblick 2012, 4. Teil: Radbrille für Brillenradler

Der vierte Teil meines Saisonrückblicks beschäftigt sich mit meiner Radbrille.

Als Brillenträger schien es für mich lange Zeit völlig unnötig eine Radbrille zu tragen, ich habe selbsttönende Gläser, eine Sonnenbrille ist daher für mich unnötig. Zu Beginn der diesjährigen Radsaison passierte ich auf meinem Weg zur Arbeit jedoch fast jeden Tag drei bis vier Schwärme kleiner Mücken, die direkt über dem Weg in Augenhöhe schwebten. Nach Durchfahren des Schwarms hatte ich dutzende der kleinen Insekten zwischen Auge und Brille und teilweise mehrere im Auge. Das machte nun wirklich keinen Spaß! 🙁

Nachdem auch Tricks wie „Augen zu und durch“ nicht wirklich Hilfe brachten (da warteten die Viecher halt, bis ich die Augen wieder auf hatte um sich rein zustürzen) war klar: Abhilfe würde nur eine Radbrille schaffen.

Da ich, wie gesagt Brillenträger bin, kam nur ein Modell in Frage, in das man optische Gläser einsetzen kann. Die Auswahl ist zwar recht überschaubar, die Preise allerdings meist sehr gesalzen. Denn zu der eigentlichen Brille kommen ja noch zwei optische Gläser samt der Kosten für das Einschleifen hinzu. Außerdem wollte ich selbsttönende Gläser; das bin ich von meinen „normalen“Brillen gewohnt und finde es sehr praktisch.

Nach vielem hin und her entschied ich mich für eine Brille von Rose, die PS01 zum Preis von 59€ zzgl. 9,95€ für den Optikadapter RBS10, in den die optischen Gläser eingefasst werden. Im Lieferumfang enthalten ist ein sehr stabiles Brillenetui sowie eine Hülle aus Microfaser, außerdem werden Nackenschnüre mitgeliefert, die ich allerdings nicht verwende und die deshalb im folgenden Bild fehlen:

Radbrille_komplett

Nach gewohnt kurzer Zeit war die Bestellung da, der Optiker meines Vertrauens braucht etwas länger um den Adapter mit den passenden optischen Gläsern  zu bestücken.

Der Optikadapter selbst wird mit Hilfe des Nasenstegs einfach in die Nasenaussparung der Brille eingeclipst. Das klappt reibungslos und hält auch nach mehrmaligem heraus- und hereinclipsen noch bombenfest.

Auf dem folgenden Bild sieht man schön, dass der Optik-Adapter das Sichtfeld der Brille nicht komplett ausfüllt:

Radbrille_mit_Adapter

Das führt bei mir bei jedem Wechsel zwischen normaler Brille und Radbrille zu Irritationen. Diese kennt wohl jeder Brillenträger, denn sie sind vergleichbar mit denen, die bei Erhalt einer neuen Brille auftreten. Diese Irritationen sind jedoch nur von kurzer Dauer, nach wenigen Momenten weiß das Hirn mit dem geänderten Sichtfeld umzugehen. Bei mir hat es sich bewährt, den Kopf mehr mitzudrehen um den Übergang zwischen optische korrigiertem und nicht korrigiertem Sehbereich zu vermeiden.

Die erste Fahrt mitten durch einen Fliegenschwarm war eine Offenbarung, das hätte ich wirklich schon früher haben können! Die Brille schützt durch die Form auch den seitlichen Augenbereich, von oben hat kein Insekt eine Chance am abnehmbaren Stirn-Schweißpolster vorbeizukommen, prima!

Trotzdem ist die Belüftung der Brille so gut, dass die Gläser auch bei Regenfahrten nur beschlagen, wenn man, z.B. an einer Ampel, stehen bleibt.

Der Selbsttöneffekt ist unauffällig und effektiv und auch bei schweißtreibenden Fahrten rutscht die Brille danke einer rutschhemmenden Beschichtung an Bügeln und Nasensteg nicht vom Kopf.

Das mitgelieferte Etui schützt die Brille (Kunststoffgläser sind recht kratzempfindlich) zuverlässig, wenn sie z.B. im Rucksack transportiert wird.

Fazit:

Ich bin mit dieser Brille hochzufrieden, das Preis-Leistungsverhältnis ist prima und ich frage mich, warum ich mir sowas nicht schon früher zugelegt habe.

Fortsetzung folgt…

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Saisonrückblick 2012, 3. Teil: Ein Rucksack für den Stromer

Wie angekündigt geht es im dritten Teil meines Saisonrückblicks 2012 um den Radrucksack Vaude „Cycle 28“.

Obwohl ich auf meinen Pendlerfahrten ins Büro im Jahr 2012 nur einmal im Regen heimfahren musste (vgl. Blogeintrag „Stromer macht Freischwimmer“) gehören Regensachen immer ins Gepäck. Dazu noch zwei 1,5l PET-Flaschen mit Wasser etwas Verpflegung, damit ich den Bürotag „überstehe“ und Montags bzw. Freitags Hose und Schuhe zum Wechseln.  Da wurde es schnell eng in meiner bisher benutzen Tasche. Meine Ortliebs haben jedoch das Problem, dass sie keine Taschen für Kleinteile wie Handy, Geldbörse, Schlüssel usw. habe, und so musste ich nach einer anderen Lösung schauen.

Ein Rucksack wäre ideal, jedoch beginnt mein Rücken schon bei der bloßen Erwähnung des Wortes zu schwitzen und mein Ziel ist es ja, gerade nicht verschwitzt im Büro anzukommen. Fahrradtaschen sind aber auf dem Weg vom Radparkplatz zum Büro meist recht unbequem zu tragen. Ideal wäre also eine Mischung aus beidem.

Zufällig stieß ich im Urlaub auf genau diese Mischung: Der Radrucksack Vaude „Cycle 28“ lässt sich in wenigen Sekunden vom Rucksack

Cycle_28_als_Rucksack in eine Packtasche verwandeln Cycle_28_als_Packtasche .

Die Rückseite mit dem Abspanngummi und dem „Quick Mount und Release-Befestigungssystem“ (QMR-System) ist mit einem umlaufenden Reißverschluss an der Tasche befestigt und lässt sich einfach in der Bodenklappe des Rucksacks verstauen. Der Vorgang selbst benötigt etwas Übung und gelingt nach meiner Erfahrung am besten, wenn der Rucksack auf dem Boden liegt. Deshalb habe ich meist eine Zwischenlösung gewählt: Öffnet man den Reißverschluss nur etwa zur Hälft kann man einen Trageriemen herausnehmen und den Rucksack relativ bequem über der rechten Schulter tragen:

Cycle_28_Tragriemen_rechts

Dabei stört das QMR-System zwar ein wenig, für kurze Strecken ist es jedoch ok.

Apropos Tragekomfort: Zwar sind am Rücken des Rucksacks gepolsterte „Abstandshalter“ vorgesehen, jedoch ist der Tragekomfort für längere Strecken, auch mit beiden Riehmen, auf Grund der geringen Polsterung derselben eher gering. Auch wäre ein abhehmbarer Hüfttragegurt hilfreich, jedoch muss man immer bedenken, dass dieser Rucksack ein Kompromiss darstellt und nicht für längere Wanderungen gedacht ist. Die Eigenschaften als Fahrradtasche standen wohl höher im Lastenheft der Entwickler.

Das QMR-System (im Lieferumfang sind mehere Einsätze zum Anpassen an verschiedene Rohrdurchmesser am Gepäckträger enthalten) hält die Tasche, in Verbindung mit dem Abspanngummi mit Haken, sehr stabil am Gepäckträger des Rades. Zumindest wenn die Rändelschraube der Hakenverstellung weit genug in die Widerlagerplatte am Verstellmechanismus greift:

rucksack_haken

Mein Exemplar ist mir zweimal während der Fahrt einseitig vom Träger gefallen. Und es ist eine üble Frickelei, bis das Gewinde des Hakens wieder greift. Letztendlich hat ein wenig Schraubensicherungslack das Problem für den Rest der Saison behoben.

Auch wenn ich zu Beginn etwas Zweifel an der Haltbarkeit der vernieteten Befestigung des QMR-Systems am Rucksack selbst hatte, wurden diese bisher nicht bestätigt; auch mit ca. sechs Kilo Gepäck hält es die Tasche sicher.

Der Rucksack selbst ist in zwei große Haupt- und zwei etwas kleinere Nebenfächer aufgeteilt. Das hintere Hauptfach ist als gepolsterte Laptoptasche ausgeformt, die beiden Zipperenden lassen sich per Druckknopfverschluss verbinden.

Das vordere, geräumigere Hauptfach verfügt über eine mit einem Gummizug abgeteilte Innentasche, die über die gesamte Breite und etwas mehr die Hälfte der Höhe reicht. Im oberen Bereich des gleichen Hauptfachs befindet sich eine weitere mit einem Zipper abgeteilte Tasche.

Außen auf die Haupttasche aufgesetzt befinden sich zwei weitere kleinere Taschen, die jeweils mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Die obere Tasche ohne Unterteilung ist ideal für Kleinkram, die untere Tasche mit zwei Abteilungen und einem Schlüsselring gut als Aufbewahrungsort für Geldbörse und Schlüssel geeignet. Außerdem befindet sich in dieser Tasche noch eine weitere, im Futter eingearbeitete Tasche, die ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen wird. In dieser Tasche hatte ich zunächst mein Mini-Werkzeugset verstaut. Allerdings zeigten sich schon bald erste Scheuerstellen,

rucksack_scheuerstellen

so dass sich diese Tasche wohl eher für weichere Gegenstände eignet.

An den Seiten des Rucksacks finden sich zwei praxisgerecht befestigte Kompressionsriemen, darunter jeweils ein oben offenens Einsteckfach. Zwischen Haupt- und Laptopfach ist ein stabiler Tragegriff vernäht.

Die im Lieferumfang enthaltene Regenhülle hat meine Tasche erfolgreich vor drohender Überflutung bewahrt, wobei Stoff (210 D Baby Ripstop Polyamid PU-beschichtet/ 600 D Polyester PU-beschichtet) und Verarbeitung der Zipper den Inhalt der Tasche sicher auch bei einem kleinen Regenschauer trocken halten.

Für Fahrten bei Dunkelheit wünsche ich mir etwas mehr Reflexmaterial am Rucksack, die Verteilung an der unteren rechten und linken Ecke sowie in der Mitte unten erscheint mir zwar praxisgerecht, aber etwas sparsam:

rucksack_reflex

Das Gesamtvolumen des Rucksacks ist mit angegebenen 28 Litern für meine Zwecke voll und ganz ausreichend, eine Version mit 22 Litern Volumen ist auch noch erhältlich.

Vorteile:

– Fahrradtasche und Rucksack in einem
– viele geräumige Taschen
– insgesamt vertrauenserweckende Verarbeitung
– praxigerechtes im Lieferumfang enthaltenes Zubehör (Regenhülle, div. Einsätze zum Anpassen des QMR-Systems)
– stabile Reißverschlüsse

Nachteile:

– Befestigungsschrauben der QMR-Haken etwas zu kurz
– Außengewebe scheuert schnell durch (ggf. Anwenderfehler)
– eingeschränkter Tragekomfort als Rucksack (Konzeptbedingt)

Fazit:

Ich kann den Radrucksack Vaude Cycle 28 jederzeit weiterempfehlen. Als Symbiose zwischen Rucksack und Fahrradtasche ist er ideal für alle, die ungern mit Rucksack auf dem Rad unterwegs sind und trotzdem ihre Untensilien über kürzere Strecken zu Fuß relativ bequem transportieren wollen.

Fortsetzung folgt…

Saisonrückblick 2012, 2. Teil: Freeload & Erhöhung der ungefederten Massen ;-)

Beim  zweiten Teil meines Saisonrückblicks 2012 geht es um ein Zubehörteil, nämlich den Freeload-Träger:

Den Träger hatte ich mir seinerzeit auf Grund der Erfahrungen auf der Froschradweg-Tour gekauft, um an der Federgabel des „Laubfrosch“ Carver Pure 150 Gepäck transportieren zu können.

Ich hatte mich aus Kostengründen für die preiswertere Variante mit dem Sportsdeck entschieden, da man auch dort die Ortliebs prima einhängen kann.

Durch das flexible Befestigungssystem mittels Spannbändern und Ratschenverschlüssen sowie die im Lieferumfang

Lieferumfang_Freeload enthaltenen Distanzstreben kann man den Träger entweder

an der Federgabel Freeload_an_Gabel_montiert oder an der Schwinge Freeload_Montagepunkt_Centurion eines Fullys befestigen.

Der Träger hat sich auf zig Kilometern bisher prima bewährt, die Ratschebefestigung Freeload_Montagepunkt_Gabel hält bombenfest und die „Um-Montage“ ist jeweils in wenigen Minuten erledigt.

Natürlich sollte das Gepäck nach Möglichkeit zu den gefederten Massen gehören,  aber, nun ja… 😉

Im Laufe der Saison wurde mir meine Büro-Packtasche für die Fahren ins Büro dann doch zu klein, und so habe ich mir den Fahrradrucksack „Cylce28“ von Vaude (dem widme ich mich im dritten Teil des Saisonrückblicks)  zugelegt.

Doch jetzt trat ein Problem auf, das ich so nicht bedacht hatte: Durch den kurzen Hinterbau des Centurion muss ich den Rucksack recht weit hinten positionieren, so dass dieser z.B. bei Bodenwellen unkontrolliert zu schwingen begann und damit Unruhe in die Fuhre brachte. Dabei kam er manchmal noch mit den Speichen in Berührung, was am Rucksack auch schnell Spuren hinter- rucksack_und_speiche und mich auf Abhilfe sinnen ließ.

Nach einigen Experimenten mit selbstgebastelten Abstandshaltern, die nicht wirklich was brachten, legte ich mit die sog. „Pannier-Frames“ von Freeload zu. Es handelt sich dabei um zwei Bügel, die, rechts und links amTräger montiert, Gepäck auf Abstand zum Laufrad halten. Leider können diese Bügel nicht an das Sportsdeck montiert werden, so dass ich mir also doch noch das Touringdeckzulegen musste…

Montiert sieht das so aus: pannier_frame_montiert

Die Montage ist selbsterklärend und schnell erledigt, und auch hier ist das Konzept so flexibel, dass die Frames wohl auch an alle denkbaren Montagepunkte angepasst werden können. Die mitgelieferten Schrauben sind aus Edelstahl, die Frames selbst aus Kunststoff, der einen sehr soliden und stabilen Eindruck macht. Die Passgenauigkeit ist hervorragend, alles macht einen sehr wertigen Eindruck.

Der Rucksack (oder auch andere Taschen) kann jetzt nicht mehr mit den Speichen in Berührung kommen, was bei Holperstrecken sowohl Fahrzeug als auch Fahrer enorm beruhigt 🙂

Zum Vergleich hier noch einmal

vorher…
rucksack_ohne_pannier

…und nachher:
rucksack_mit_pannier

Während aller seit der Montage gefahrenen Kilometer kam es nur zu einer Panne: Wohl auf Grund der ständigen Bewegungen des Trägers (immerhin ist er ja an einem schwingenden Bauteil montiert) löste sich eine der Schrauben und machte sich irgendwo unterwegs auf und davon. Die hier war’s:

schraube-vermisst Falls irgendwer also unterwegs von einer einsamen 6er-VA-Schraube nach dem Weg nach Haus gefragt wird… 🙂

Zum Glück hielt der Träger trotzdem, so dass es zu keinem Unfall kam und ich das Malheur erst am Ziel bemerkte. Danach habe ich alle Schrauben mit Sicherungslack montiert und seit dem blieben sie alle dort, wo sie hingehören.

Trotz dieses „Systemfehlers“, der jedoch schnell und preiswert behoben werden kann, bin ich hochzufrieden mit dem Freeload-Träger.

Fortsetzung folgt…

Saisonrückblick 2012, Teil 1: 1.400km Pendelverkehr

Wenn ich so aus dem Fenster schaue komme ich nicht umhin festzustellen, dass zumindest meine Radsaison praktisch so gut wie beendet ist. Die morgendliche Kälte macht mir zu schaffen, und so werde ich dieses Jahr wohl nicht mehr mit dem Rad ins Büro fahren.

Deshalb beginne ich schonmal mit meinem Saisonrückblick für 2012.

Im Jahr 2011 bin ich an 13 Tagen mit dem Stromer zur Arbeit gefahren, 2012 kamen erstaunlicherweise 28 Fahrten zusammen! Das ergibt eine Strecke von 1.400 km und ca. 112 l ersparten Sprit. 🙂

An erstaunlicherweise nur einem der 28 Tage hat mich auf der Heimfahrt ein anhaltender Regen begleitet, auf diese Weise konnte sich dann meine Regenklamotten beweisen.

Die Rechnung, ob der Umbau sich finanziell gelohnt hat oder nicht, lasse ich dieses Jahr einfach beiseite. Denn zum einen hat das Radeln enormen Spaß gemacht, und ohne den Umbau hätte ich das nie erlebt. Zum anderen hat sich meine Fitness verbessert und zum dritten kam ich sowohl im Büro als auch zu Hause wesentlich entspannter an, diese Faktoren kann man einfach nicht berechnen. Und zum vierten schlagen die Kosten für das Umspeichen des Motors in eine 26“-Felge durch das Umrüsten des Centurion mit 80,80€  € noch in die Kosten. Der Defekt des Akkus im Juni schlug sich jedoch dank der Kulanz von Elfei nicht negativ auf die Bilanz nieder.

Die Entscheidung, den Pedelc-Umbausatz vom Giant auf das Centurion-Fully „umzuschrauben“ hat sich als goldrichtig herausgestellt. Der Federungskomfort und damit der Fahrspaß ist tatsächlich wesentlich höher und hat sich sogar nach Montage der Conti Speed-King noch verbessert – auch wenn der Stromer jetzt fast wie ein Unimog klingt. Wobei: Das kaschiert auch ein bisschen das Summen des Antriebs.. 😉

Fortsetzung folgt…

Saisonrückblick 2011

Jetzt komme ich endlich mal dazu, meinen Saisonrückblick für 2011 zu schreiben.

Zu Beginn des Jahres hatte ich ja eines meiner Räder zum Pedelec umgebaut. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, möglichst oft mit dem Rad die 25 km (einfache Strecke) zum Büro zu fahren.

Es stellen sich jetzt also für mich folgende Fragen:

1. Hat sich der Umbau technisch, elektronisch und elektrisch bewährt? Gab es Probleme, wenn ja welche?

2. Hat sich der Umbau im ersten Jahr „gerechnet“?

Zunächst zum ersten Punkt:

Im Verlauf der Saison 2011 habe ich das Pedelec zum Brötchenholen, zu Fahrten ins Büro und auf einer Radreise „Rund um das Saarland“ eingesetzt. Dabei kamen 1.266 km gefahren Strecke zusammen, hätte mich der Krankenhausaufenthalt Ende September nicht für Monate außer Gefecht gesetzt, wären im herrlichen Spätherbst sicher noch ein paar Kilometer dazu gekommen.

Während der gesamten Zeit gab es weder mechanische noch elektrische und elektronische Probleme. Und das sogar trotz einer stundenlangen Dusche im nächtlichen Gewitter auf der Reise rund ums Saarland! Der Umbau hat sich für mich bisher bewährt.

Den einzigen Kritikpunkt hat nicht der Umbausatz zu vertreten: Durch die doch recht hohen Geschwindigkeiten ist man auf dem Rad auf den ruppigen Radwegen in unserer Gegend nicht unbedingt komfortabel unterwegs (vgl. Blogeintrag vom 02.08.2011). Aber Abhilfe ist schon in Sicht: Im Keller wartet ein Fully-MTB (Centurion Backfire LRS 1) auf den Umbau… 🙂

Centurion Backfire LRS1

Zum zweiten Punkt „hat sich der Umbau gerechnet“?

Im letzten Jahr bin ich an 13 Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Das ergibt eine Strecke von 650 km. Bei einem Verbrauch von rd. 8 l/100 km mit dem Wagen habe ich ca. 52 Liter Benzin erspart. Bei einem Literpreis von ca. 1,50 Euro für Superbenzin ergibt das eine Ersparnis von etwa 78 Euro. Die Kosten für den sonstigen Unterhalt des Autos (Steuer, Versicherung, usw.) habe ich bewusst nicht einbezogen, da ich das Auto ja auch für anderweitige Fahrten nutze.

Nach jeder der 13 Fahrten habe ich den Akku komplett über Nacht wieder aufgeladen. Je Akkuladung kostet das rd. 0,40 Euro. Insgesamt verursachte das Pedelec auf der Strecke von 650 km also ca. (13 x 0,40 €=) 5,20 Euro an Stromkosten.

Die Anschaffungskosten für den Umbausatz betrugen 749 Euro, da ich ihn selbst montiert habe (vgl. Blogeintrag vom 13.03.2011), berechne ich meine Kosten dafür einfach mal nicht 😉

Natürlich ist mir bewusst, das die Berechnung sehr vereinfacht ist und z.B. sowohl Gesamtanschaffung von Pedelec und Auto, dessen Folgekosten (Werkstatt, Steuer, Versicherung, Verschleiß) sowie das Auffüllen der verbrauchten „Humanenergie“ für den Betrieb des Pedelecs (sprich: Nahrungskosten) nicht einschließt.

Das Ergebnis ist trotzdem eindeutig: Der Umbau hat sich (noch) nicht gerechnet.

Gelohnt hat er sich aber schon: Denn zum einen macht es Spaß mit dem Pedelec zu fahren und zum zweiten wäre ich ohne Pedelec nicht so oft mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Und das wiederum tut meiner Gesundheit gut.

GrußAlex