Schlagwort-Archive: Schwalbe Big Apple

Schutzbleche für vorne und hinten

Bei der Montage der vorderen Schutzbleche

Neues Schutzblech
Neues Schutzblech mit selbstgebogenen Alu- Halterungen

ist mir jeweils im rechten und linken Rad ein regelrechte Krater im Profil der Reifen aufgefallen; aus dem Loch im linken Reifen habe ich sogar noch ein Splittsteinchen herausgezogen.

Loch im rechten Reifen
Loch im rechten Reifen
Loch im linken Reifen
Loch im linken Reifen, hier war noch ein Stück Splitt drin

Und dabei wurde bisher auf meinen Wegen noch nicht wirklich gesplittet! Was wird das erst wenn der Winter wirklich da ist? 🙁
Auch wenn die beiden Löcher in den Profilblöcken der Reifen sind, bin ich doch froh um den Pannenschutz der Big Apple und etwas erstaunt, das der hintere Reifen völlig ok ist.

Beim hinteren Rad sieht das neue Schutzblech übrigens so aus:

Schutzblech hinten
Schutzblech hinten mit originaler Halterung

Sowohl vorne als auch hinten konnte ich nicht auf die Originallösungen zurückgreifen: Die vorderen Schutzbleche waren wohl durch die lange Lagerung verzogen und für das hintere ist der Durchlauf der Big Apple einfach zu knapp: Es bleiben ohne Schutzblech nur wenige Zentimeter Luft an zwei Stellen des Rahmens. Jedoch konnte ich hinten die Originalhalterung verwenden.

Ich bin mal gespannt, ob die Seitenverkleidungen jetzt trocken und sauber bleiben, wenn ich den „Radkasten“ wieder montiere.

Aber bis zur Probefahrt dauert es noch ein wenig: Ich will die Seitenteile sowie die Seitenscheiben noch erneuert und zusätzlich eine spezielle Kettenschmierung montieren. Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag.

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Jahresückblick 2013: Erfahrungen mit Pedelec-Fully & Pedelec-Leitra

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und es ist Zeit für einen Jahresrückblick.

Zu Beginn ein wenig Statistik:

Im Jahr 2013 bin ich 2.148 km (2012: 1.665 km) mit eingebautem Rückenwind gefahren, davon entfallen 1.070 km auf Fahrten mit dem umgebauten Fully, meinem „Centurion-Stromer„, und 1.078 km mit dem elektrifizierten Velomobil, meiner Leitra. Besonders interessant finde ich den Zeitraum der Fahrten: Die Fahren mit dem Centurion fanden überwiegend in der Zeit von März bis August, die Fahrten mit der Leitra dagegen von September bis Dezember statt. Das bedeutet, dass die Leitra den Zweck erfüllt, für den ich sie gekauft habe: Mir das wettergeschützte Radfahren zu ermöglichen. 🙂

In beiden Fahrrädern ist ein Nachrüstsatz von Elektrofahrrad-Einfach.de verbaut, ich verwende jedoch nur einen Flaschenakku, der somit, nach einem Garantietausch 2011, zwischenzeitlich 3.665 km und 77 Ladezyklen „auf dem Buckel“ hat. Davon ist jedoch nichts zu merken, er wirkt frisch wie am ersten Tage und seine Kapazität reicht locker auch für die Hin- und Rückfahrt ins Büro mit Leitra, die mit rd. 42 kg etwa doppelt so schwer ist wie mein „Centurion-Stromer“.

Bei beiden Motoren ist bisher keinerlei Verschleiß zu bemerken, beide funktionieren klaglos, und auch unter teils widrigen Umständen (z.B. Gewicht der Leitra, schlammige Wege im Herbst) zuverlässig.

Beim Velomobil ergibt sich allerdings ein (noch) etwas erhöhter Wartungs- und Bastelaufwand, verursacht durch losgerrüttelte Schrauben und Muttern und auch durch das Alter (19 Jahre) bzw. nicht (mehr) vorhandenen oder passende Teile.

Mit dem SQlab-Sattel „610 active“ habe ich rd. 1.300 km zurückgelegt (ca. 300 auf dem Ergometer, den Rest auf dem Stromer) und bereue den Kauf nicht. Auch wenn es eine geraume Zeit dauerte, bis sich meine Sitzhöcker an die ungewohnte Belastung gewöhnt hatten, kann ich ohne Taubheitsgefühle Rad fahren. Nachvollziehbarer Weise treten diese Beschwerden bei Fahrten mit der Leitra nicht auf 🙂

Schwalbes „Big Apple“, die auf dem Centurion keinen so guten Eindruck hinterlassen haben, bewähren sich auf der Leitra als „Luftfederung“ umso mehr. Ob sich die Fahrtzeiten bzw. -leistungen noch verbessern lassen wird die Zukunft zeigen.

Momentan steht die Leitra zur „1.000km-Inspektion“ im Keller; und wenn sie schonmal unten ist, will ich noch das ein oder andere Problem lösen. So hat sie seit gestern dann doch Kotflügel an den Vorderrädern, um solche Schlammpackungen

leitra_nach_testfahrt_wischer
Leitra nach einer normalen Fahrt

in Zukunft zu verringern. 🙂 Zu meiner Überraschung wurde ich bisher noch nicht von der Polizei zu Kontrollzwecken angehalten. Der „Hinguck-Faktor“ ist nach wie vor enorm. Bei fast jedem Halt ergeben sich praktisch von selbst Gespräche und, bis auf eine Ausnahme, zaubert das Velomobil wie von selbst ein Lächeln auf das Gesicht von Passanten, sobald wir irgendwo auftauchen. 🙂

Zu guter letzt noch ein Wort zum „Elektrik-Trek“: Es hat im letzten Jahr 528 km, meist auf Kurzstrecken für Einkaufsfahrten, zurückgelegt. Dabei kam es weder an der der Elektrik noch an der Mechanik (der Rahmen hat zwischenzeitlich auch schon mehr als 13.000 km gesehen) zu Defekten oder Problemen, also im besten Sinne unauffällig.

Externer Link zu www.VeloVideo.deAlle Fahrten mit den umgebauten Rädern machen nach wie vor viel Spaß und ich freue mich auf jeden weiteren Kilometer!

 

Wer schnell sein will muss leiden…?

Von meinen teilweise sehr ruppigen Strecken auf dem Weg zur Arbeit habe ich ja schon mehrfach berichtet. Immerhin habe ich ja genau deshalb mal ein Fully zum Pedelec umgebaut.

Mit der Leitra, die ja als Liegedreirad von manchen als „Schlaglochsuchgerät“ bezeichnet wird, ist das „Erlebnis“ der schlechten Wege trotz der vorhandenen Vorderradfederung noch intensiver geworden: Die Verkleidungsteile wirken wie ein Resonanzkörper und das ganze Gefährt klappert wie ein Sack Nüsse. 🙁

Hier ein „Soundbeispiel“ der Leitra mit Hookworm-Reifen auf einer Referenzstrecke:

Da muss ich dringend etwas tun.

Die Lautstärke der Musik beim Fahren zu erhöhen ist keine Option, schließlich will ich ja nicht ertauben 😉 Aber eine Federung nachzurüsten ist praktisch unmöglich.  Die einzige Lösung ist das Nutzen einer „Passivfederung“ über die Reifen. Mit den vorhandenen Maxxis Hookworm geht das aber nicht, denn die benötigen mindestens 6,5 Bar Druck. Mit dem Mindestdruck fahre ich bereits und da federt nix… 🙁

Erste Erfahrungen habe ich ja schon mit den Big Apple auf meinem Stromer gemacht und der Hauptgrund, nämlich das trägere Einlenkverhalten, das sie auf dem Up zeigten, sollte an der Leitra kein Thema sein. Interessanterweise war es gar nicht so einfach, drei Big Apples in 20 Zoll zu bekommen.

Das Umrüsten selbst ging recht fix, vor allem deshalb, weil ich die Räder dank der einseitigen Aufhängung vorne nicht demontieren musste. Hinten war es etwas mehr Aufwand. Gut, dass die Big Apple einen Pannenschutz haben. 🙂 Am meisten Zeit kostete es, die Schläuche von den Mänteln zu trennen: sie hatten sich regelrecht verklebt. Möglicherweise eine Folge des hohen Drucks?

Außerdem habe ich etwas Glück: Der Hinterreifen passt gerade so unter’s Schutz“blech“ ! Aber viel Luft ist da nicht mehr…

Eine erste kurze Testfahrt auf einer Straße mit einem Belag aus Verbundpflastersteinen zeigte schon deutlich weniger Geklapper. Aber würde sich das auch auf dem Rest der Strecke ähnlich wirksam sein? Und vor allem: Wieviel langsamer würde ich mit den Big Apple, die ich mit 2,5 Bar Druck fahre, gegenüber den Maxxis Hookworm bei 6,5 Bar sein?

Die Fahrt ins Büro am nächsten Morgen zeigte folgende Ergebnisse:

1. Das Geräuschniveau ist deutlich niedriger.

2. Bei der Fahrtzeit merke ich keinen Unterschied! 🙂

Vor allem der zweite Punkt ist erstaunlich, denn angeblich bieten prall aufgepumpte Reifen weniger Rollwiderstand als weniger prall aufgepumpte. Wobei diese Lehrmeinung nach Veröffentlichung in diversen Fachzeitschriften falsch ist. Offensichtlich kommt es auch auf die Konstruktion des Reifens selbst an. Ich habe sogar den Eindruck, auf den Bergabstrecken schneller zu sein als mit den Maxxis. Aber das kann eventuell auch an anderen Windverhältnissen liegen. Aber zumindest bin ich nicht langsamer. 🙂

Damit ist die Frage in der Überschrift beantwortet: Wer schnell sein will muss nicht unbedingt leiden!

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Alles neu macht der …April: Big Apple statt SpeedKing

Heute habe ich die Conti Speed King gegen Schwalbe Big Apple getauscht, die eigentlich für mein Reiserad gedacht waren. Doch: Nach 666 fast ausschließlichen Asphalt-Kilometern ist das Negativ-Profil auf der Lauffläche der Speed King am Hinterrad fast komplett wegradiert. Da der Hinterreifen jetzt fast über die gesamte Reifenbreite kompletten Straßenkontakt hat, die Speed King keinen Pannenschutz haben und mir das Risiko einer Reifenpanne auf meiner Pendelstrecke zu hoch erscheint, habe ich vorsichtshalber die Big Apple montiert.

Gerade weil diese ja eine Federung überflüssig machen sollen bin ich mal gespannt, ob sich am Komfort signifikante Änderungen zeigen. Bei einer ersten Fahrt über etwa 25 Kilometer scheint mir an der Hinterhand tatsächlich mehr Eigendämpfung durch die Karkasse fühlbar zu sein, während vorne wenig davon zu spüren ist. Möglicherweise liegt das daran, dass die Reifen mit je ca. 4 bar an der oberen Grenze aufgepumpt sind: Durch die eher hecklastige Gewichtsverteilung und das Mehrgewicht des 8Fun-Hinterradmotors „sinkt“ dadurch der Hinterreifen mehr ein und kann besser dämpfen, während an der Vorderhand die Aufstandsfläche im Vergleich deutlich kleiner ist und durch den hohen Druck kaum Eigendämpfung aufgebaut werden kann. Mal sehen, wie es sich beim nächsten Mal mit weniger Luftdruck vorne fährt.

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