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Ein goldner Herbst

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Langsam wird es dann doch Herbst. Letzte Woche war es schon an ein paar Tagen neblig, so dass man den „Orca-Beam“ schön sehen konnte:

Lichtstrahl des Orca im Nebel
Foto: alexandertheis.com

Demnächst wird wohl dann auch der Wechsel auf neue Marathon-Plus fällig. Bei momentan 11.692 km sind die aktuell montierten seit dem letzten Wechsel Ende Januar rd. 6.300 km gelaufen. Vom Profil ist auf der Mitte des Reifens kaum noch was zu sehen, an den Flanken hingegen schon. Schlußfolgerung: Die Spur stimmt! 🙂

Sechs kleine Helfer

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Heute möchte ich mal sechs meiner kleinen Helfer vorstellen, die ich unterwegs nicht mehr missen will:

Drei Montage-Hebel von Schwalbe, zwei von Sigma und Schwalbe-Montage-Fluid
Fünf meiner kleinen Helfer für unterwegs: Schwalbe Montage-Fluid, drei Schwalbe- und zwei Sigma-Montage-Hebel

 

Helfer Nummer eins: Montage-Fluid von Schwalbe

Ich habe ja hier schon  geschrieben, wie schwer sich die Marathons auf die Felge ziehen lassen. Zu Hause kann man da ja zur Not nach Altväter-Sitte mit Wasser und Spülmittel nachhelfen, aber das ist unterwegs selten zu Hand. Das Montage Fluid ist dafür perfekt: Eine kurzer Druck auf den Schwamm tränkt diesen mit der Flüssigkeit, die  man dann mit dem Schwamm auf der Felge und der Reifenflanke verteilt. Und schon geht die Montage wesentlich leichter von der Hand. 🙂

Helfer Nummer zwei und drei: Montage-Hebelchen von Sigma

Diese beiden Montage-Hebelchen sind Teil eines Multi-Tool von Sigma. Sie sind erstaunlich widerstandsfähig und haben unterschiedlich geformte Enden: Eines ist perfekt dazu geeignet, den Reifen von der Felge zu holen, das andere perfekt um die Reifenflanke ins Felgenbett zu „schieben“: In Zusammenarbeit mit Helfer eins fährt man mit Druck über den Reifen und selbiger flutscht ins Felgenbett. Bei beiden Helfern hatte ich schon mehrfach die Befürchtung, sie würden die Demontage des Reifens nicht überleben, aber, wie gesagt, sie sind sehr widerstandsfähig und ich möchte sie nicht mehr missen. 🙂

Helfer vier, fünf und sechs: Montage-Hebel von Schwalbe

Diese drei sind recht neu in meinem Werkzeugset. Es handelt sich um originale Montagehebel von Schwalbe. Ich habe sie gekauft, weil ich dachte, der Hersteller der Reifen wüsste wohl am besten, wie Montagehebel für die Reifen aus eigener Produktion gestaltet sein müssten. Nun, das weiß er wohl auch:  Zumindest die Demontage des Reifens geht leichter von der Hand. Bei der Montage des Reifens sind zwei und drei besser. Besonders pfiffig ist die „Unterbringung“ gelöst: Der Schwalbe-Schriftzug ist  auf der Oberfläche erhaben und unten versenkt. Dadurch kann man die Hebel einfach ineinander stecken. 🙂

Glassplitter: Marathon Plus kapituliert

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Seit mehreren tausend Kilometern fahre ich schon auf verschiedenen Rädern Marathon Plus und hatte nie einen Durchstich.

Jedoch letzte Woche war es soweit, natürlich morgens auf dem Weg ins Büro, 🙁  aber immerhin war es trocken 🙂

Urheber der Panne war ein Glassplitter, der Form nach zu urteilen ein Splitter aus einer Verbundglasscheibe. Ein Bild habe ich leider nicht, der Splitter hat sich durch Flucht in einen naheliegenden Papierkorb der „erkennungsdienstlichen Registrierung“ entzogen 🙂  Den „Tathergang“ vermute ich wie folgt: Beim Überfahren (wo auch immer) hat sich der Splitter im Restprofil des Marathon Plus festgesetzt und bei jeder Umdrehung weiter eingearbeitet. An dem Tag war es morgens glatt, und ich bin bei einer Bremsung ein oder zwei Meter mit stehenden Reifen gerutscht. Wahrscheinlich war der Splitter gerade unten und das blockierende Rad hat ihn durch den Pannenschutzgürtel gedrückt.

Bild Marathon Plus mit Loch aussen
Marathon Plus von aussen: Durch das Loch kann man die blauen Pannenschutzeinlage sehen
Bild Loch Marathon Plus von innen
Marathon Plus von innen: Hier hat sich der Splitter durchgedrückt

Zunächst habe ich versucht, nochmal aufzupumpen, aber nach ein paar Metern war klar: Es hilft nur ein Schlauchwechsel. Dabei habe ich dann den Splitter entdeckt.
Ich habe zwar seit meinem Erlebnis von letzem Jahr immer einen Reservemantel (Tryker in Faltversion) dabei, habe mich aber entschieden, nur den Schlauch zu wechseln und darauf zu hoffen, dass sich nicht noch ein Splitter genau in das Loch setzt.  Das ging auch gut. 🙂

Doch immer wenn’s beim Orca ans Reifenwechseln geht, komme ich mir vor als wenn ich das zum ersten Mal im Leben machen würde: Die Marathon Plus sitzen dermaßen stramm, das dass Ab- und Aufziehen jedesmal ein Kampf ist. Mit dem Montage-Fluid und einer Kombination von Reifenhebern (zwei aus dem Miniwerkzeug von Sigma, einer aus der Box von Rose) geht es einigermassen, aber leicht ist ‚was anderes. Gut, dass man die Marathons so selten wechseln muss. 🙂

Bild Reifenheber und Montagefluid
Unentbehrliche Helfer beim Marathon-Wechseln: Reifenheber & Montagefluid

Den Rest der Woche konnte ich aus terminlichen Gründen nicht mit dem Orca pendeln, und so habe ich gestern beide vorderen Marathon gegen neue getauscht, die ich noch vorrätig hatte. Dabei habe ich auch mal die Reifenheber von Schwalbe probiert, mit ein bisschen Übung könnte es tatsächlich leichter gehen. Allerdings ist wurde beim Rausheben eines Reifen vom Heber etwas Gummi vom Draht „abgeschält“. Vielleicht ein Anwenderfehler?

Und wo ich schon gerade dabei war, habe ich die Bremsbowdenzüge gegen solche von Jagwire getauscht. 🙂

 

 

Kalte Füsse verhindern, Teil 2

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Hier kommt ein Nachtrag zum Thema „Kalte Füsse verhindern“:

Wie bereits geschildert hielt der Kleber des Klettbands ja nicht so gut, um das Bohren kam ich also nicht herum. Vorsichtshalber habe ich bei Flevelo mal nachgefragt. Dort hat man mich beruhigt, es sei nicht zu erwarten, dass die Löcher ausreissen oder ähnliches.

Vorher habe ich m ir noch den Schlauch besorgt, den auch Tüfti aus dem Velomobilforum benutzt hat: Bild Fahrradschlauch Conti Supersonic

Einen Conti Supersonic in der Größe 47/54-559.

Bei meinem ersten Versuch hatte ich einen aus meinem Fundus benutzt, der schien aber nicht breit genug zu sein.

Der eigentliche Grund für die Verwendung des Conti-Schlauchs scheint aber die erheblich bessere Elastizität gewesen zu sein: Der Schlauch ist viel dünner als der urprünglich von mir verwendete.

Vergleich zweier Fahrradschläuche
Links der ursprünglich von mir benutze Schlauch, rechts der Conti Supersonic. Der Unterschied ist deutlich zu sehen.

Deshalb lässt er sich viel besser dehnen und kann damit zwischen den Befestigungspunkten prima straff gespannt werden.

Zum Maßnehmen und besseren Zugriff habe ich den Orca vorn auf zwei Auffahrrampen gestellt:

Velomobil steht auf Auffahrrampen
So kommen die alten Auffahrrampen zu neuen Ehren 🙂

Das Bohren als solches war sehr unspektakulär: Mit einem 5er Holzbohrer liess sich die untere Karosserie des Orca prima anbohren, es fühlte sich fast an, als würde man in Holz bohren.

Zur Befestigung habe ich Edelstahlschrauben mit selbstsichernden Muttern benutzt und habe die Klebestellen zwischen den Acrylaufhängern und dem Schlauch zusätzlich mit Kabelbindern gesichert.

fussloecher_verschlossen
Die Befestigung mit selbstsichernden Muttern

Die erste Probefahrt war sehr überzeugend, auch beim Aufsetzten des Orca im Schnee blieben die Fusslochabdeckungen an ihrem Platz. 🙂

Velomobil im Schnee
Es kommt hier nicht ganz so rüber: Aber der Orca setzt komplett unten auf dem Schnee auf.

Vor dieser Fahrt hatte ich den hinteren Marathon Plus nach  rund 4.800 gefahrenen Kilometern ersetzt.

Vergleich alter und neuer Reifen
Links der neue, rechts der alte Marathon Plus

Wirklich viel geholfen hat`s nicht 🙂

„Spurhalteassistent“ für`s Velomobil ;-)

Auf meinen ersten Fahrten mit dem Orca hatte ich oft Reifenprobleme: Drei „normale“ Platten und ein spektakulärer (was die Geräuschentwicklung anging) Reifenplatzer bei über 30 km/h bergab! Dabei blieb der Orca aber sehr gutmütig und das Anhalten war problemlos möglich. Seit diesem Platzer habe ich, zusätzlich zu zwei Reserveschläuchen, immer einen Reservereifen (Schwalbe Tryker in Faltversion) dabei. 🙂

Alle Platzer waren vorne rechts, was mir zwar zu denken gab, woraus ich aber zunächst nicht die richtigen Schlüsse zog.

Bei meiner ersten 100km-Tour hatte ich an einer starken Steigung bergauf einen weiteren Platten vorne rechts. 🙁
Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch Kojaks montiert und der Reifen sah so aus:

kojak_durchgerubbelt_klein
Durchgerubbelter Kojak: Dem Schlauch kann man nun wirklich nicht verübeln, da aufgegeben zu haben…

Ich dachte an einen Bremsplatten, aber so stark musste ich nun doch nicht bremsen. Aus dem Velomobilforum kam schnell die Diagnose „Spur verstellt“. Aber da der Orca gut rollte (zumindest im Vergleich zur Leitra) hatte ich eher die Kojaks in Verdacht, zu denen ich eh nicht so das richtige Vertrauen hatte.

Deshalb habe ich dann einfach rundrum Schwalbe Marathon Plus montiert…und hatte nach rd. 600km komplett abgefahrene Reifen vorn! Hmpf! Also war wohl doch die Spur verstellt, hätte ich wohl doch besser auf`s Forum gehört, das hätte mir ca. 60€ für die beiden Marathon Plus gespart!

Nach etwas Recherche fand ich heraus, dass  das „wielspoormeter“ von Velomobil.nl auch zum Orca passt! Prima und vor allem mit 30€ preiswert!

Es kam noch besser: Meine Hoffnung, damit die Spur schnell und einfach einstellen zu können, erfüllte sich. 🙂

Und das geht so:

„Wielspoormeter“ ans Vorderrad anlegen…

"Wielspoormeter" angelegt
„Wielspoormeter“ angelegt

… und zwar so, dass der nicht verstellbare Dorn am Felgenrand anliegt.

Nicht verstellbarer Dorn liegt am Felgenrand an
Nicht verstellbarer Dorn liegt am Felgenrand an.

Der verstellbare Dorn wird jetzt so eingestellt, das er gerade so, ohne das Rad zu verstellen, am anderen Felgenrand anliegt:

Verstellbarer Dorn liegt am anderen Felgenrand an.
Verstellbarer Dorn liegt am anderen Felgenrand an.

Dann misst man die Länge des Gewindes zwischen Felgenrand und Rand des „wielspoormeter“.  Da man das bei mit dem Fahrer belasten Velomobil messen sollte, ist eine zweite Person sehr hilfreich. 🙂

Das gleiche Prozedere wiederholt man jetzt mit dem hinteren Felgenrand. Die Abstände, also die Länge des Gewindes, sollten identisch sein, damit die Reifen parallel stehen.

Sind sie es nicht, wird an der Spurstange, an der man zuest die Konterverschraubung gelöst hat, die Verschraubung so lange verändert, bis die Position passt.

Bei meinem Orca Betrug die Differenz vorn zu hinten fast 4 cm!

Wichtig: Danach wird die Kontermutter wieder gut angezogen, nicht damit sich die Spur von ganz alleine wieder verstellt!

Mittlerweile bin ich ca. 2.500 km gefahren, die Marathons werden gleichmäßig abgefahren, der Orca rollt noch besser und von Platten blieb ich seitdem verschont.

Oh, stimmt nicht: Einen „schleichenden“ hatte ich noch, aber daran war ein defektes Ventil (bzw. die Einvulkanisation desselben) Schuld.

Merke: Auf die Spur achten spart Kraft, Geld und Zeit!

 

 

 

Vielleicht machen ZWEI Schwalben endlich einen Sommer…? ;-)

Heute habe ich am Centurion nach rd. 125 km die montierten Big Apple, gegen Schwalbe Marathon Plus im Format 26×1,75 getauscht.

Hauptsächlich deshalb, weil die an meinem Reiserad „Laubfrosch“ montierten Continental TourRide nach 3.119 km Risse in der Lauffläche hatten.

Seit der Montage der BigApple am Centurion hatte sich die Federgabel ständig über mangelnde Beschäftigung beschwert. Außerdem erschien das Handling etwas träger und ich musste größere Bögen als noch mit den SpeedKing fahren. Beides ist möglicherweise ein Ergebnis der höheren Kreiselkräfte (verursacht durch die doch recht schweren BigApple) im Vergleich zum SpeedKing.

Der Laubfrosch hat keinen Hinterradfederung und muss auf Reisen viel Gepäck tragen, also habe ich die ursprünglich für mein Reiserad vorgesehenen Schwalbe Marathon Plus an meinen Stromer und dessen BigApple auf den Laubfrosch montiert.

Wenn eine Schwalbe keinen Sommer macht, vielleicht machen jetzt die zwei Schwalben am Stromer endlich einen Sommer… 😉

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