Von lockeren Muttern und verschwundenen Schrauben

Wie schon in diesem Posting angedeutet habe ich bei meiner Leitra mit dem Phänomen sich ständig lockernder Schrauben und Muttern zu kämpfen.

Zum Teil ist das vermutlich auf die doch recht straffe Federung der Leitra und den meist recht schlechten Zustand der Wege, auf denen ich unterwegs bin, zurückzuführen. Das ist ja nichts wirklich neues, denn immerhin hat mich das damals ja bewegt, ein Fully zu elektrifizieren.

Die meisten Schraubverbindungen konnte ich mit Schraubensicherungslack und/oder Spannringen dazu überreden, ihrer Aufgabe dauerhaft nachzukommen. Aber gerade bei den Achsmuttern hat weder das eine noch das andere länger geholfen: Nach jeder Fahrt schaute ich besorgt nach, ob die Achsen noch verschraubt waren, so konnte es nicht weitergehen.

Länger schon hatte ich die Vermutung, dass die Achsen meiner Leitra nicht original waren. Schließlich ergab der Foto-Vergleich mit einer anderen Leitra, dass meine Vermutung stimmte:

leitra_achsen_original_und_nachbau
Achse meiner Leitra links im Bild, vermutlich originale Bauart rechts im Bild

Bei meinen Achsen (links im Bild) ist die Verschraubung außen am Rad und außerdem, mit einer Schraube statt einer Mutter, viel filigraner ausgeführt als im Original:

originale_achsschraube
Ursprüngliche, sehr zierliche Achsverschraubung an meiner Leitra

Wie der Zufall so spielt, standen gerade ein paar Achsenpaare aus Titan von BuSVelomo, einem Liegerad- und Trike-Hersteller aus Berlin, bei Ebay zum Verkauf. Kaufentscheiden war, dass diese von den Maßen her passen müssten. Der Gewichtsvorteil der Titanachsen, und das daraus resultierende theoretisch bessere Ansprechverhalten der Federung durch die Reduzierung der ungefederten Massen, spielt bei der Federung der Leitra meiner Meinung nach dagegen eher eine untergeordnete Rolle. 😉

gewicht_stahlachse
Gewicht der Stahlachse: 111 Gramm
gewicht_titanachse
Gewicht der Titanachse: 81 Gramm

Wichtiger erscheint mir dagegen die doch wesentlich massiver ausgeführte Verschraubung. Freitags ersteigert waren die Schrauben Dienstags schon da (hier nochmal vielen Dank für den fixen Versand nach Berlin!) und die Montage verlief erwartungsgemäß problemlos.

Allerdings fehlte nach der ersten Fahrt ins Büro am nächsten Morgen eine der Titanmuttern; ich hätte sie besser wohl doch mit Schraubensicherungslack sichern sollen… 🙁 Zum Glück konnte ich bei einer KFZ-Werkstatt in der Nähe eine selbst sichernde 12er Mutter besorgen (der Besitzer war überrascht, das eine M12er-Muttern an einem Fahrrad zu finden sein sollte…) und  so verlief die Fahrt nach Hause dann deutlich weniger nervenaufreibend. 😉

Am gleichen Abend noch habe ich dann beide Muttern mit Schrauben-sicherungslack gesichert und zusätzlich noch je eine selbst sichernde Mutter auf das Ende jeder Achse aufgeschraubt, sicher ist sicher: Sollte der Schraubensicherungslack sich jetzt doch noch lösen, besteht wenigstens eine Chance, dass sich die Mutter nicht komplett aus dem Staub macht…

Seit dem bin ich schon mehre hundert Kilometer gefahren und die Schrauben halten noch 🙂  und das, obwohl mein Arbeitsweg gefühlt immer ruppiger wird.

Hier bestand akuter Handlungsbedarf…

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