Wer schnell sein will muss leiden…?

Von meinen teilweise sehr ruppigen Strecken auf dem Weg zur Arbeit habe ich ja schon mehrfach berichtet. Immerhin habe ich ja genau deshalb mal ein Fully zum Pedelec umgebaut.

Mit der Leitra, die ja als Liegedreirad von manchen als „Schlaglochsuchgerät“ bezeichnet wird, ist das „Erlebnis“ der schlechten Wege trotz der vorhandenen Vorderradfederung noch intensiver geworden: Die Verkleidungsteile wirken wie ein Resonanzkörper und das ganze Gefährt klappert wie ein Sack Nüsse. 🙁

Hier ein „Soundbeispiel“ der Leitra mit Hookworm-Reifen auf einer Referenzstrecke:

Da muss ich dringend etwas tun.

Die Lautstärke der Musik beim Fahren zu erhöhen ist keine Option, schließlich will ich ja nicht ertauben 😉 Aber eine Federung nachzurüsten ist praktisch unmöglich.  Die einzige Lösung ist das Nutzen einer „Passivfederung“ über die Reifen. Mit den vorhandenen Maxxis Hookworm geht das aber nicht, denn die benötigen mindestens 6,5 Bar Druck. Mit dem Mindestdruck fahre ich bereits und da federt nix… 🙁

Erste Erfahrungen habe ich ja schon mit den Big Apple auf meinem Stromer gemacht und der Hauptgrund, nämlich das trägere Einlenkverhalten, das sie auf dem Up zeigten, sollte an der Leitra kein Thema sein. Interessanterweise war es gar nicht so einfach, drei Big Apples in 20 Zoll zu bekommen.

Das Umrüsten selbst ging recht fix, vor allem deshalb, weil ich die Räder dank der einseitigen Aufhängung vorne nicht demontieren musste. Hinten war es etwas mehr Aufwand. Gut, dass die Big Apple einen Pannenschutz haben. 🙂 Am meisten Zeit kostete es, die Schläuche von den Mänteln zu trennen: sie hatten sich regelrecht verklebt. Möglicherweise eine Folge des hohen Drucks?

Außerdem habe ich etwas Glück: Der Hinterreifen passt gerade so unter’s Schutz“blech“ ! Aber viel Luft ist da nicht mehr…

Eine erste kurze Testfahrt auf einer Straße mit einem Belag aus Verbundpflastersteinen zeigte schon deutlich weniger Geklapper. Aber würde sich das auch auf dem Rest der Strecke ähnlich wirksam sein? Und vor allem: Wieviel langsamer würde ich mit den Big Apple, die ich mit 2,5 Bar Druck fahre, gegenüber den Maxxis Hookworm bei 6,5 Bar sein?

Die Fahrt ins Büro am nächsten Morgen zeigte folgende Ergebnisse:

1. Das Geräuschniveau ist deutlich niedriger.

2. Bei der Fahrtzeit merke ich keinen Unterschied! 🙂

Vor allem der zweite Punkt ist erstaunlich, denn angeblich bieten prall aufgepumpte Reifen weniger Rollwiderstand als weniger prall aufgepumpte. Wobei diese Lehrmeinung nach Veröffentlichung in diversen Fachzeitschriften falsch ist. Offensichtlich kommt es auch auf die Konstruktion des Reifens selbst an. Ich habe sogar den Eindruck, auf den Bergabstrecken schneller zu sein als mit den Maxxis. Aber das kann eventuell auch an anderen Windverhältnissen liegen. Aber zumindest bin ich nicht langsamer. 🙂

Damit ist die Frage in der Überschrift beantwortet: Wer schnell sein will muss nicht unbedingt leiden!

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3 Gedanken zu „Wer schnell sein will muss leiden…?“

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